[Rezension] „Magic Tales- Verhext um Mitternacht“ von Stefanie Hasse

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Tristan hat es nicht leicht, denn obwohl jeder in seiner Familie magische Fähigkeiten hat, muss er ohne Magie auskommen und ist den Mobbingattacken seiner Stiefbrüder wehrlos ausgeliefert. Am liebsten würde er alles, was mit Magie zu tun hat, vergessen und ein normales Leben führen. Das ändert sich erst als Ela in sein Leben tritt. Nur hat sie einen geheimen Auftrag und verbirgt wer sie wirklich ist.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, war ich absolut begeistert, denn ich liebe Märchenadaptionen und da hier Hexen im Mittelpunkt stehen, war ich doppelt neugierig. Zudem sind hier die typischen Rollen vertauscht. Denn Tristan übernimmt hier die Rolle des typischen Aschenputtels und Ela die Rolle der Prinzessin und gleichzeitig der guten Fee, was eine gelungene Abwechslung zu sonstigen Märchenadaptionen ist. Dabei hat die Autorin trotz der Parallelen zum Märchen, aber auch etwas völlig eigenes erschaffen, was mir wirklich gut gefiel.

Zudem ist das Setting wirklich gelungen. Denn die Hexen leben versteckt zwischen den Menschen und nur Menschen, die von der Magie wissen, können überhaupt verzaubert werden. Es gibt märchenhafte Beschreibungen wunderschöner Bälle und starker Magie, aber auch alltägliche Beschreibungen von Tristans Schulalltag. Diese Kombination empfand ich als sehr erfrischend. Zudem ist die Art, wie hier Magie gewirkt wird unglaublich faszinierend. Besonders interessant fand ich die Darstellung der Dunkelhexen, die hier für einige Unruhe sorgen.

Tristan ist ein Protagonist, den man einfach mögen muss, denn er ist unglaublich sympathisch und obwohl er schon einiges mitgemacht hat, ist er ein lieber Kerl. Er hilft Ela, wo er nur kann, ohne zu wissen, wer sie wirklich ist. Auch Ela mochte ich sehr. Sie hat die letzten Jahren versteckt gelebt und als sie an Tristans Schule kommen darf, um einen Auftrag zu erfüllen, fällt ihr das zunächst nicht leicht, weil sie einen sehr sensiblen Geruchssinn hat. Doch sie findet schnell Freunde und Verbündete. Auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen, egal ob es Freunde oder Feinde sind, weil sie authentisch dargestellt wurden.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und sehr atmosphärisch. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Ela und Tristan geschildert, was wunderbar zu der Geschichte passt. Zwar ist der Plot etwas klischeehaft und manche Dinge konnte ich mir recht früh denken, aber dennoch konnte mich das Buch komplett in seinen Bann ziehen. Ich empfand es als spannend und die Liebesgeschichte als wunderschön. Das Ende bietet einen stimmigen Abschluss und ich bin schon jetzt gespannt auf weitere Bände der Reihe.

Auch, wenn das Buch teils sehr klischeehaft ist und ich mir manches schon sehr früh denken konnte, war diese Märchenadaption dennoch ein Highlight für mich. Ich mochte die Darstellung der Magie, aber auch die Liebesgeschichte sehr. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.