[Rezension] „Bloodleaf“ von Crystal Smith

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim ivi Verlag.

200 Jahre lang wurden keine weiblichen Nachkommen mehr in die Königsfamilie in Renalt hineingeboren. Aurelia ist die erste seit langer Zeit und damit ist es ihre Pflicht einen Pakt zu erfüllen. Sie muss Prinz Valentin aus dem Nachbarland Achleva heiraten. Diese Heirat würde sie am liebsten umgehen. Aber in Renalt ist der Umgang mit Magie verboten und Hexen werden erhängt. Aurelia ist selbst eine Hexe, denn sie wendet Blutmagie an und damit droht ihr der Tod. Hals über Kopf muss sie aus ihrem Land fliehen und verstrickt sich immer mehr in Intrigen und Gefahren.

Schon als ich zum ersten Mal das Cover gesehen habe, wollte ich diesen Fantasyroman unbedingt lesen. Die Mischung aus verfeindete Königreichen, verbotene Magie, Hexenverfolgung, Intrigen, Machtspiele, arrangierte Ehen und einer Liebesgeschichte klingt zwar nicht neu und ein ähnliches Setting gibt es in vielen anderen Büchern, aber dennoch war dieses Buch für mich ein Highlight zwischen all den anderen ähnlichen Romanen. Denn trotz der Parallelen zu anderen Werken, war ich von diesem Auftakt mehr als begeistert. Das Setting konnte mich begeistern und die Darstellung der Welt fand ich genial.

Die beiden Königreiche Renalt und Achleva sind grundverschieden. In Renalt ist Magie verboten und die Menschen, die diese ausüben werden erhängt. In Achleva darf man Magie frei ausüben und sowieso ist Achleva ein ganz besonderes Königreich, das von einer ganz besonderen Magie geschützt wird und das kein Außenstehender einfach betreten kann. Die Hintergrundgeschichte rund um die Entstehung von Achleva fand ich absolut genial und alleine deswegen hebt sich das Buch von anderen Büchern des Genres ab. 

Zudem gefiel mir die Darstellung der Blutmagie, da diese ihren Tribut fordert und Aurelia erst lernen muss damit richtig umzugehen. Aurelia war sowieso eine Protagonistin nach meinem Geschmack, auch wenn sie zunächst sehr naiv war. Obwohl sie weiß, dass ihre Blutmagie den Tod für sie bedeuten kann, übt sie diese aus, ohne an die Folgen für sich und ihre Familie zu denken. Nur, weil sie eine Prinzessin ist, meint sie Narrenfreiheit zu haben. Das ändert sich als sie fliehen muss und schnell verliert sie ihre Naivität und entwickelt sich großartig. Auch die Liebesgeschichte, über die ich hier nicht zu viel verraten möchte, fand ich grandios und auch die anderen Figuren des Buches konnten mich überzeugen.

Manche Wendungen konnte ich vorhersehen, andere Plot Twists kamen für mich völlig unerwartet und ich muss sagen, dass ich das Buch mehr als spannend fand und es mich emotional komplett überzeugen konnte, was wohl auch an dem sehr ansprechendem Schreibstil lag. Ich empfand diesen als sehr atmosphärisch und es gefiel mir, dass der Plot aus Aurelias Ich-Perspektive geschildert wird.

Das Buch endet dann in einem spannenden Showdown und obwohl es sich hierbei um einen Auftaktband handelt, könnte ich auch gut mit dem Ende des Buches leben, ohne dass es eine Fortsetzung geben würde. Für mich war es wirklich ein Highlight.

„Bloodleaf“ war ein Buch nach meinem Geschmack. Das Setting, die Protagonisten und die Liebesgeschichte waren grandios und ich fand das Buch unglaublich spannend. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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