[Rezension] „Immer ist ein verdammt langes Wort“ von Sabine Schoder

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Nach einem schlimmen Unfall, kämpft Rena noch mit den Folgen. Sie hat eine künstliche Hüfte, noch Schmerzen, Gedächtnislücken und ihrer Mutter geht es psychisch immer schlechter. Zusammen ziehen sie in eine neue Wohnung und Rena versucht alles um ihr Leben in den Griff zu bekommen, denn Rena wäre nicht Rena, wenn sie einfach so aufgeben würde. Als Kick auf einmal auf ihrem Balkon landet, hätte sie nie gedacht, dass sie einmal ihr Herz verlieren könnte.

„Immer ist ein verdammt lange Wort“ gehört wohl zu den Büchern, die ich am sehnlichsten erwartet habe, da die Autorin einfach ganz besondere Bücher schreibt und mich mit ihren Werken bisher noch nie enttäuscht hat. Dementsprechend hoch waren meine Erwartungen an dieses Buch. Zum Glück wurde ich aber nicht enttäuscht.

Denn schon der Anfang konnte mich in seinen Bann ziehen. Als Leser lernt man Rena kennen, die nach einem schweren Unfall vier Monate im Koma gelegen hat, mehrfach operiert wurde und immer noch Schmerzen in ihrer künstlichen Hüfte hat. Sie leidet unter Erinnerungslücken und Flashbacks. So erinnert sie sich nicht an den Unfall und was sie an dem Unfallort überhaupt zu suchen hatte.

Seitdem sie denken kann, verhält sich ihrer Mutter anders als andere Mütter, denn sie hat psychische Probleme und Rena musste schon früh erwachsen werden. Sie ist stark und tough und versucht alles um ihrer Mutter zu helfen und unabhängig zu sein. Ich mochte sie direkt und habe mir ihr gefühlt und gelitten. Als Kick in ihr Leben purzelt, verändert sich ihr Leben grundlegend, denn zum ersten Mal baut sie zu einem anderen Menschen eine richtige Beziehung auf und zusammen mit ihm versucht sie ihren Erinnerungslücken auf den Grund zu gehen.

Auch Kick mochte ich direkt, denn er ist unglaublich sympathisch, schlagfertig und hat einen tollen Humor. Er steht Rena zur Seite und ist immer, wenn er kann für sie da. Renas Mutter dagegen hatte mein vollstes Mitgefühl, da ihre psychischen Probleme eindrucksvoll und authentisch geschildert wurden und sie dennoch versucht auf ihre Art für Rena da zu sein.

Der Schreibstil ist gewohnt großartig, voller Emotionen und dabei leicht und locker zu lesen. Besonders die Dialoge konnten mir oft ein Lächeln ins Gesicht zaubern, denn trotz des traurigen Grundthemas und den vielen Problemen in dem Buch, ist das Buch auch voller Hoffnung und Liebe, was mir wirklich sehr gefiel. Der Plot wird überwiegend aus Renas Ich-Perspektive geschildert, was wunderbar zu der Geschichte passt.

Der Plot konnte mich ebenfalls in seinen Bann ziehen und ich wurde oft überrascht, denn hierbei handelt es sich nicht einfach nur um eine Liebesgeschichte und gerade am Ende gibt es einen Plot Twist mit dem ich so nicht gerechnet hätte und der mich sprachlos zurückgelassen hat. Für mich war das Buch ein ganz besonderes Buch und durch das Ende auch irgendwie einzigartig. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

Für mich war Renas und Kicks Geschichte etwas ganz Besonderes, denn ich mochte beide sehr. Der Plot entwickelt sich ganz anders als ich erwartet hätte und gerade deswegen liebe ich das Buch. Es ist nicht einfach nur eine Liebesgeschichte, sondern so viel mehr. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

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