[Rezension] „Luftschlösser sind schwer zu knacken“ von Antje Leser

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Magellan Verlag.

Als sich Jonas und Nika zum ersten Mal begegnen, hinterlässt Nika einen bleibenden Eindruck. Denn Jonas erwischt Nika dabei, wie sie bei ihm einbricht. Für Nika gehört es zum Alltag in fremde Wohnungen einzusteigen, denn sie gehört zu einem Familienclan und wurde schon früh darin ausgebildet Verbrechen zu begehen. Liefert sie nicht, droht ihr ein noch weitaus schlimmeres Schicksal. Doch Jonas und Nika begegnen sich erneut und Jonas zeigt ihr, dass das Leben noch viel mehr zu bieten hat. Doch so einfach kann Nika den Clan nicht verlassen und auf einmal schweben beide in größter Gefahr.

Schon als ich das Buch zum ersten Mal gesehen hatte, wurde ich neugierig, zumal das Cover einfach traumhaft ist. Allerdings muss ich sagen, dass ich etwas andere Erwartungen an das Buch hatte, denn trotz des Klappentextes hatte ich nicht damit gerechnet, wie stark das Thema Bandenkriminalität das Buch dominiert. Es ist ein Thema, das es in sich hat und einen auch nach dem Buch noch lange beschäftigt und ich muss sagen, dass ich die Umsetzung wirklich gelungen fand.

So ist das Buch alles andere als eine süße, leichte Liebesgeschichte und hat überraschend viel Tiefgang. Zwar bekommt auch die Liebesgeschichte hier einiges an Raum, aber sie ist einfach anders als ich erwartet hätte, was aber nicht schlecht ist, sondern eher im Gegenteil. Ich fand es gut, dass mich das Buch insgesamt so überraschen konnte.

Zudem mochte ich die Figuren unglaublich gerne, denn Nika ist Täterin und Opfer zugleich und ich konnte gar nicht anders als mit ihr zu fühlen. Sie hat in ihren jungen Jahren einiges durchmachen müssen und dennoch ist sie dank Jonas stark genug etwas zu verändern. Und Jonas muss man einfach mögen. Obwohl er ein unbeschwertes Leben geführt hat, versucht er alles um Nika zu helfen und ist so gut er kann für sie da.

Der Schreibstil passt sehr gut zum Buch, denn die Autorin schreibt sehr eindringlich und emotional, dabei leicht und locker. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Jonas und Nika geschildert, was mir ebenfalls sehr gefiel.

Auch das Ende war anders als ich erwartet hätte, aber so voller Hoffnung, dass es das Buch perfekt abschließt, ohne unrealistisch zu sein. Sowieso empfand ich das Buch als sehr authentisch und kann es definitiv empfehlen. Es ist zwar keine leichte Kost, befasst sich aber mit einem Thema, was sonst oft totgeschwiegen wird, aber auch in der heutigen Zeit noch vorkommt.

Dieses Buch war ganz anders als ich zuvor erwartet hatte, aber gerade deswegen gefiel es mir sehr. Es befasst sich mit einem schwierigem Thema, aber das auf eine sehr authentische Art. Zudem mochte ich die Protagonisten sehr und kann das Buch definitiv empfehlen.

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