[Rezension] „Superman– Dawnbreaker“ von Matt De la Peña

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Clark Kent ist seitdem er denken kann anders als alle anderen. Er ist schneller, stärker und weiß oft seine Kräfte nicht einzuschätzen. Doch seine Kräfte werden stärker und es kommen neue hinzu. Am liebsten wäre er einfach normal und wenn er versucht zu helfen, geht immer etwas schief. Als allerdings immer mehr Mexikaner verschwinden und eine feindliche Macht Smallville bedroht, kann er nicht anders und versucht zusammen mit seiner besten Freundin Lana Lang zu helfen und die Wahrheit aufzudecken.

Da ich auch die anderen Bände der DC-Icons Serie gelesen hatte und sie mochte, habe ich mich sehr auf den Band rund um Superman und Clark Kent gefreut. Wie auch bei den anderen Büchern, werden hier die Anfänge geschildert. Clark ist noch nicht Superman und mit seinen Kräften überfordert. Er kann sie nicht einschätzen und baut unabsichtlich viel Mist und verletzt Menschen. Er war mir direkt sympathisch, weil er so unbedarft und trotz seiner Kräfte oft hilflos wirkt. Er ist nicht perfekt und gerade das machte ihn für mich perfekt.

Aus den anderen Figuren des Buches wurde ich nicht wirklich schlau. Sie waren mir zu blass und unscheinbar dargestellt. Auch der Plot war nicht so ganz mein Fall. Nach einem spannenden Einstieg dümpelt die Geschichte lange vor sich hin. Man erlebt Clarks Leben in Smallville, das eigentlich recht normal ist. Ab einem gewissen Punkt versucht der Autor dann aber Spannung aufzubauen und die Ereignisse überschlagen sich. Eine Actionszene kommt nach der nächsten. Leider muss ich sagen, dass das auf mich nach dem eher langweiligen Einstieg zu viel des Guten war und es meiner Meinung nach zu gewollt wirkte.

Gut fand ich, dass sich das Buch auch mit dem Thema Rassismus befasst, allerdings nimmt sich der Autor zu wenig Zeit um das Thema zu vertiefen, sodass mich auch das leider nicht ganz überzeugen konnte. Das Buch hat viele gute Ansätze, aber irgendwie ist die Umsetzung oft nicht gelungen. Dabei hatte ich hier echte Nostalgiegefühle, weil ich die Serie Smallville eine zeitlang sehr gerne gesehen habe.

Die Idee hinter allem mag ich und auch, dass hier bekannte Namen auftauchen. Toll finde ich auch, dass Clark hier einfach noch kein Held ist. Er ist ein junger Mann, der noch seinen Platz in der Welt finden muss. Seine Probleme und Zweifel wurden authentisch und toll dargestellt. Ergänzt wird das durch einen sehr angenehmen Schreibstil, der Clarks Gefühle sehr gut darstellt.

Das Ende rundet die Geschichte recht gut ab und auch wenn mich das Buch nicht ganz überzeugen konnte, war die Geschichte rund um Clark doch auch unterhaltsam.

„Superman- Dawnbreaker“ ist meiner Meinung nach kein spannender Thriller, wie es im Klappentext steht. Dafür erlebt man hier einen zweifelnden Clark, der erst noch seinen Platz in der Welt finden muss. Vieles an dem Buch gefiel mir nicht, aber Superhelden-Fans können hier trotzdem auf ihre Kosten kommen. Ich persönlich mochte aber die anderen Bände der DC-Icons Serie lieber.

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