[Rezension] „Im Schatten des Drachen“ von Julie Kagawa

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Heyne Verlag.

Die Halb-Kitsune Yumeko und ihre Freunde sind die Einzigen, die das Kaiserreich Iwagoto noch retten können. Doch dazu müssen sie die Beschwörung eines uralten Drachen verhindern, sich weiteren Dämonen stellen und viele Gefahren überwinden. Die Gefährten haben schon viele Opfer gebracht, aber das Schlimmste steht ihnen noch bevor. Dennoch geben Yumeko und die anderen nicht auf, auch nicht als ein unerwarteter Feind auf der Bildfläche erscheint…

Was habe ich mich auf dieses Finale gefreut… Ich liebe die Idee hinter der Reihe, die japanische Mythologie und die verschiedenen Wesen, die man hier kennenlernt. Dämonen sind hier am häufigsten vertreten und als Halb-Kitsune hatte Yumeko es nie leicht, zumal sie nie etwas über ihre Herkunft erfahren hat. Das ändert sich nun in diesem Finale und ich fand es spannend mehr darüber zu erfahren. Aber nicht nur über Yumekos Herkunft erfährt man mehr. Vieles, was vorher nur angedeutet wurde, wird nun aufgeklärt und dadurch entstehen unglaubliche und überraschende Wendungen.

Doch zu Beginn hatte ich einige Probleme mit dem Buch. Ich hatte das Gefühl, dass es sich nur noch ums Kämpfen dreht und es eine blutige Schlacht nach der nächsten gibt. Dabei wiederholt sich das immergleiche Schema, wodurch ich zwischendurch tatsächlich überlegt hatte, das Buch abzubrechen, doch ich wollte wissen, wie alles endet. Zudem wirkte das Buch teils überladen und sogar etwas übertrieben und dennoch hat es mich ab einem gewissen Punkt so sehr gepackt, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen wollte, was vielleicht auch daran lag, dass mir die Figuren der Reihe unglaublich ans Herz gewachsen sind.

Yumeko hat sich grandios entwickelt und aus dem naiven und eigentlich schwachen Fuchsmädchen ist eine starke, junge Frau geworden, die für ihre Liebsten alles tun würde. Und auch ihre Kameraden finde ich großartig, da sie trotz ihrer vielen Unterschiede unglaublich zusammengewachsen sind und eine Einheit bilden. Hier ist echte Freundschaft und teils sogar Liebe entstanden. Die beiden Liebesgeschichten, die in diesem Finale mehr in den Fokus rücken, gefielen mir sehr, da sie sehr emotional waren.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig. Die Autorin schreibt unglaublich bildgewaltig, atmosphärisch und voller Emotionen, dabei aber leicht und locker und so, dass beim Lesen die Seiten nur so dahinfliegen, was mich auch über die Passagen gerettet hat, die ich beinahe abgebrochen hätte. Der Plot wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektive von Yumeko und Tatsumi geschildert, was mir ebenfalls sehr gefiel.

In diesem Finale passiert unglaublich viel und viele Fragen, die ich im Laufe der Trilogie hatte, wurden hier gelöst. In einem spannenden Showdown endet dann die Reise der ungleichen Freunde und dabei gab es eine Wendung mit der ich so nicht gerechnet hätte. Doch das Buch endet danach noch nicht, es vergeht noch einige Zeit und erst dann endet das Buch und ich muss sagen, dass ich das Ende so wie es ist wirklich schön und passend finde. Ich bin froh diese Trilogie gelesen zu haben und freue mich schon sehr auf weitere Werke der Autorin.

Ein letztes Mal habe ich Yumeko und ihre Freunde auf ihrer Reise begleitet und es fällt mir schwer Abschied zu nehmen. Und obwohl ich das Buch zeitweise abbrechen wollte, hat es mich ab einem gewissen Punkt doch überzeugt und mich für die anfänglichen Probleme mehr als entschädigt. So kann ich diese Trilogie jedem ans Herz legen, der gerne Bücher liest, die sich der japanischen Mythologie bedienen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.