[Rezension] “Trust My Heart- Golden-Campus” von Lyla Payne

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Ravensburger Verlag.

Die siebzehnjährige May braucht dringend einen Job, denn nur dann darf sie weiterhin alleine leben, nachdem ihre Großmutter gestorben ist. Doch das ist leichter gesagt als getan. Zudem bekommt sie auf der Golden Isles Academy keine wirkliche Unterstützung. Dennoch lässt sie sich nicht unterkriegen. Als sie dann von dem reichen Erben Felix ein Jobangebot als Nanny für seine kleine Schwester bekommt, hat sie eigentlich keine Wahl, denn sie braucht das Geld. Also nimmt sie den Job an und schlägt sich mit Felix, seinem Zwillingsbruder Noah und deren kleine Schwester Sophie herum. Dabei droht sie ihr Herz zu verlieren, dabei hat sie weitaus größere Sorgen.

Schon als ich zum ersten Mal von diesem Buch gehört hatte, wurde ich neugierig, zumal ich das Cover einfach wunderschön finde. Wer allerdings mit einer locker, leichten Campusgeschichte rechnet, dürfte hier enttäuscht werden, denn der Plot spielt nur wenig auf dem Campus. Zudem steht hier nicht die Liebesgeschichte im Vordergrund, sondern Trauerbewältigung, familiäre Probleme und mehr.

May hat mit ihrer Vergangenheit zu kämpfen, weswegen sie auf keinen Fall wieder zurück zu ihrer Mutter möchte. Sie möchte beweisen, dass sie alleine leben kann und kämpft gerichtlich für ihre vorzeitige Mündigkeit. Doch da ihr dafür ein fester Job und die nötige Unterstützung ihrer Schule fehlen, ist das nicht so leicht. Dabei hat sie gute Noten und liebt es zu programmieren. Von Felix und Noah hält sie eigentlich nichts, bis Felix ihr einen Job anbietet.

Felix, Noah und Sophie haben aber ebenfalls mit Probleme zu kämpfen, denn obwohl sie reich sind, haben sie ihre Eltern verloren und Felix und Noah könnten das Sorgerecht für Sophie verlieren, was sie unter allen Umständen verhindern wollen.

Ich mochte diese überraschend tiefgründigen Themen und konnte mich wunderbar in die Figuren hineinversetzen. Allerdings waren sie mir manchmal doch etwas zu klischeehaft dargestellt. Denn Felix ist der typische unnahbare, reiche Erbe, der meint mit Geld alles lösen zu können und ein überraschend weiches Herz hat. May dagegen ist in armen Verhältnissen aufgewachsen und muss für alles kämpfen und versucht deswegen niemanden an sich heranzulassen. Hier kollidieren zwei Welten und dennoch gab es kaum überraschende Wendungen. Die Liebesgeschichte war vorhersehbar und auch der Plot an sich bot nur wenige Überraschungen.

Dennoch mochte ich das Buch im Großen und Ganzen, weil es sich sehr leicht lesen lässt und sehr emotional ist. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von May und von Felix geschildert, was mir sehr gefiel. Das Ende war dann ein gelungener Abschluss und so kann ich das Buch jedem empfehlen, der gerne Liebesgeschichten mit ernsteren Themen liest.

Zwar waren mir die Figuren teils zu klischeehaft, aber dennoch mochte ich das Buch im Großen und Ganzen. Besonders auf der emotionalen Ebene konnte es mich überzeugen und auch die Umsetzung der ernsteren Themen war gelungen, weswegen ich das Buch trotz meiner Kritik empfehlen kann.

2 Replies to “[Rezension] “Trust My Heart- Golden-Campus” von Lyla Payne”

  1. Liebe Mandy,
    ich mochte das Buch auch gerne, es hat mich emotional mitgenommen. Felix Verhalten war zwar wirklich etwas klischeehaft, dafür hat mir May besonders gut gefallen.

    Liebe Grüße
    Desiree

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