[Rezension] „Fräulein Kniffkes geheime Heldenschule- Stinkesocken auf 12 Uhr“ von Lena Havek

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Arthur hat es wirklich nicht leicht, denn nicht nur, dass sich seine Eltern getrennt haben und er umziehen musste. Nun zwingt ihn seine Mutter auch noch am Blockflötenunterricht in einer alten Villa teilzunehmen. Doch kaum lässt ihn seine Mutter dort alleine, kommt die Wahrheit ans Licht. Denn die Blockflötenlehrerin Fräulein Kniffke bildet in der Villa Kinder zu Helden aus und die Blockflötenschule ist eine Tarnung. Kaum erfährt Arthur die Wahrheit befindet er sich auch schon zusammen mit Maxi und Tim mitten in seinem ersten Abenteuer und versucht einer Sockensuchmaschine, die nicht das macht, was sie eigentlich machen sollte, das Handwerk zu legen.

Mein Sohn ist ein riesiger Superheldenfan und so wollte er dieses Buch unbedingt lesen. Also begleitete uns das Buch über viele schöne Vorlesestunden. Die Idee der Blockflötenschule und wie die Kinder ausgebildet werden gefiel uns sehr. Dabei stehen spezielle Blockflöten im Vordergrund, die das eigentlich recht langweilige Instrument richtig spannend machen. Denn die Blockföten haben viele versteckte Funktionen. Sowieso ist die Ausrüstung der Heldenschüler sehr innovativ und auch der Gegner der kleinen Helden ist mal etwas anderes. Denn es handelt sich dabei um eine Maschine, die sich selbstständig macht.

Besonders toll finde ich die Entwicklung der Figuren. Maxi, Tim und Arthur haben alle ihr Päckchen zu tragen und ihre Geschichte und auch Fräulein Kniffke wurde toll dargestellt. Denn sie hat ihre Gründe die Kinder auszubilden und diese konnte ich definitiv nachvollziehen. Arthur ist zu Beginn noch sehr zögerlich und muss erst seinen Platz in der Heldentruppe finden, doch er wächst über sich hinaus und wird mutig. So macht dieses Buch ganz nebenbei Mut und zeigt, dass in jedem Kind ein Held stecken kann.

Was mir dagegen nicht ganz so gefallen hat, war die Beziehung zwischen Arthur und seiner Mutter. Sie behandelte ihn recht unfair und schien wenig Verständnis für ihn zu haben. Mir fehlte hier die Liebe zwischen einer Mutter und ihrem Kind, gerade weil Arthur es nach der Trennung nicht einfach hatte. Natürlich hatte es auch seine Mutter nicht leicht, aber mir hat hier definitiv etwas gefehlt.

Dafür war der Plot unterhaltsam, vielleicht etwas schräg, aber auch humorvoll, was durch den gelungenen Schreibstil noch ergänzt wurde. Allerdings gibt es einige Begriffe, die meiner Meinung nach für die gedachte Altersgruppe und wenn die Kinder das Buch alleine lesen etwas schwer sind, wie z.B. Homöopathie und Wettbewerbsmentalität. Dennoch fühlten wir uns hier wunderbar unterhalten und mir gefiel besonders, dass es sich hierbei um ein mutmachendes Kinderbuch handelt.

Dieses Kinderbuch ist etwas schräg, aber auch spannend und sehr humorvoll. Mein Sohn hat es geliebt und mir gefällt besonders, dass es sich hierbei um ein mutmachendes Kinderbuch mit einer außergewöhnlichen Geschichte handelt. Von uns gibt es definitiv eine Leseempfehlung, auch wenn ich zwei Kritikpunkte hatte.

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