[Rezension] „Töchter der Freiheit“ von Theresa Jeßberger

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim FISCHER Verlag.

Elodea war einst eine Schülerin der Magie und Mitglied der Töchter der Freiheit, die sich Aurenen nennen. Doch nachdem ihre Meisterin Loreba festgenommen wurde, soll sie als Hofdame wieder in die Gesellschaft integriert werden. Glücklich ist sie mit ihrem Leben so nicht. Doch als sie ihre Meisterin noch einmal besuchen darf, bevor diese hingerichtet wird, bekommt sie eine neue Möglichkeit um für das zu kämpfen an das sie glaubt. Denn Obsidia, die Königin von Avendúr, herrscht grausam und absolut willkürlich und muss aufgehalten werden. Doch nur Lyonel, der verschollene und geheimgehaltene Bruder der Königin, kann sie von ihrem Thron stoßen. Avian, der Vorsitzende der Kirche, dagegen versucht alles um seine Familie zu schützen. So befindet sich Elodea auf einmal inmitten von Intrigen, Verrat, Lug und Betrug und muss eine Seite wählen, denn die Rebellen haben mächtige Pläne.

Schon als ich zum ersten Mal das Cover gesehen hatte, wurde ich neugierig. Denn das Buch versprach erstklassige Fantasyunterhaltung. Dementsprechend waren meine Erwartungen hier recht hoch. Zum Glück wurden sie nicht enttäuscht, auch wenn es gedauert hat, bis ich Zugang zu der Geschichte gefunden habe, denn das Buch ist komplex und das in vielerlei Hinsicht. Alleine der Weltenentwurf, die verschiedenen Figuren und der Schreibstil erschienen mir als komplex. Es gibt viele verschachtelte Sätze und der Plot wird aus verschiedenen personalen Erzählperspektiven geschildert. Es hat gedauert bis ich da halbwegs durchgeblickt habe, zumal die Magie und der Weltenentwurf viele Facetten haben und ich zuerst einmal die Zusammenhänge verstehen musste. Die Idee hinter allem gefiel mir aber sehr.

Nachdem mir das gelang, gefiel mir das Buch aber immer besser und besser und ich war komplett gefesselt. Das Buch ist spannend und voller überraschender Wendungen. Zu keiner Zeit wusste ich, was mich als nächstes erwartet. Zudem hat die Autorin ein Händchen dafür vielschichtige und authentische Figuren darzustellen, sodass ich immer mehr von den einzelnen Figuren erfahren wollte, zumal jeder seine Ecken und Kanten hat und sie dadurch nur noch authentischer waren.

Das Buch dreht sich um Rebellion, Kampf und Strategie, aber auch um Familie und dem Herausfinden, was man wirklich möchte und wie man seine Ideale verfolgen kann. In diesem Buch gibt es unglaublich viel zu entdecken und besonders das letzte Drittel des Buches hat es mir angetan, da hier alle angefangenen Handlungsstränge zusammenführen und ein spannendes Finale entsteht. Zudem ist das Buch ein Einzelband und das Ende komplett abgeschlossen, was mal eine gelungene Abwechslung zu all den Reihen ist, die sonst so erscheinen.

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht komplex, aber dennoch oder gerade deswegen definitiv empfehlenswert. Mir hat es unglaublich gut gefallen, denn es war spannend und voller überraschender Wendungen. Zudem ist es ein Einzelband und in sich abgeschlossen, was doch mittlerweile eher selten der Fall ist.

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