[Hörbuch-Rezension von Dominik] „Skulduggery Pleasant 13- Untotenland“ von Derek Landy

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Skulduggery und Walküre stellen sich der Bedrohung, die noch immer durch das Leibniz-Universum gegeben ist: Mevolent! Zusammen mit einem neuen Team an „toten Männern“ reisen sie in die zuvor bereits besuchte Welt, in der der Tyrann noch immer an der Macht ist um ihn ein für alle Mal aufzuhalten. Natürlich läuft auch diese Mission nicht ganz wie erwartet und aus einer überschaubaren Mission wird eine große Tortour.

Die Geschichte steigt ohne große Umschweife oder Rückblicke direkt spannend ein und zieht sich dieses Mal über einen deutlich längeren Zeitraum als bei den vorigen Bänden – im englischen ist der Titel nicht umsonst „Seasons of war“. Und das ist auch ein großer Punkt: es geht hauptsächlich um Kämpfe und das Erfüllen der vorab definierten Mission. Verloren geht dabei die Detektivarbeit und die besondere Beziehung zwischen Skulduggery und Walküre. Aber dafür gibt es Zombies. Richtige Zombies, wie man sie sonst aus Filmen kennt und nicht sympathisch-trottelige Scapegrace-Verschnitte.

Nebenbei springt die Geschichte zwischendurch oft rüber in die bekannte Dimension um weiter von Omen und seiner Rolle als Bruder des Auserwählten weiter zu erzählen. Beide Geschichten sind spannend und leben von den mitlerweile lieb gewonnenen Charakteren (ich denke dabei an Omen, der anfangs eher nervte). Ohnehin macht Omen in diesem Band von allen Charakteren noch die beste Entwicklung durch.

Was mich dann aber etwas enttäuschte war das Ende:

Es werden einige alte Handlungsstränge noch einmal aufgenommen, teilweise beendet, teilweise kommt es aber wie zu schnell abgehakt vor und wichtige Fragen (ich sag nur „Lord Vile“ – mehr kann ich leider nicht sagen ohne zu spoilern) werden gar nicht weiter ausgeführt oder erklärt. Auch andere Fragen aus dem vorigen Band gehen leider ebenfalls einfach unter oder scheinen nicht mehr so wichtig zu sein.

Alles endet in einem spannenden Finale … und dann geht es doch noch weiter und ein zweites, weniger spannendes Finale dämpft doch ein wenig die Stimmung.

Ich habe leider das Gefühl, dass sich Derek Landy da zu sehr in einer zu groß angelegten Reihe verrennt, vielleicht sogar ohne einen Plan fürs große Ganze zu haben.

Wer natürlich wieder punktet ist Rainer Strecker. Er bringt wie üblich die Charaktere super rüber und haucht dem Buch Leben ein, wie es kaum ein Zweiter könnte. (Umso mehr freut es mich mitlerweile, wenn ich ihn zum Teil bereits in Hörspielen meines Sohnes höre). Ein super Sprecher, der auch hier wieder nicht enttäuscht.

Ich bin zwar noch immer kein Fan der „neuen“ Teile (Teil 9 wäre ein gutes Ende gewesen), aber nach „Mitternacht“ geht es nun auch hier in eine deutlich bessere Richtung. Anfang und Mitte machen wirklich Spaß zu hören, wenn auch das Ende ein paar Makel hat (siehe oben). Volle 5 Punkte gebe ich ja eh nur, wenn mich ein Buch besonders positiv überrascht und eine ganz klare Kaufempfehlung von mir bekommt, „Untotenland“ schafft es aber immerhin auf gute 4 von 5. Für Fans der Reihe sowieso ein Muss, aber als 13. Band nun natürlich auch keine direkte Empfehlung an jene, die mit der Serie noch keine Berührungspunkte hatten.

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