[Rezension] „Don’t LOVE me“ von Lena Kiefer

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim cbj Verlag.

Kenzie hatte große Pläne für ihr Design-Praktikum. Als diese jedoch ins Wasser fallen, ist sie nicht begeistert dieses Praktikum in den schottischen Highlands absolvieren zu müssen, zumal sie ihre Familie nicht alleine lassen möchte. Doch der Auftrag bei dem sie mitarbeiten soll, weckt dann doch ihr Interesse, da es sich dabei um einen Auftrag einer Luxushotelkette handelt. Als sie dann auch noch auf Lyall trifft, scheint ihr Aufenthalt dort noch interessanter zu werden. Doch jeder warnt sie vor Lyall und er verhält sich widersprüchlich. Dennoch kann sie nicht leugnen, dass sie sich zu ihm hingezogen fühlt…

Ich muss gestehen, ich lese immer noch nur wenige Bücher des New Adult Genres, da die Bücher mich oft enttäuschen. Aber da die Autorin mich mit ihren Werken bisher bestens unterhalten konnte, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen und ich bin froh, dass ich mich dazu entschlossen habe. Denn für mich war Kenzies und Lyalls Geschichte definitiv ein Highlight.

Schon das Setting war nach meinem Geschmack, da Schottland schon immer einen besonderen Reiz auf mich ausgeübt hat. Zudem finde ich Kenzies Art dort zu leben unglaublich toll, weil sie einen eigenen Camper hat, den sie selbst umgebaut hat und der einfach unglaublich gemütlich klingt. Sowieso hat sie ein unglaubliches Design-Talent, das mich immer wieder begeistern konnte. Toll finde ich auch, dass die Protagonisten hier ein Studium absolvieren oder absolvieren wollen, das mal etwas anderes ist als ich es aus anderen Büchern kenne.

Kenzie war mir von Anfang an sympathisch. Da ihre Mutter gestorben ist, hat sie schon früh viel Verantwortung übernehmen müssen. Sie kümmert sich um ihre jüngeren Schwestern und hilft auch ihrem Vater wo sie nur kann. Gerade deshalb fällt es ihr schwer nach Schottland zu gehen und nicht mehr ihre Familie ihr Leben bestimmen zu lassen. Doch ihre Familie gibt ihr Rückendeckung und überredet sie das Praktikum anzunehmen. So ist das Thema Familie hier unglaublich wichtig und das gefiel mir.

Auch Lyalls Familie ist hier ein wichtiges Thema, aber sie ist ganz anders als Kenzies, nicht nur weil sie reich ist. Denn in seiner Familie herrschen Stränge regeln und alles andere als ein liebevoller Umgang. Und da Lyall in der Vergangenheit einen großen Fehler begangen hat, muss er sich bewähren und deshalb darf er Kenzie auf keinen Fall näher kommen. Sein innerer Zweispalt war dabei großartig dargestellt. Und auch die Nebenfiguren konnten mich allesamt überzeugen.

Der Schreibstil der Autorin gefiel mir ebenfalls, da sie sehr atmosphärisch und emotional, aber auch mit viel Witz und schlagfertigen Dialogen schreibt. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Kenzie und Lyall geschildert, sodass ich mich wunderbar in die beiden hineinversetzen konnte.

Der Plot konnte mich komplett in seinen Bann ziehen und über allem schwebte Lyalls Geheimnis, das hier zum Teil gelöst wird, aber ich denke, dass dahinter noch viel mehr steckt. So bin ich gespannt auf die Enthüllungen in der Fortsetzung. Ich habe hier eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgemacht und dank des Cliffhangers am Ende kann ich den zweiten Band gar nicht erwarten.

Für mich war dieser Auftaktband ein echtes Highlight und das obwohl ich nur wenige New Adult Bücher lesen. Ich mochte besonders das Setting, aber auch die Protagonisten und der Schreibstil waren nach meinem Geschmack. Nur der Cliffhanger am Ende war ziemlich fies, sodass ich nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung warte.

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