[Rezension] „Das Haus der tausend Räume“ von Diana Wynne Jones

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Als Charmain Baker das Haus ihres Großonkels William hüten soll, der wegen einer Krankheit von den Elfen abgeholt wird, ahnt sie nicht, was dabei auf sie zukommt. Nicht nur, dass sie keine Ahnung hat, wie man einen Haushalt führt, sie hat auch keinerlei Erfahrung mit Magie. Da ihr Großonkel aber ein Zauberer ist und in einem ganz besonderen Haus wohnt, ist sie schnell überfordert. Kurze Zeit später bekommt sie eine Aushilfsstelle in der königlichen Bibliothek und wird zu allem Überfluss auch noch in die Machenschaften von dem Zauberer Howl und  Sophie hineingezogen und erlebt so weit mehr Magie als jemals zuvor.

Da ich die bisherigen Bände der Howl-Saga sehr mochte und mich auf ein Wiedersehen mit Howl, Sophie und Calficer gefreut hatte, war ich sehr gespannt auf diese Fortsetzung. Man kann diesen dritten Band zwar auch lesen, wenn man die beiden vorherigen Bände nicht kennt, da hier Charmain im Fokus steht, aber es gibt doch die eine oder andere Anspielung auf die ersten zwei Bände, sodass es meiner Meinung nach schöner ist, wenn man die Bücher wirklich in der richtigen Reihenfolge liest.

Allerdings muss ich sagen, dass Charmain mir das Lesen nicht leicht gemacht hat. Nicht nur, dass sie überbehütet aufgewachsen ist, sehr naiv daherkommt und eigentlich nur Lesen und Essen möchte. Sie ist auch einfach eine anstrengende Protagonistin, die alles besser weiß, obwohl sie eigentlich nichts weiß und einfach anstrengend ist. Sie nimmt ihre Aufgaben nicht ernst und war mir unglaublich unsympathisch. Das legt sich erst mit der Zeit etwas. Dagegen fand ich die anderen Figuren, allen voran Peter, der Lehrling ihres Großonkels, aber großartig.

Der Plot ist definitiv interessant und ich fand es spannend zusammen mit Charmain herauszufinden, wie das Haus ihres Großonkels funktioniert und welche Geheimnisse sich darin verbergen. Auch die Geschehnisse rund um Howl und Sophie fand ich spannend und so kommt keine Langeweile auf. Zudem mag ich die Ideen und den Schreibstil der Autorin einfach unglaublich gerne, weswegen ich froh bin, diese Reihe gelesen zu haben. Die Howl-Saga ist märchenhaft, voller Emotionen und sehr humorvoll und das Ende dieser Fortsetzung absolut gelungen.

Alles in allem mag ich die Howl-Saga sehr, denn sie ist märchenhaft und voller toller Ideen. Zwar wurde ich hier mit der Protagonistin nicht ganz warm, aber dennoch gefiel mir auch der dritte Band sehr, zumal der Plot sehr interessant war. Wer gerne Fantasy liest, sollte hier meiner Meinung nach definitiv mal einen Blick riskieren.

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