[Rezension] „Die Worte des Windes“ von Mechthild Gläser

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Die 16-jährige Robin versteckt sich unter den Menschen, denn sie hat einen schrecklichen Fehler begangen und wird von ihrer eigenen Familie gejagt. Doch sie vermisst ihr Leben als Wetterhexe und ihre Heimat am Meeresboden. Als auf einmal Donnerdrachen in der Küstenstadt auftauchen, in der Robin Unterschlupf gefunden hat, zögert sie nicht lange und bekämpft diese. Dabei trifft sie auf den Sturmjäger Aaron, der ihre Hilfe braucht. Robin muss sich entscheiden, ob sie ihm hilft, oder wieder in der Versenkung verschwindet.

Mechthild Gläser gehört zu den Autoren, von denen ich jedes Buch lese, da ich ihre zauberhaften Geschichten bisher sehr mochte. Auch ihr neuestes Buch klang nach meinem Geschmack und schon nach wenigen Seiten war ich völlig gefesselt. Ich finde die Idee der Wetterhexen, wie sie leben und wie ihre Magie wirkt unglaublich faszinierend. Allerdings hätte ich mir hier etwas mehr Details gewünscht, da für meinen Geschmack vieles zu kurz angeschnitten wurde.

Dagegen fand ich die Donnerdrachen absolut genial. In diese Fantasygeschichte wurde das Thema Klimawandel eingebaut und zwar mal erfrischend anders im Vergleich zu anderen Büchern, die sich mit dem Thema befassen. Die Geschichte ist definitiv originell und so etwas mag ich.

Zudem war mir Robin direkt sympathisch. Sie schlägt sich schon so lange alleine in der Menschenwelt durch und das nur weil sie das Richtige tun wollte und damit einen großen Fehler begangen hat. Dennoch verspürt die den Drang anderen zu helfen, was sie einfach sehr sympathisch macht. Sie hat zwar auch ihre Macken und Fehler, aber dadurch wurde sie nur noch liebenswerter und authentischer. Auch Aaron mochte ich und wie zu erwarten war, entsteht hier eine zarte Liebesgeschichte, die wunderbar zum Rest passt. Die Nebenfiguren blieben für meinen Geschmack etwas zu blass dargestellt, aber ich fand es gut, dass man nicht direkt sagen konnte, wer „gut“ und wer „böse“ ist, weil es ganz viel dazwischen gibt.

Der Schreibstil ist gewohnt toll zu lesen. Die Autorin schreibt leicht und locker und dabei unglaublich atmosphärisch und emotional. Die Seiten flogen beim Lesen nur so an mir vorbei. Zudem wird der Plot aus Robins Ich-Perspektive geschildert, was wunderbar zu dem Buch passt.

Der Plot hält so einige Überraschungen parat und so wird es nicht langweilig, auch wenn manches doch vorhersehbar war. Dennoch empfand ich das Buch als spannend und unterhaltsam und die Idee war einfach nach meinem Geschmack. Besonders das Ende hat es mir angetan, weil es unglaublich kreativ ist und das Buch perfekt abrundet. Zudem konnte mich das Ende ein Stück weit überraschen.

Wieder einmal konnte mich die Autorin von einem ihrer Bücher überzeugen, auch wenn es meiner Meinung nach nicht perfekt war. Hier mochte ich besonders die Idee und die originelle Umsetzung des Klimawandels, sowie den Schreibstil und Robin als Protagonistin. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.