[Rezension] „Die Geisterkönigin“ von Sarah Beth Durst

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Penhaligon Verlag.

Nach den schrecklichen Ereignissen, die ganz Aratay erschüttert haben, herrschen Königin Daleina und Königin Naelin gemeinsam über das Reich. Sie sind dabei das Land wieder aufzubauen und mit Hilfe der Elementargeister zu altem Glanz zu verhelfen. Doch dann werden Naelins Kinder entführt und für Naelin gibt es kein Halten mehr. Ihr ist klar, dass die Königin aus Semo dahinter steckt und so unternimmt sie alles um ihre Kinder zu retten. Um sie allerdings lebend wiederzusehen muss sie als Königin abdanken, Daleina mit ihrer Aufgabe alleine lassen und ihr Land und die Menschen dort im Stich lassen- eine unmögliche Wahl.

Was habe ich mich auf diese Fortsetzung gefreut… Band eins war eins meiner absoluten Fantasyhighlights und auch Band zwei mochte ich sehr. Doch gerade deshalb war die Enttäuschung bei diesem Band groß. Meiner Meinung nach konnte dieses Finale gar nicht mit seinen beiden Vorgängerbänden mithalten. Dabei finde ich die Idee der Naturgeister und die Welt von Renthia unglaublich gelungen und facettenreich. Und auch wie die Königin von Aratay die Naturgeister beherrschen kann, finde ich faszinierend.

Doch obwohl auch hier der Schreibstil gelungen ist und der Plot aus verschiedenen Perspektiven geschildert wurde, konnte mich das Buch kaum fesseln. Schon der Einstieg war extrem langatmig und zäh und das zog sich durch das ganze Buch. Es kam keine Spannung auf und auch spannende Wendungen gab es nicht. Selten habe ich mich bei einem Buch so gelangweilt und nur weiter gelesen, weil ich gehofft hatte, dass es doch noch spannend wird und ich wissen wollte, wie die Trilogie ausgeht. Diese Zeit hätte ich gut in ein anderes Buch investieren können.

Dabei mochte ich Daleina und Naelin eigentlich sehr gerne, auch wenn ich Naelin im zweiten Band schon oft hätte schütteln können. Hier wurde das noch einmal extremer. Ich bin selbst Mutter und würde für meinen Sohn alles tun, aber auf einmal handelt Naelin völlig unüberlegt und kopflos und ehrlich gesagt übertreibt sie es, auch wenn ich sie ein Stück weit verstehen kann. Daleina dagegen hat sich weiterentwickelt, was mir gefiel. Aber auch die anderen Figuren konnten mich nicht recht überzeugen.

Viele gute Ideen wurden angeschnitten, aber gefühlt nichts zu Ende gebracht. Nachdem ich mit diesem Buch fertig war, war ich froh, es endlich hinter mir zu haben und so bin ich wirklich enttäuscht.

Dieses Finale kann ich leider nicht empfehlen. Obwohl ich die anderen beiden Bände sehr gemochte habe, war dieses Buch für mich eine absolute Enttäuschung. Es war einfach unglaublich langweilig und eine der Protagonisten hat mir den letzten Nerv geraubt. Und dabei liebe ich die Welt des Buches sehr. Aber als Vielleser kann man ja auch nicht alles lieben und vielleicht wird dieses Buch andere Leser begeistern können…

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