[Rezension] „Royal Horses- Kronenherz“ von Jana Hoch

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Arena Verlag.

Als in Gretas Leben alles schief läuft, möchte sie nur noch allem entfliehen. Und so hält sie einen Ferienjob auf dem königlichen Gestüt für eine gute Idee. Und das obwohl sie keinerlei Ahnung von Pferden hat. Dennoch möchte sie ihr bestes geben. Nur Edward macht es ihr nicht leicht. Denn er ahnt, dass sie etwas verbirgt und traut ihr nicht. Als dann noch Prinz Tristan auf dem Gestüt auftaucht, scheint das Chaos perfekt und als wäre das noch nicht schlimm genug, scheint Greta auch noch ihr Herz zu verlieren.

Ich muss gestehen, dass ich dieses Buch nicht gelesen hätte, wenn ich es nicht als Überraschung vom Verlag bekommen hätte. Pferdegeschichten sind einfach nicht mehr mein Fall, aber dennoch muss ich sagen, dass mir dieses Buch richtig gut gefallen hat. Zuerst dreht sich alles um Gretas Geheimnis. Man erfährt, dass irgendetwas schlimmes passiert ist, aber nicht was. Kurz darauf verschwindet Greta auf das königliche Gestüt um Abstand von allem zu bekommen. Dort erlebt man ihren Alltag, lernt die Menschen, die dort leben kennen und erfährt wie das Leben auf einem königlichen Gestüt so ist. Dieses Setting gefiel mir unglaublich gut, was ich nicht erwartet hätte. Man merkt, dass die Autorin sich mit Pferden, deren Training und allem anderen auskennt und auch ihre Liebe zu Pferden ist auf jeder Seite spürbar.

Zwar empfand ich die Figuren als etwas klischeehaft, aber irgendwie passt das zum Buch. Greta, die zu Beginn nicht viel für Pferde übrig hat, baut schnell eine besondere Beziehung zu ihnen auf und lebt auf dem Gestüt richtig auf. Irgendwann erfährt man dann, weswegen sie vor allem flieht. Edward dagegen ist der typische, mysteriöse, ungehobelte Kerl, hinter dessen Fassade so viel mehr steckt und der ein Geheimnis verbirgt. Leider war mir sein Geheimnis sehr früh klar, aber dennoch mochte ich die Liebesgeschichte des Buches irgendwie sehr. Zumal das Buch deutlich weniger kitschig ist, als ich zuerst befürchtet hätte. Einzig Prinz Tristan empfand ich als etwas blass dargestellt, ohne genau sagen zu können, woran das lag. Mein Highlight hier waren die Nebenfiguren. Diese habe ich direkt in mein Herz geschlossen und ich finde vor allem die Vielfältigkeit der Figuren toll. Zudem sind die Figuren mit viel Liebe zum Detail ausgearbeitet.

Der Schreibstil passt zu der Zielgruppe des Buches. Er ist leicht und locker zu lesen und voller Emotionen. Der Plot wird aus Gretas Ich-Perspektive geschildert und besonders die Beschreibungen des Buches gefielen mir. Und obwohl das Buch eher ruhiger ist, flogen die Seiten nur so dahin.

Am Ende geht es dann turbulent zu und es passiert so einiges. Geheimnisse werden gelüftet und Gefühle offenbart. Ich hätte nicht erwartet, dass ich so sehr mit Greta mitfühlen würde. Das Ende empfand ich als perfekt, weil es viel über Freundschaft aussagt und zu dem Buch passt, dennoch bin ich gespannt, wie es im zweiten Band weitergehen wird.

Dieses Buch ist nicht nur etwas für Pferdefans. Mir gefiel besonders das Setting, aber auch die Nebenfiguren waren ein Highlight. Das Buch ist weniger kitschig als ich erwartet hätte und man merkt, dass die Autorin sich mit Pferden auskennt. Allerdings wusste ich zu früh, welches Geheimnis Edward verbirgt, was ich etwas schade fand. Dennoch gefiel mir das Buch überraschend gut und ich kann es definitiv empfehlen.

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