[Rezension] „Tale of Magic- Die Legende der Magie 1: Eine geheime Akademie“ von Chris Colfer

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Brystal Evergreen wünscht sich so viel mehr im Leben als ihr vorherbestimmt ist. Denn Frauen ist es in ihrer Heimat, dem Südlichen Königreich, verboten zu lesen. Als sie eines Tages auf ein verbotenes Buch stößt, findet sie heraus, dass sie magische Fähigkeiten besitzt, was in ihrer Heimat allerdings ebenfalls verboten ist. So ändert sich ihr Leben für immer und schließlich landet sie auf einer geheimen Akademie, wo sie in Magie ausgebildet wird. Doch leider gibt es nicht nur gute Magie und so muss sich Brystal bald einer bösen Hexen stellen.

Da ich die „Land of Stories“-Reihe des Autors geliebt habe, war ich sehr gespannt auf seine neue magische Reihe. Dieses Mal spielt die Geschichte nicht in der Märchenwelt, obwohl sich das Setting beim Lesen sehr ähnlich anfühlte. Es gibt vier Königreiche, das Nördliche, das Westliche, das Östliche und das Südliche Königreich und zusätzlich den Dazwischenwald, in dem all die Wesen leben, die aus den Königreichen verbannt wurden. Denn Magie und magische Geschöpfe sind in allen Königreichen verboten.

Madame Weatherberry hat es sich zur Aufgabe gemacht, dass Magie wieder akzeptiert wird und gründet dafür eine geheime Akademie auf der sie junge Mädchen in Magie ausbildet. Diese befindet sich im Dazwischenwald und als Brystal dort landet, glaubt sie ihren Augen kaum. Denn die Akademie und der Ort an dem sie steht, ist einfach märchenhaft und es leben magische Geschöpfe dort. Die Beschreibungen des Autors waren dabei so lebhaft, dass ich das Gefühle hatte hautnah dabei zu sein.

Brystal gefiel mir als Protagonistin sehr, auch wenn ich das Gefühl hatte, dass sie viel älter als vierzehn ist. Obwohl ihr Leben bisher nicht so lief, wie sie es gerne wollte, hat sie stets ihren Bruder unterstützt und auch auf der Akademie unterstützt sie jeden und geht unvoreingenommen auf die Menschen zu. Dadurch ist sie unglaublich symathisch. Außerdem stellt sie sich jeder Herausforderung. Doch auch die anderen Figuren und die Magie der verschiedenen Kinder auf der Akademie konnten mich begeistern.

Sowieso bin ich begeistert davon, was für tolle Ideen der Autor hat. Er hat hier eine ganz besondere Welt, voller spannender Geschöpfe und Magie erschaffen und es gibt so einige unglaubliche Wendungen. Die Darstellung der einzelnen Königreiche und dass es hier Feen und Hexen gibt, fand ich faszinierend, was durch den märchenhaften und bildhaften Schreibstil noch ergänzt wurde. Der Plot wird aus Brystals personaler Erzählperspektive geschildert.

Allerdings muss ich sagen, dass mir die „Land of Stories“-Reihe etwas besser gefallen hat und „Tale of Magic“ etwas langatmig beginnt, was zwar wichtig ist um einen Einstieg in die Welt zu bekommen, aber irgendwie dauerte es bis mich das Buch komplett in seinen Bann ziehen konnte. Das änderte sich dann nach und nach und mir gefiel besonders, dass es hier kein eindeutiges „Gut“ und „Böse“ gibt, sondern so viel mehr. Zum Schluss gibt es einen spannende Showdown und ich freue mich schon jetzt sehr auf die Fortsetzung.

Wieder einmal hat der Autor gezeigt, was für tolle Ideen er hat und so erschuf er hier eine märchenhafte Welt. Zwar empfand ich den Beginn als etwas langatmig, aber dennoch bin ich absolut begeistert von dem Schreibstil, den Figuren und der Magie des Buches. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.

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