[Rezension] „Cassardim- Jenseits der Goldenen Brücke“ von Julia Dippel

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Amaia wusste schon immer, dass sie und ihre Geschwister anders sind. Nicht nur, dass sie sich kein bisschen ähnlich sehen, sie altern auch noch anders als andere Menschen. Zudem können sie Gedanken von anderen Menschen kontrollieren. Amaia würde gerne wissen, was hinter allem steckt, aber ihre Eltern manipulieren sie und sie muss sich an strikte Regeln halten. Als der geheimnisvolle und gefährliche Noár gefangen genommen wird, hofft sie endlich Antworten zu bekommen. Doch dann wird ihre Familie angegriffen und ihre komplette Welt wird aus den Fugen gehoben und einzig Noár scheint sie und ihre Geschwister retten zu können und die Antworten auf alles zu haben.

Bisher kannte ich kein Buch der Autorin, obwohl ich nur gutes von ihren Werken gehört hatte. Nachdem ich nun ihr neuestes Werk gelesen habe, muss ich unbedingt auch ihre anderen Bücher lesen, denn „Cassardim- Jenseits der Goldenen Brücke“ war für mich ein absolutes Highlight und gehört für mich zu meinen Jahreshighlights. Es fängt schon direkt vielversprechend und geheimnisvoll an. Man erfährt viel über Amaia und das Leben das sie führt.

Zusammen mit ihr fragt man sich, was hinter allem steckt. Wieso altern Amaia und die anderen langsamer und was hat es mit der Gedankenkontrolle auf sich? So wurde ich direkt neugierig. Doch mit dem was schließlich dahinter steckt, hätte ich nie gerechnet. Die Autorin hat ihr eine unglaubliche Welt erschaffen. Das Setting und das Worldbuilding sind einfach grandios und stecken voller versteckter Details. Hierzu möchte ich auch gar nicht viel verraten, außer, dass nur der Anfang des Buches in der Welt der Menschen spielt. Die Idee hinter allem ist absolut nach meinem Geschmack, denn sie ist originell und mal etwas anderes und die Ausarbeitung mehr als gelungen.

Aber auch die Protagonisten waren völlig nach meinem Geschmack, da sie authentisch dargestellt wurden und jeder seine Ecken und Kanten hat. Zudem ist Amaia eine starke Protagonistin, die nicht auf den Kopf gefallen ist, sich um ihre Geschwister sorgt und sich zu wehren weiß. Sie kann sich gegen die Gedankenmanipulation behaupten und auch von Noár lässt sie sich nicht einschüchtern. Ich liebe die bissigen Schlagabtäusche zwischen Amaia und Noár. Noár ist zwar auf den ersten Blick etwas klischeehaft, da er geheimnisvoll und düster ist und klar ist, dass so viel mehr hinter seiner Fassade zu entdecken ist, aber erstens mag ich solche Protagonisten und zweitens konnte er mich mit seiner Hintergrundgeschichte völlig überzeugen. Aber auch die anderen Figuren gefielen mir und auch die Gegenspieler konnten überzeugen.

Zu dem Schreibstil kann ich eigentlich gar nicht viel sagen, außer, dass er einfach perfekt zu der Geschichte passt, unglaublich atmosphärisch ist und ich das Gefühl hatte hautnah mit dabei zu sein. In hatte ein wahres Kopfkino und konnte gar nicht anders als mit Amaia zu fühlen, zumal alles aus ihrer Ich-Perspektive geschildert wurde.

Der Plot ist spannend und abwechslungsreich. Amaia und die anderen müssen viele Gefahren, Intrigen und noch vieles mehr überstehen. Wie für das Genre üblich, gibt es natürlich auch eine Liebesgeschichte, die aber perfekt zum Gesamtbild passt und mich ebenfalls überzeugen konnte. Fiese Plot Twists gepaart mit starken Emotionen, sorgten dafür, dass ich das Buch bis spät in die Nacht gelesen habe, weil ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Das Ende ist ebenfalls völlig nach meinem Geschmack und ich kann schon jetzt die Fortsetzung nicht mehr erwarten.

Dieses Buch war für mich ein Jahreshighlight. Hier passt einfach alles, sei es die Welt des Buches, die Protagonisten, der Schreibstil, der Plot oder die Liebesgeschichte. Von mir gibt es mehr als eine Leseempfehlung und ich muss dringend auch die anderen Bücher der Autorin lesen.

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