[Rezension] „Duty & Desire– Vorsätzlich verliebt“ von Tessa Bailey

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Rowohlt Verlag.

Als Charlie und Ever sich kennenlernen, ist beiden klar, dass sie keine Beziehung wollen. Beide haben mit ihrer Karriere zu viel zu tun und Ever wurde von ihrer Mutter immer eingebläut, dass Beziehungen schlecht sind. So hat Ever die Regel mit keinem Mann länger als einen Monat etwas anzufangen und es nicht zu ernst werden zu lassen. So treffen sich Charlie und Ever nur für den Spaß, doch dann wünscht sich Evers Mutter, dass Ever nicht ihr Leben lang nur eine Geliebte bleibt und Ever beschließt sich doch nach einer Beziehung umzuschauen. Dafür beendet sie das, was sie mit Charlie hat, doch dieser kann Ever nicht vergessen und möchte wieder den unverbindlichen Spaß zurück. Dafür ist ihm jedes Mittel recht.

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut, weil mich bisher kein Buch aus dem Verlag enttäuscht hat. Doch hier hatte ich wohl die falschen Erwartungen. Es fing schon damit an, dass ich dachte, dass Ever und Charlie schon lange befreundet sind und dann irgendwann Freunde mit gewissen Vorzügen geworden sind. Also quasi beste Freunde waren, die sich dann doch verliebt haben. Doch dem ist nicht so. Beide lernen sich in einer Bar kennen und von da an springen sie immer, wenn einer von ihnen Lust hat, miteinander in die Kiste, ganz unverbindlich. Freunde werden sie eigentlich erst nachdem Ever das mit ihnen beendet hat. Denn dann wünscht sich Charlie, dass sie Freunde mit gewissen Vorzügen werden.

Dadurch wirkte der ganze Plot auf mich unglaublich platt und mir fehlt die Tiefe. Zwar erwarte ich bei solchen Geschichten nicht unglaublich viel Tiefgründigkeit, aber ich hätte z.B. auch erwartet, dass man mehr über die beiden Protagonisten erfährt und über Charlies Ausbildung bei der Polizei oder seiner Familiengeschichte. Alles wird nur angerissen und auch Evers Geschichte findet kaum Erwähnung. Einzig ihr Job wird etwas mehr beleuchtet, weil Charlie ihr hilft um sich mehr mit ihr anzufreunden. So fiel es mir auch schwer einen Zugang zu den beiden zu bekommen und oft konnte ich deren Handlungsweisen überhaupt nicht nachvollziehen, was mich zunehmend genervt hatte.

Dafür kann man in allen Einzelheiten erleben, wie die beiden miteinander schlafen, wie gut der Sex der beiden ist und ähnliches. Seitenweise kommt der Plot nicht voran und als dann was passiert, dreht sich alles darum, wie Charlie Evers Partnersuche sabotiert. Dabei wird er dann richtig kreativ.

Der Schreibstil ist angenehm zu lesen und der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Charlie und Ever geschildert, was mir gut gefiel. Die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin und die Emotionen waren durchweg spürbar, auch wenn ich über Charlie und Ever oft nur den Kopf schütteln konnte. Das Ende bot dann keine wirklichen Überraschungen und so muss ich sagen, dass dieses Buch für mich leider eine Enttäuschung war.

Hier geht es um Sex, Sex und noch mehr Sex. Der Plot ist platt und zu den Protagonisten habe ich keinen Zugang gefunden. Ich hatte hier auch wohl einfach die falschen Erwartungen und so war das Buch für mich leider eine Enttäuschung. Das ist das erste Buch des Verlages, das mir nicht gefallen hat und so werde ich wohl auch die Folgebände nicht lesen. Dennoch denke ich, dass man mit den richtigen Erwartungen das Buch durchaus genießen kann. Denn es liest sich gut, aber für mich war es einfach nicht das Richtige. 

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