[Rezension] „Blutkristalle“ von Ursula Poznanski

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Wolfram ist sich sicher, dass Ella nur mit ihm glückllich werden kann. Deshalb sorgt er dafür, dass jede andere Beziehung, die sie hat, auf die eine andere andere Weise in die Brüche geht und das schon seit vier Jahren. Als Ella mit ihrem aktuellen Freund eine Winterwanderung plant, beschließt er endlich aufs Ganze zu gehen und sie zu retten. Doch dafür muss er erst für einen Unfall sorgen und dabei noch am besten Ellas Freund ausschalten.

Eigentlich bin ich kein Fan von solchen kurzen Büchern, aber das Konzept der Kurzthriller finde ich interessant und da Ursula Poznanski in der Regel sehr gute Bücher schreibt, war ich sehr gespannt auf die Umsetzung. Alles in allem fühlte ich mich hier definitiv sehr gut unterhalten, dennoch muss ich sagen, dass das Buch für meinen Geschmack zu kurz war. Doch für Leser, die nur selten zu einem Buch greifen, dürfte die Länge perfekt sein, da sich das Buch sehr schnell liest und einfach kurz ist.

Auf den wenigen Seiten lernt man als Leser den Stalker Wolfram kennen und taucht tief in seine kranke Gedankenwelt ein, was durch die hier gewählte Ich-Perspektive noch zusätzlich verstärkt wurde. Man erlebt, was für Pläne er schmiedet, damit Ella zu ihm gehört und was er bisher unternommen hat, damit kein anderer mit ihr glücklich wird.

Die anderen Figuren blieben dabei aber sehr blass dargestellt, weil Wolfram Ella eigentlich nur aus der Ferne verfolgt und man so als Leser keine Chance hat sie und ihren Freund kennenzulernen, dennoch fühlte ich mit ihr und war gespannt, wie sich alles auflösen wird.

Der Plot ist sehr authentisch und dazu spannend  und intensiv geschrieben und die wenigen Seiten flogen beim Lesen nur so dahin. Zum Ende hin gibt es dann noch eine Wendung mit der ich nicht gerechnet hätte und die ich sehr interessant fand. Dieser Kurzthriller ist definitiv lesenswert, aber ich werde doch lieber bei dickeren Büchern bleiben, weil mir das Buch wie schon erwähnt einfach zu kurz war.

Wer wenig liest, dürfte an diesem Kurzthriller seine Freude haben. Man taucht tief in die Gedankenwelt eines Stalkers ein und bekommt hier auf jeden Fall eine spannende Geschichte präsentiert. Mir persönlich war das Buch zu kurz, weswegen ich wohl auch nicht zu den anderen Kurzthrillern greifen werde, die zeitgleich beim Verlag erschienen sind. Dennoch empfehle ich diesen Thriller jedem, der gerne auch mal so kurze Geschichten liest, die dafür sehr intensiv sind.

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