[Rezension] „Die Chroniken von Mistle End- Der Greif erwacht“ von Benedict Mirow

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Thienemann Verlag.

Versteckt in den schottischen Bergen liegt Mistle End. Als Cedriks Vater seine Arbeit in einem Museum verliert, verschlägt es Vater und Sohn dorthin. Denn in Mistle End kann Cedriks Vater als Lehrer arbeiten. Dieser Ort ist allerdings anders als Cedrik jemals erwartet hätte und als er in der ersten Nacht einem Greifen begegnet, denkt er zuerst an einen Traum, bis er erfährt, dass er sich einer Prüfung unterziehen muss.

Auf dieses Kinderbuch bin ich alleine schon, wegen dem gelungenen Cover aufmerksam geworden und auch der Klappentext klang vielversprechend. So war ich gespannt auf Cedriks Abenteuer in Mistle End und muss zugeben, dass mich das Buch mehr als begeistert hat, da sich hinter dieser Geschichte so viel mehr verbirgt als ich zunächst gedacht hätte.

Denn hier werden Mythologien und Fabelwesen lebendig und mittendrin befindet sich Cedrik, der bisher ein ziemlich normales Leben geführt hat. Doch mit seiner Ankunft in Mistle Ende ist es damit vorbei. Er war mir von Anfang an sympathisch und ich konnte mich sehr gut in ihn hineinversetzen. Er hat es nicht leicht als er in Mistle End ankommt, obwohl er schnell Freunde findet. Er weiß nicht, wem er trauen kann und als er erfährt, was das Geheimnis seiner Freunde und seiner neuen Heimat ist, ist er zuerst skeptisch. Dadurch wirkt er sehr authentisch. Er macht in diesem Buch eine tolle Entwicklung durch und lernt viel über sich selbst.

Doch auch Freundschaft und Vertrauen sind hier wichtige Themen. Und da gefielen mir besonders die Nebenfiguren Emily und Elliott, über die ich hier jetzt nicht zu viel verraten möchte. Zudem ist das Setting wirklich außergewöhnlich und toll. Ich konnte mir alles bildlich vorstellen und hatte das Gefühl hautnah mit dabei zu sein. Mistle End wirkte von Anfang an magisch auf mich, was sich im Laufe des Buches noch mehr verstärkte. Die Idee dahinter und auch die Umsetzung finde ich absolut gelungen.

Der Schreibstil war ebenfalls nach meinem Geschmack, denn das Buch liest sich leicht und locker und sehr atmosphärisch. Der Plot wird aus der personalen Erzählperspektive von Cedrik geschildert, was wunderbar passt. Man merkt, dass der Autor hier Herzblut reingesteckt hat und das mit jedem einzelnen Wort.

Der Plot ist sehr abwechslungsreich und bietet so einige Überraschungen. Ich empfand das Buch als sehr facettenreich und spannend und erlebte hier ein ganz besonderes magisches Abenteuer, das nicht nur Kinder zu überzeugen weiß. Das Buch endet dann in einem spannenden Finale, das sehr gut zu dem Buch passt. Da es sich hierbei um einen Reihenauftakt handelt, freue ich mich schon sehr auf die Fortsetzung.

Wer nach einem magischen und besonderen Abenteuer sucht, das nicht nur Kinder überzeugen kann, sollte einen Blick nach Mistle End riskieren. Mich konnte dieser Auftakt komplett überzeugen und ich freue mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung.

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