[Rezension] „Unchained“ von Jennifer L. Armentrout

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Piper Verlag.

Als Dämonenjägerin und Nephilim ist Lily Marks immer auf der Hut und obwohl sie sich eigentlich von dem gefallenen Engel Julian fernhalten sollte, sucht er immer wieder den Kontakt zu ihr. Dabei sind die beiden eigentlich Feinde, denn Lilys Aufgabe besteht unter anderem darin gefallene Engel zu jagen. Dennoch kann sich Lily seiner Anziehung nicht entziehen, was für sie schwerwiegende Konsequenzen hat.

Jennifer L. Armentrout gehört zu meinen absoluten Lieblingsautoren/-innen, weswegen ich mich sehr gefreut hatte, dass nun eins ihrer älteren Werke übersetzt worden ist. Doch leider konnte mich das Buch nicht so recht von sich überzeugen. Zwar mochte ich die Idee der Nephilim, Dämonen und gefallenen Engel, auch wenn sie nicht völlig neu ist, aber es sind einfach Fantasywesen von denen ich gerne lese.

Aber der Plot wirkte auf mich sehr unausgereift und der Klappentext greift viel zu weit voraus, sodass es für mich keine wirklichen Überraschungen gab. Zudem dreht sich die Geschichte für meinen Geschmack viel zu sehr um Sex und die Anziehung zwischen Lily und Julian, sodass die Story oft auf der Stelle tritt und ich des Öfteren gelangweilt war. Erst das letzte Drittel konnte mich richtig in seinen Bann ziehen und sorgte dafür, dass das Buch kein völliger Flop war.

Lily ist eine Protagonistin, wie ich sie eigentlich mag, denn sie ist stark, tough und eine Kämpferin, aber wenn es um Julian geht, ist sie auf einmal naiv und echt anstrengend. Julian dagegen blieb mir viel zu blass dargestellt und ich fand es befremdlich, dass er Lily quasi acht Jahre lange gestalkt hat, bevor sich die beiden näher kommen.

Der Schreibstil ist recht angenehm zu lesen, auch wenn ich es besser gefunden hätte, wenn ein Teil des Plots aus Julians Perspektive geschildert worden wäre. Dafür wird der Plot abwechselnd aus der personalen Erzählperspektive von Lily und Office Michael Cons, der hier auf Lily trifft und dessen Leben sich dadurch für immer verändert, geschildert.

Das Ende gefiel mir dann recht gut, doch alles in allem war ich von diesem Buch wirklich enttäuscht, da ich von der Autorin Besseres gewohnt bin und wohl die falschen Erwartungen hatte.

Leider konnte mich das Buch nicht so recht überzeugen, sodass ich hier nur drei sehr knappe Sterne vergeben kann und das auch nur, weil mir das letzte Drittel deutlich besser gefiel als der Rest. Ich bin von der Autorin Besseres gewohnt und habe gemerkt, dass dieses Buch nicht meinen Geschmack getroffen hat.

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