[Rezension] „Zane gegen die Götter- Sturmläufer“ von J. C. Cervantes

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Ravensburger Verlag.

Zane ist eigentlich ein ganz normaler Junge, bis auf das eins seiner Beine kürzer ist als das andere und er deswegen humpelt. Zusammen mit seiner Mutter lebt er in New Mexico, direkt neben einem Vulkan. Seinen Vater kennt er nicht. Als eines Tages ein Flugzeug in den Krater des Vulkans abstürzt, verändert sich sein Leben für immer, erst recht als Brooks in sein Leben tritt und alles, was er bisher über sich geglaubt hat, auf den Kopf stellt.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wusste ich, dass ich es lesen muss, denn ich liebe Rick Riordans Werke und da er dieses Buch empfohlen hat und sogar ein Vorwort verfasst hat, war ich unglaublich gespannt auf Zanes Geschichte. Dieses Buch befasst sich mit der Mythologie der Mayas, was für mich einmal etwas völlig neues war, da ich über diese Mythologie so gut wie gar nichts weiß. Da ich aber generell gerne Bücher lese, die verschiedene Mythologien aufgreifen, konnte mich das Buch direkt fesseln.

Nach und nach lernt man zusammen mit Zane mehr über die Mythologie der Mayas und den Göttern, trifft auf verschiedenste mythologische Wesen und fragt sich, was Zane mit all dem verbindet. Ich muss gestehen, dass ich mich zuerst etwas schwer damit getan habe, bei den ganzen unbekannten Göttern und Begriffen den Überblick zu behalten, aber das legte sich schnell und dann empfand ich die Mythologie der Mayas und wie sie in die moderne Welt adaptiert wurde umso faszinierender.

Zwar hatte ich schon schnell eine Vermutung, wieso Zane wirklich in alles verwickelt wurde, aber dennoch konnte mich das Buch oft überraschen. Es gibt spannende Wendungen und einiges zu entdecken. Es wird spannend und gefährlich und so fühlte ich mich bestens unterhalten. Was mir etwas gefehlt hatte, war der typische Humor, den ich aus Rick Riordans Werken kenne, aber da das Buch nicht von ihm persönlich ist, finde ich das völlig legitim. Das heißt jetzt aber nicht, dass es nicht auch humorvoll ist, nur irgendwie fand ich den Humor hier weniger präsent. Es liest sich generell schon sehr wie ein Buch von Rick Riordan und gerade deswegen mochte ich es sehr, da ich genau so etwas erwartet habe und das meines Wissens nach auch gewollt ist.

Zane und Brooks waren mir direkt sympathisch, gerade weil beide nicht perfekt sind und ihre Fehler haben, aber hier eine tolle Freundschaft entsteht. Zane entwickelt sich hier großartig und auch die Nebenfiguren wissen zu überzeugen. Die Autorin hat ein Händchen dafür vielfältige und teils skurrile Figuren zu erschaffen, die mich unglaublich faszinieren konnten.

Auch der Schreibstil war nach meinem Geschmack. Alles ist sehr atmosphärisch geschrieben und das Buch sprüht nur so vor Emotionen und Einfallsreichtum. Der Plot wird aus Zanes Ich-Perspektive geschildert und zwar so, als ob er das Buch geschrieben hat, da er den Auftrag hatte seine Erlebnisse aufzuschreiben. Diese Darstellung der Geschichte gefiel mir richtig gut.

Das Buch endet in einem spannenden Showdown und eigentlich recht abgeschlossen. Doch ganz am Ende trifft Zane eine Entscheidung, die dazu führt, dass ich am liebsten direkt die Fortsetzung in den Händen halten würde und den zweiten Band gar nicht erwarten kann. Denn durch seine Entscheidung ahnt man schon in welche Richtung der zweite Band gehen wird und ich muss sagen, dass ich mich sehr darauf freue. Alles in allem war dieser Auftakt doch sehr nach meinem Geschmack.

Wer schon einmal ein Buch lesen wollte, dass die Mythologie der Mayas in die heutige Welt adaptiert, sollte sich diesen Auftakt nicht entgehen lassen. Ich mag generell gerne Bücher, die sich mit verschiedenen Mythologien befassen und so war dieses Buch ziemlich genau das Richtige für mich, auch wenn mir der Einstieg in die Welt nicht ganz leicht fiel. Von mir gibt es sehr, sehr gute vier Sterne und eine klare Leseempfehlung.

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