[Rezension] „Gefühl und Gefahr“ von Erin Beaty

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Obwohl Sage und Alex sich lieben, können sie sich kaum sehen. Denn beide haben wichtige Aufgaben für Demora zu bewältigen. Während Sage als Botschafterin tätig ist, muss Alex als Kommandant die Elitegruppe Demoras ausbilden und für alles bereit sein. Denn für Demora würden sie alles tun. Als schließlich eine Abordnung aus Kimisara eintrifft, hofft Sage darauf, dass die verfeindeten Länder endlich Frieden schließen können, doch Intrigen und ein Anschlag machen fast ihre Bemühungen zunichte. Doch Sage wäre nicht Sage, wenn sie nicht alles dran setzen würde um ihrem Volk zu helfen.

Da ich Band eins der Reihe geliebt hatte und mir auch Band 2 bis auf ein paar Kleinigkeiten richtig gut gefallen hatte, konnte ich diesen finalen dritten Band gar nicht erwarten. Leider war er meiner Meinung nach eindeutig der schlechteste Band der Reihe. Der Einstieg gefiel mir noch richtig gut, denn man erfährt als Leser, wie es für Sage als Botschafterin ist und auch wie es Alex als Kommandant ergeht. Dabei ist die Liebe und die Sehnsucht der beiden zueinander stets spürbar und ich habe so gehofft, dass sie bald ein Happy End haben. Doch alles in allem kommt die Liebesgeschichte hier meiner Meinung nach zu kurz.

Denn ein Großteil des Plots dreht sich um Politik und militärische Strategien und dadurch zog sich das Buch für meinen Geschmack zu sehr in die Länge. Zwar sind diese Aspekte wichtig für die Geschichte, aber ich empfand vor allem die politischen Diskussionen als zu viel und zu trocken, sodass ich zeitweise Probleme hatte am Ball zu bleiben. Dabei wollte ich unbedingt wissen, wie es mit Demora ausgeht und ob Sage und Alex irgendwann zur Ruhe kommen dürfen. Denn das Reich Demora mag ich unglaublich gerne.

Und auch die Figuren sind mir ans Herz gewachsen, vor allem Sage und Alex haben sich großartig entwickelt und sind unglaublich toll zusammengewachsen. Sage mochte ich ja schon immer sehr, denn sie ist stark, taff und lässt sich von nichts unterkriegen. Dazu ist die dickköpfig und einfach schlau und gewitzt. Aber auch Alex mag ich mittlerweile richtig gerne. Er ist ein pflichtbewusster und toller Mensch, der Sage wirklich liebt, auch wenn Demora für ihn immer an erster Stelle stehen wird. Aber ebenso geht es Sage. Neben den beiden Protagonisten gefielen mir aber auch die anderen Figuren richtig gut, denn sie sind unglaublich vielschichtig.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig, die Autorin schreibt einfach sehr atmosphärisch und emotional und obwohl dieser Band so seine Länge hat, schreibt sie doch insgesamt sehr fesselnd. Der Plot wird erneut hauptsächlich aus der personalen Erzählperspektive von Sage erzählt, aber nicht nur, was mir erneut sehr gut gefiel.

Es gibt so manche überraschende Wendung und Sage und die anderen müssen so manche Gefahr überwinden und herausfinden, wer Freund ist und wer Feind, wem sie trauen können und wem nicht. Es ist nicht einfach hinter die Intrigen zu blicken und das sorgte dann dafür, das mir das Buch besser gefallen hat, als ich zwischenzeitlich dachte. Das Ende rundet dann diese Trilogie perfekt ab und entschädigte mich für die Längen dieses Abschlussbandes.

Obwohl mir das Ende und die Intrigen sehr gefallen haben, hatte dieser Abschlussband einfach seine Längen. Viel dreht sich um Politik und militärische Belange und die Liebesgeschichte kommt hier meiner Meinung nach zu kurz. Dennoch mag ich diese Trilogie und die Protagonisten sehr und vergebe trotz meiner Kritik eine mittelmäßige Bewertung. Dieses Finale gefiel mir einfach nicht so gut wie die ersten beiden Bände, war aber kein völliger Flop.

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