[Rezension] „Schwarzer Fjord“ von Sven Koch

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Als Liv im Krankenhaus aufwacht, weiß sie nicht, was passiert ist. Sie wollte Magnus helfen, der sie angerufen hat, weil seine Frau und Livs Freundin Vigga verschwunden ist. Doch als man Liv bei ihm fand, war Magnus tot und Liv bewusstlos. Nun gilt sie als Tatverdächtige. Kurz entschlossen flieht sie aus dem Krankenhaus um die Wahrheit herauszufinden und verstrickt sich immer mehr in das was geschehen ist.

Ich habe schon lange keinen Psychothriller mehr gelesen, aber als ich dieses Buch überraschend vom Verlag bekommen habe, wurde ich neugierig und begann mit dem Lesen. Schon nach kurzer Zeit war ich gefesselt und neugierig, was hinter allem steckt. Denn das Buch ist spannend geschrieben und alles ist verworren. Ich wusste bis zum Schluss nicht, wer der Mörder ist und hatte zeitweise jeden in Verdacht. Denn auch Liv wirkt nicht unschuldig.

Liv ist eine Protagonistin, die mir gleich sympathisch war. Als Kind hat sie als traumatisches Erlebnis durchgestanden und seitdem leidet sie unter Akrophobie. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen und das machte sie für mich zu einer starken und sympathischen Protagonistin. Der Plot wird hauptsächlich aus ihrer Ich-Perspektive geschildert, es gibt aber auch einige Perspektivwechsel, die meine Neugierde wecken konnten. Dabei spielt das Ermittlerduo eine große Rolle, das für meinen Geschmack aber zu blass dargestellt wurde, vor allem im Vergleich zu der authentischen und tollen Darstellung von Liv.

Der Plot ist abwechslungsreich und vielschichtig und der Schreibstil durchweg gelungen. Und dennoch gab es Phasen in denen ich das Buch einfach weglegen musste und es mich nicht so packen konnte, wie erhofft. Ich kann nicht mal genau sagen, woran das gelegen hat. Vielleicht habe ich das Buch einfach zur falschen Zeit gelesen, denn rein objektiv betrachtet, ist es definitiv ein tolles Buch und das Ende war wirklich gelungen. Mit so einer Auflösung hätte ich nicht gerechnet und gerade so muss es bei einem Psychothriller meiner Meinung nach sein. Immer wieder hat der Autor mich auf eine falsche Fährte geführt und konnte mich somit immer wieder überraschen. Ich denke für Fans des Genres ist es genau das Richtige.

Der Autor hat ein Händchen dafür den Leser an der Nase herumzuführen und so wusste ich bis zum Schluss nicht, was hinter allem steckt, was ich wirklich gelungen fand. Zwar konnte mich das Buch nicht ganz so fesseln, wie erhofft, aber das könnte auch einfach an mir liegen. Ich bin sicher, das Fans des Genres das Buch sehr genießen werden und kann es auf jeden Fall empfehlen.

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