[Rezension] „Der Thron des Nordens“ von Rebecca Ross

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Brienna hat es fast geschafft. Es fehlt nicht mehr viel, dann wird Königin Isolde gekrönt und in Briennas Leben kann endlich Ruhe einkehren. Sie hat eine Familie gefunden und auch einem Leben mit Cartier steht nichts mehr im Weg. Doch noch immer gibt es Intrigen und Probleme müssen gelöst werden. Zudem hat Brienna es als Tochter von Allenach nicht einfach. Denn dank ihm mussten viele Menschen leiden.

Nachdem mich der erste Band trotz seiner anfänglichen Schwächen sehr gut unterhalten konnte, war ich gespannt auf diese Fortsetzung. Denn die Idee der Gaben, um die sich der erste Band dreht und das Setting an sich gefielen mir sehr. Allerdings muss ich sagen, dass mich diese Fortsetzung über lange Strecken gelangweilt hat. Obwohl mich Briennas und Cartiers Schicksal interessierte, da ich deren Liebesgeschichte sehr mochte, hatte ich lange Zeit das Gefühl, dass nicht viel passiert, obwohl über allem eine gefährliche Atmosphäre schwebte, wie die Ruhe vor dem Sturm.

Dadurch empfand ich das Buch als zäh und obwohl ich weniger Probleme mit dem doch recht anspruchsvollen Setting hatte, da es zu Beginn ein Personenverzeichnis gab und ich mich an vieles erinnerte, musste ich mich überwinden weiterzulesen. Dabei finde ich Briennas Hintergrund spannend. Endlich weiß man, wer ihr Vater ist und auch ihre Gefühle sind klar. Sie gehört nun zu den MacQuinns und auch wenn sie nicht von allen akzeptiert wird, erfährt sie Liebe, was ich einfach wundervoll finde. Ich mag Brienna sehr gerne und sowieso gefielen mir die Protagonisten hier noch mehr als im Vorband. Allen voran Cartier, der mir hier weniger blass dargestellt erschien.

Der Schreibstil und die Art, wie die Menschen sprechen, passt in die mittelalterlich angehauchte Fantasywelt, was alles sehr authentisch macht. Ich empfand den Schreibstil als sehr angenehm zu lesen und konnte Briennas Gefühle sehr gut nachvollziehen, vor allem da alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wurde.

Dank einiger Intrigen mit denen ich so nicht gerechnet hätte und der einen oder anderen Wendung gab es dann wenigstens kurze Spannungsmomente, aber das Einzige was dafür sorgte, dass ich das Buch nicht schlechter bewerte, war die Liebesgeschichte, denn diese empfand ich als authentisch und wunderschön und das Ende von dem Buch absolut passend. Dennoch war diese Fortsetzung für mich insgesamt eine Enttäuschung.

Auf diese Fortsetzung hatte ich mich sehr gefreut, aber leider empfand ich das Buch als zäh und ziemlich langweilig. Dennoch war die Liebesgeschichte großartig und das Ende absolut passend, sodass dieser Finalband von mir sehr knappe drei Sterne bekommt.

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