[Rezension] „Vortex– Der Tag, an dem die Welt zerriss“ von Anna Benning

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Elaine lebt in einer Welt in der es dank des Urvortex neben den Menschen noch Vermengte gibt. Diese Vermengten haben unglaubliche Fähigkeiten, denn sie können Elemente beherrschen. Seit den Vortexkriegen leben Menschen und Vermengte strikt getrennt und nur die Vortexläufer können einen Vortex, also einen Energiewirbel, betreten und diesen nutzen. Diese Energiewirbel sorgen dafür, dass man in Sekundenschnelle von einem zum anderen Ort gelangen kann. Elaines größter Wunsch ist es eines Tages ein Vortexläufer zu sein und auch wenn das Vortexrennen, das über den Beitritt entscheidet, tödlich enden kann, sehnt sie es herbei. Doch was sie im Vortex erlebt, erschüttert ihr Leben für immer…

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war mir klar, dass ich es lesen muss. Als ich dann den farbigen Buchschnitt und dieses absolut gelungene Cover gesehen habe, war ich restlos begeistert. Doch auch der Inhalt konnte mich komplett überzeugen. Dabei finde ich es nicht einfach das Buch einem Genre zuzuordnen und gerade dieser Genremix gefiel mir. Denn das Buch enthält dystopische Elemente, Science-Fiction-Elemente und Fantasyelemente, es ist zudem ein Jugendbuch und auch eine Liebesgeschichte darf natürlich nicht fehlen. Aber in dem Buch steckt so viel mehr, allerdings möchte ich hier nicht zu viel verraten. Vom Verlag wurde es als Future-Fantasy betitelt und ich finde, dass das gut zum Inhalt passt.

Das Buch spielt in der Zukunft und beginnt in Neu London. Nachdem aus dem Nichts der Urvortex aufgetaucht ist und viele Menschen zu Vermengten wurden, gab es die sogenannten Vortexkriege, bei denen Menschen und Vermengte, gegeneinander gekämpft haben. Die Vermengten beherrschen ein Element und haben sich dadurch auch äußerlich verändert. Auch vermengte Tiere gab es. Elaine lebt viele Jahre nach den Kriegen und die Vermengten leben getrennt von den Menschen und müssen strikte Regeln befolgen. Die Vortexläufer haben die Aufgabe Vermengte zu finden und einzufangen, die zur Gefahr werden oder sich nicht an die Regeln halten. Dieser ganze Weltenentwurf hat es mir angetan. Ich finde ihn grandios und auch wenn man nicht erfährt, woher der Urvortex kam, finde ich die Idee dieser Energiewirbel unglaublich gelungen. Als Elaine dann zum Vortexrennen antritt, offenbaren sich noch weitere Geheimnisse rund um den Vortex und das Ganze wird noch weiter ausgebaut.

Elaine ist eine Protagonistin, wie ich sie mag. Denn sie ist zielstrebig, nicht auf den Kopf gefallen und tough. Sie weiß, was sie will und würde dafür alles tun, aber dennoch ist ihr nichts wichtiger als ihre Familie. Dank ihrer Vergangenheit glaubt sie an das System in dem sie lebt. Erst durch ihre Erlebnisse in diesem Buch ändert sich das nach und nach und diese Veränderung fand ich sehr authentisch. Zwar ist diese Entwicklung typisch für solche Bücher, aber irgendwie konnte Elaine mich trotzdem immer wieder überraschen und mit ihrer ganzen Art überzeugen. Auch die anderen Figuren gefielen mir sehr. Die Autorin hat ein Händchen dafür authentische Figuren zu erschaffen und Sympathien und Antipathien zu wecken.

Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch, dabei emotional und leicht und locker zu lesen. Die Seiten flogen beim Lesen nur so dahin und ich konnte gar nicht anders als das Buch in Rekordzeit zu lesen. Der Plot wird aus Elaines Ich-Perspektive geschildert, was mir ebenfalls sehr gefiel. Zudem ist der Plot spannend, voller grandioser Wendungen, Gefahren und Geheimnissen, die gelüftet werden müssen. Das Ende gefiel mir ebenfalls und ich bin gespannt, wie es mit Elaine und den anderen weitergehen wird.

Für mich war dieser Auftaktband ein Highlight. Ich liebe den Weltentwurf, den Genremix des Buches und die Figuren sehr und auch der Schreibstil konnte mich überzeugen. Ich kann den zweiten Band gar nicht erwarten und so kann ich dieses Debüt definitiv empfehlen. Lest es und lasst euch vom Vortex mitreißen.

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