[Rezension] „The Perfect Date“ von Steve Bloom

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Magellan Verlag.

Brooks hat ein festes Ziel vor Augen. Er möchte auf die Columbia University gehen, doch dafür fehlt ihm Geld. Als er zufällig ein Gespräch einiger Mitschüler mitbekommt, bietet er sich kurzerhand als Ballbegleitung für Gina an, die ansonsten niemanden hat um auf den Abschlussball zu gehen. Als er dann auch noch dafür bezahlt wird, beschließt er daraus ein Geschäft zu machen und begleitet von da an Mädchen in ähnlichen Situationen. Von da an führt Brooks ein interessantes Leben und kommt seinem Ziel immer näher, bis er auf Shelby und Celia trifft und alles zusammenzubrechen droht.

Da ich schon den Netflix-Film kannte, habe ich mich sehr auf das Buch gefreut, denn den Film fand ich unglaublich süß und unterhaltsam. Allerdings konnte das Buch meiner Meinung nach nicht mit dem Film mithalten. Es fing schon mit Brooks als Protagonist an. Beim Film war er mir trotz seiner Fehler durchweg sympathisch. Hier war das leider erst sehr spät der Fall. Zu Beginn war er ein einziges Highschool-Klischee. Er ist egoistisch, weltfremd, völlig ichbezogen, irgendwie herablassend, bemüht sich nicht um soziale Kontakte und trinkt und kifft gefühlt unglaublich viel. Sein Vater ist ebenfalls ein Fall für sich und ich konnte sogar verstehen, dass Brooks so zielstrebig ist, aber wie er mit seinen Mitmenschen umgeht, gefiel mir einfach nicht. Erst als er eine gute und authentische Entwicklung durchmacht, änderte sich das und ab da gefiel mir das Buch besser. Die anderen Figuren, vor allem Shelby und Celia konnten mich da mehr überzeugen. Vor allem Celia, die kein Blatt vor den Mund nimmt und sagt, was sie denkt, gefiel mir.

Den Plot empfand ich trotz meiner Probleme mit Brooks als unterhaltsam. Man bekommt hier eine nette Unterhaltung für zwischendurch geboten, mit viel Humor und so manchen Klischees. Der Plot bietet zwar nicht viele Überraschungen, aber dennoch fand ich das Buch nicht völlig schlecht. Für mich war es gutes Mittelmaß.

Der Schreibstil hat es mir auch nicht unbedingt leicht gemacht das Buch zu mögen, denn es liest sich teils mehr wie ein Drehbuch und nicht wie ein Roman. Als Leser wird man oft direkt von Brooks angesprochen, ansonsten berichtet er alles aus seiner Ich-Perspektive. Hin und wieder mag ich dieses Stilmittel, aber hier wirkte es auf mich irgendwie fehl am Platz. Dennoch lässt sich das Buch leicht und locker lesen und die Seiten flogen nur so dahin.

Das letzte Drittel des Buches hat mir im Vergleich zum Rest richtig, richtig gut gefallen und das hat dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht schlechter bewerte. Denn wie hier die Probleme gelöst werden, gefiel mir richtig gut, nicht zuletzt dank Brooks längst überfälliger Entwicklung. Viel Spannung braucht man hier nicht erwarten, aber das hätte mich auch gewundert, da ich hier eine süße Highschoolgeschichte erwartet habe und keinen Actionroman. Diese Erwartung wurde teils erfüllt und so war das Buch trotz meiner Kritik kein völliger Flop.

Dieses Buch hat es mir nicht leicht gemacht es zu mögen. Brooks war lange Zeit nicht mein Fall und auch der Schreibstil ist eine Sache für sich. Dennoch bekommt man hier als Leser eine locker, leichte und insgesamt unterhaltsame Lektüre geboten, auch wenn mir der Netflix-Film besser gefallen hat.

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