[Rezension] „Blue Sky Black- Ohne Dunkelheit keine Sterne“ von Johanna Danninger

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Von jetzt auf gleich ändert sich Milas Leben für immer. Lange hat sie die Naturkatastrophen auf der ganzen Welt ignoriert, bis es fast zu spät ist. Sie überlebt gerade so und schlägt sich seitdem in Kanada durch. Nichts ist mehr wie zuvor und als sie fast die Hoffnung verliert, tritt ein Fremder in ihr Leben. Er könnte alles verändern, doch er ist nicht der, der er vorgibt zu sein…

Da ich Dystopien schon immer gerne gelesen habe und Naturkatastrophen zur Zeit ein sehr beliebtes Thema sind, war ich sehr gespannt auf die Umsetzung von „Blue Sky Black- Ohne Dunkelheit keine Sterne“. Das Thema ist einfach hochaktuell und bietet so viel Potenzial. Das Buch beginnt dann auch sehr spektakulär. Als Leser begleitet man Mila, die mit ihrer Familie vor einer Naturkatastrophe flieht, doch leider sind sie zu spät dran. Doch nicht nur Milas Geschichte bekommt man hier geschildert. Es folgen noch weitere Perspektiven, die eindrucksvoll die Entstehung der dystopischen Welt des Buches zeigen.

Danach gibt es einen Zeitsprung von zwei Jahren und man erfährt, wie es Mila ergangen ist und wie die restlichen Menschen überlebt haben. Auch die gesellschaftliche Struktur und die durch die Katastrophen entstandene Regierung wird hier erläutert. Alles wird eindrucksvoll und beeindruckend geschildert und man merkt, dass sich die Autorin wirklich Gedanken gemacht hat. Zudem gab es so einige schockierende Wendungen, mit denen ich so nicht gerechnet hätte und die dafür gesorgt haben, dass mir das Buch insgesamt recht gut gefallen hat.

Doch der Mittelteil war recht zäh und es kam wenig Spannung auf. Auch wurden viele Probleme meiner Meinung nach zu schnell gelöst. Zudem hatte ich Probleme mich in die Figuren hineinzuversetzen. Sie erschienen mir recht blass dargestellt und es fehlte mir die Tiefe, dabei habe ich zu Beginn noch mit Mila mitgefiebert und mit ihr gefühlt, aber im Laufe der Handlung handelt sie komplett abwegig und erst nach und nach bessert sich das. Auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht so recht überzeugen, da ich das Gefühl hatte, dass sie von jetzt auf gleich da war. Meiner Meinung nach wollte die Autorin hier zu viel in ein Buch packen, ohne sich Zeit für alles zu nehmen, was echt schade ist.

Denn die Grundidee, den Weltenentwurf und die Enthüllungen in dem Buch mochte ich sehr. Zudem ist der Schreibstil wirklich gelungen. Ich konnte mir alles bildhaft vorstellen und bis auf die zähen Passagen, empfand ich das Buch als sehr fesselnd. Spannend fand ich, dass es hier diverse Perspektivwechsel gibt, die ein stimmiges Ganzes ergeben. So ist der rote Faden durchweg spürbar.

Das Ende empfand ich als sehr passend und dennoch finde ich, dass hier viel Potenzial verschenkt wurde. Einerseits mochte ich das Buch, andererseits hat mich dann doch zu viel daran gestört um hier mehr als drei Sterne zu vergeben. Dennoch denke ich, dass das Buch viele Leser begeistern könnte, denn vor allem die Grundidee ist absolut genial.

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut und auch, wenn ich es recht gut gefunden habe und es spektakulär beginnt, wurde hier doch meiner Meinung nach Potenzial verschenkt. Den Mittelteil empfand ich als recht zäh und viele Probleme wurden zu leicht gelöst. Dafür gefiel mir die Grundidee sehr. Leider hat es hier nur für eine mittelmäßige Bewertung gereicht, auch wenn ich denke, dass das Buch andere Leser durchaus begeistern könnte. Vielleicht habe ich auch einfach zu viele Dystopien gelesen.

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