[Rezension] „Ein Kleid aus Seide und Sternen“ von Elizabeth Lim

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Maia Tamarin versucht alles um ihre Familie zu unterstützen, nachdem diese schwere Verluste erlitten hat. Dennoch träumt sie davon einmal die beste Schneiderin des Reiches zu werden, doch nur Männer dürfen dieses Handwerk offiziell ausüben. Als der Posten des Hofschneiders frei wird und ihr Vater vom Kaiser eingeladen wird um sich auf diesen Posten zu bewerben, trifft sie einen Entschluss. Sie verkleidet sich als Junge und gibt sich als ihr Bruder aus. Doch dass sie sich am Hof einem harten Wettkampf stellen muss, hätte sie nicht erwartet. So muss sie nicht nur ihre wahre Identität verbergen, sondern auch schwierige Aufgaben und lauter Intrigen überstehen. Doch um ihre Familie zu schützen und ihren Traum zu leben, würde sie alles tun…

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war ich Feuer und Flamme, schon alleine, wegen diesem absolut gelungenem Cover. Und auch der Klappentext konnte mich neugierig machen. Dementsprechend waren meine Erwartungen an Maias Geschichte sehr hoch, doch zum Glück wurden sie nicht enttäuscht. Für mich war das Buch ein Highlight und ich kann die Fortsetzung schon jetzt gar nicht erwarten.

Zu Beginn erinnerte mich das Buch sehr an den Disneyfilm „Mulan“, schon alleine weil das Setting sich so ähnlich anfühlte und auch asiatische Einschläge hat. Da ich diesen Film und die asiatische Kultur liebe, war ich neugierig wie sich die Geschichte entwickelt. Doch nur das Setting und dass Maia sich als Junge ausgibt, erinnert an „Mulan“, denn hier ist der Krieg vorbei und nicht mehr im vollen Gange und Maia gibt sich als Junge aus um Hofschneider zu werden und nicht Krieger. Das gefiel mir sehr, zumal hier verschiedene Märchenelemente auftauchen, die mich komplett überzeugen konnten.

Die Geschichte entwickelt sich zudem ganz anders als ich zuvor gedacht hätte und das war wirklich nach meinem Geschmack. So fühlte sich die Geschichte für mich nach etwas Besonderem an und nicht nach etwas das ich schon hundertmal gelesen habe. Auch den Wettbewerb und alles was darauf folgt, fand ich spannend. Zudem gibt es in diesem Buch deutlich mehr Fantasyelemente als ich zuvor gedacht hätte und so ist z.B. Magie ein wichtiger Teil in diesem Buch. Wie zu erwarten war, gibt es hier auch eine Liebesgeschichte und obwohl ich zuerst skeptisch war, konnte auch diese mich überzeugen.

Die Autorin schreibt unglaublich emotional und märchenhaft und dabei sehr atmosphärisch. Manche Dinge werden zwar nur am Rand geschildert, sodass die Welt in der alles spielt etwas blass erscheint, aber dennoch liebe ich das Setting und den Verlauf der Geschichte. Alles wird aus Maias Ich-Perspektive geschildert, was meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte passt.

Maia wirkt zu Beginn etwas unbeholfen und naiv, aber ich mag ihre Entwicklung in diesem Buch sehr. Zudem finde ich es toll, wie sie mutig ihren Weg geht, schon alleine um ihre Familie zu beschützen, aber auch um sich ihren Traum zu erfüllen. Zudem ist sie kreativ, ehrlich und schlau und gibt nicht so schnell auf. Neben ihr erscheinen viele andere Figuren etwas blass, außer ein bestimmter Magier, der hier eine wichtige Rolle einnimmt und mir schnell ans Herz gewachsen ist.

Ich mag die Idee der Geschichte sehr und bin begeistert, wie viele überraschende Wendungen es hier gibt. Das Buch ist spannend und vielfältig und obwohl manches wie schon erwähnt etwas blass erscheint, liebe ich das Buch und kann es komplett empfehlen. Vor allem das Ende hat es mir angetan, da ich mit so einem Finale nie gerechnet hätte.

Für mich war dieses Buch, trotz minimaler Kritik ein echtes Highlight und so habe ich mich hier für die Höchstwertung entschieden. Ich liebe das Setting, die Idee, die vielen Fantasyelemente und den Schreibstil, aber auch Maia ist mir unglaublich ans Herz gewachsen. Ich hoffe, dass ich nicht zu lange auf die Fortsetzung warten muss und kann dieses Buch wirklich empfehlen.

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