[Rezension] „Herz an Verstand“ von Patricia Renoth

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Anni hätte nie gedacht, dass ihr Freund einmal handgreiflich werden könnte, obwohl es Anzeichen gab. Ohne lange zu überlegen, trennt sie sich von ihm und kehrt wieder nach Hause zurück. Doch sie fühlt sich verloren und einsam. Im Zug trifft sie auf Felix und obwohl sie Felix zuvor nicht kannte, fühlt sie sich bei ihm sicher und geborgen und kann mit ihm über alles reden. Er versteht sie, denn er hat ähnliche traumatische Erlebnisse hinter sich, nur reichen seine viel länger und tiefer zurück. Nach dem Gespräch mit ihm geht es ihr besser und obwohl sie ihn gerne wieder sehen würde, dauert das Wiedersehen noch lange und Anni merkt, dass Felix viel mehr vor ihr verbirgt als sie zuerst dachte. Kann sie ihrem Herzen vertrauen?

Ich lese leider nur selten Bücher von Selfpublishern, aber nachdem mir „Sternenvoll“ von der Autorin unglaublich gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Werk, das sich mit schwierigen Themen wie häuslicher Gewalt befasst. Und auch ihr neues Werk hat mir unglaublich gut gefallen, denn sie schreibt auf eine emotionale und einfühlsame Art und schafft es so auch schwierige Themen überzeugend zu übermitteln. Schon ab der ersten Seite fühlte ich mit Anni und Felix und war ganz verzaubert.

Besonders toll fand ich die inneren Monologe von Annie, bei denen sich das Herz mit dem Verstand unterhält. Das war unglaublich unterhaltsam und beinhaltete so viel Wahrheit. Der Plot wird aus Annis Ich-Perspektive geschildert, was einfach perfekt zu der Geschichte passt.

Zudem gefielen mir die Protagonisten unglaublich gut. Anni ist einfach unglaublich lieb und sie war mir direkt sympathisch. Auch Felix mochte ich sehr, auch wenn er in der Vergangenheit einiges erlebt hat. Beide haben ihre Ecken und Kanten und wirken dadurch sehr realistisch.

Sowieso empfand ich das Buch als sehr realitätsnah und authentisch und zudem tiefgründig. Denn die Autorin befasst sich nicht nur mit Themen wie häuslicher Gewalt und der Liebesgeschichte, sondern auch mit dem Thema Tierschutz, insbesondere der Delfine, die hier in Deutschland in Delfinarien leben und dadurch krank werden. Die Liebesgeschichte entwickelt sich hier sehr langsam und über Jahre, was aber aufgrund der Hintergründe mehr als realistisch ist und gerade deswegen gefällt mir die Geschichte sehr und ich war gespannt darauf, was Felix alles erlebt hat und ob die beiden trotz allem zueinanderfinden. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

Wer nach einem realistischen und tiefgründigen Liebesroman sucht, sollte sich Annis und Felix‘ Geschichte nicht entgehen lassen. Ich kann das Buch jedem ans Herz legen, weil die Autorin mich einmal mehr mit ihrer einfühlsamen Art überzeugen konnte und hier eine besondere Geschichte erschaffen hat.

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