[Rezension] „Zweiunddieselbe- Das vergessene Leben der Jenna Fox“ von Mary E. Pearson

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Fischer Verlag.

Als Jenna aus dem Koma erwacht, geht es ihr körperlich gut, aber sie fühlt sich nicht wie sie selbst. Ist sie wirklich dieses Mädchen, dass ihre Mutter in ihr sieht und wieso erinnert sie sich dann nicht an ihre Vergangenheit? Jenna begibt sich auf die Suche nach Antworten, doch was sie dabei erfährt, verändert ihr Leben für immer. Denn als Jenna einen schlimmen Unfall hatte, haben ihre Eltern alles unternommen um sie zu retten und haben dabei jegliche Grenzen überschritten…

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuauflage und da ich Jennas Geschichte bisher nicht kannte, war ich sehr gespannt darauf, denn der Klappentext klang sehr vielversprechend. Schon nach wenigen Seiten war ich dann absolut gefesselt, weil ich gar nicht anders konnte als mit Jenna zu fühlen. Nach ihrem Koma wacht sie in einer völlig neuen Umgebung auf, erinnert sich nicht an ihr bisheriges Leben und muss erst mal wieder lernen wie es ist zu leben, zu lachen und sie selbst zu sein. Dennoch fühlt sich sich nicht wie das Mädchen, dass sie auf den Videos sieht, die ihre Eltern ihr gegeben haben, damit sie sich schneller erinnert.

Dennoch versucht Jenna herauszufinden, wer sie wirklich ist und was mit ihr geschehen ist, was ich sehr spannend fand. Ich mochte die Grundidee sehr und die ethischen Fragen, die hier aufgeworfen werden, finde ich unglaublich faszinierend, zumal das Buch schon vor einigen Jahren veröffentlicht wurde und das Thema nichts an seiner Wichtigkeit verloren hat und immer noch aktuell ist.

Allerdings empfand ich vieles als zu vorhersehbar, was dafür sorgte, dass mich das Buch etwas weniger fesseln konnte als ich gehofft hatte. Dennoch mochte ich Jenna als Protagonistin sehr, da sie sehr eindrucksvoll dargestellt wurde und ich mich wunderbar in sie hineinversetzen konnte. Auch die anderen Figuren konnten mich von sich überzeugen.

Zudem ist der Schreibstil sehr leicht und locker zu lesen und auch die medizinischen Erklärungen zu dem, was mit Jenna geschehen ist, sind sehr gut verständlich, auch wenn vieles noch fiktiv ist. Der Plot wird aus Jennas Ich-Perspektive geschildert, was meiner Meinung nach perfekt passt. Zudem gibt es immer wieder kurze, teils abghakt wirkende Kapitel mit kurzen Sätzen, die das Ganze perfekt ergänzen und zeigen, wie Jenna sich fühlt.

Das Ende rundet dann die Geschichte perfekt ab und ich war absolut begeistert davon, wie sich Jenna entwickelt und wie sehr mich das Buch zum Nachdenken anregen konnte. Besonders der medinzinische Aspekt dabei war spannend und auch auf der emotionalen Ebene konnte mich das Buch komplett überzeugen. Von mir gibt es definitiv eine Leseempfehlung, zumal das Thema einfach nichts von seiner Aktualität verloren hat.

Wer sich gerne über ethische Fragen Gedanken macht, sollte sich Jennas Geschichte meiner Meinung nach nicht entgehen lassen. Zwar empfand ich manches als zu vorhersehbar, aber der Rest des Buches und vor allem Jenna als Protagonistin konnte mich absolut überzeugen. Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich bin froh, dass ich diese Geschichte nun endlich gelesen habe.

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