[Rezension] „The Prom“ von Saundra Mitchell

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Heyne Verlag.

Emma hat es nicht leicht, denn sie lebt in Edgewater in Indiana und da sie homosexuell ist, wird ihr das Leben dort oft schwer gemacht. Dennoch wünscht sie sich nichts mehr als mit ihrer großen Liebe Alyssa auf den Abschlussball zu gehen. Doch in Edgewater gleicht soetwas einem Skandal und Emma und Alyssa werden etliche Steine in den Weg gelegt. Als zwei Broadway-Stars aus New York von der ganzen Sache Wind bekommen, zögern sie nicht lange und unterstützen Emma, wo sie nur können. Von jetzt auf gleich befindet sich Emma im Mittelpunkt des nationalen Medienspektakels, was die Liebe von Emma und Alyssa auf eine harte Probe stellt, zumal Alyssa sich noch nicht geoutet hat.

Soweit ich weiß basiert dieses Buch auf einem Musical und obwohl ich bisher nichts von dem Musical gehört hatte, konnte dieses Buch meine Neugierde wecken. Denn das Thema Homosexualität finde ich einfach sehr wichtig, da es immer noch genug Menschen gibt, die nicht akzeptieren können, das es viele Menschen gibt, die homosexuell sind und diese Intoleranz regt mich jedes Mal wieder auf. Emma und Alyssa haben es da besondes schwer, da sie in einem mehr als konservativen, kleinen Städtchen leben.

Als Emma sich geoutet hat, musste sie so einiges mitmachen, weswegen ich mich nicht gewundert habe, dass Alyssa zögert Emma beizustehen und zu zeigen, dass die beiden ein Paar sind. Emma wurde von ihren eigenen Eltern vor die Tür gesetzt und lebt seitdem bei ihrer Großmutter. In der Schule wurde sie gehänselt und gemieden. Mit der Zeit pendelte sich ihr Leben wieder ein, aber als sie mit ihrer Freundin auf den Abschlussball gehen möchte und ausgerechnet Alyssas Mutter das erfährt, setzt diese alles daran Emmas Teilnahme an dem Ball zu verhindern.

Ich mochte Emma sehr gerne, denn obwohl sie so viel leiden muss, bleibt sie stark und hält auch zu Alyssa, obwohl diese sie oft im Stich lässt. Doch auch Alyssa mochte ich, da ich verstehen konnte, wieso sie sich nicht traut für Emma öffentlich da zu sein. Sie ist sehr sanft und lieb, aber ihr fehlt der Mut ehrlich zu ihrer Mutter zu sein. Die beiden Broadway-Stars, die schließlich auf der Bildfläche erscheinen, empfand ich als etwas anstrengend und obwohl sie es gut meinen, richten sie oft mehr Unheil an, als das sie helfen.

Der Schreibstil ist leicht und locker gehalten und passt perfekt zu dieser Highschool-/Teenagergeschichte. Der Plot wird hauptsächlich aus der Ich-Perspektvie von Emma und Alyssa geschildert. Zwischendurch gibt es aber auch Interviews und Zeitungsartikel, der Broadway-Stars. Durch die gewählte Ich-Perspektive konnte ich mich wunderbar in die Protagonisten hineinversetzen und so fiel es mir nicht schwer ihre Emotionen nachzuvollziehen.

Der Plot kommt ohne große Überraschungen aus und erzählt eher sanft eine tolle Liebesgeschichte, mit typischen, aber auch untypischen Teenagerproblemen. Emma möchte einfach nur dazugehören, ohne jemand anderes zu sein und ich glaube den Wunsch kennen viele Teenager. Nur das Ende war nicht nach meinem Geschmack, weil es einfach unglaublich übertrieben und unrealistisch war, auch wenn es zu einem Musical passt.

Alles in allem habe ich Emmas und Alyssas Geschichte sehr gerne gelesen. Homosexualität ist immer noch ein wichtiges Thema und ich mochte diese sanfte Liebesgeschichte sehr, auch wenn mir das Ende nicht gefiel. Dennoch empfehle ich das Buch jedem, der gerne solche Liebesgeschichten liest.

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