[Rezension] „Die Götter müssen sterben“ von Nora Bendzko

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Droemer Knaur Verlag.

Laut einer Prophezeiung der Göttin Artemis wird die Zeit kommen und die Amazonen werden sich endlich von Troja befreien. Die Zeit für Rache und Ruhm naht und die Unterdrückung wird enden. Doch als Artemis ausgerechnet Areto mit ihren Kräften segnet, spaltet das die Amazonen. Denn Areto ist keine Kriegerin und noch nicht einmal bei den Amazonen aufgewachsen. Sie diente einst dem König von Athen. Doch sie hat keine Wahl. Sie muss lernen mit ihren Kräften umzugehen, denn nur gemeinsam können die Amazonen endlich wieder an Macht gewinnen.

Zwischendurch lese ich unglaublich gerne Dark Fantasy Romane und da ich Amazonen unglaublich interessant finde, konnte das Buch meine Neugierde wecken. Wie für das Genre üblich, geht es hier recht brutal und blutig zu, aber wenn man damit umgehen kann, bekommt man hier eine gut ausgeklügelte Fantasygeschichte mit starken Frauenfiguren präsentiert. Besonders die Darstellungen der Amazonen und des Trojanischen Krieges, konnten mich faszinieren.

Allerdings wird man als Leser ziemlich ins kalte Wasser gestoßen. Man muss sich zuerst einmal in der Welt zurechtfinden und durch die vielen Perspektivwechsel mit vielen verschiedenen Figuren, deren Namen nicht ganz einfach auseinanderzuhalten sind, fiel mir das nicht gerade leicht. Mir waren es tatsächlich zu viele Perspektivwechsel, die mich immer wieder aus dem Lesefluss herausgeholt hatten.

Dafür mochte ich den Weltenentwurf und die Ideen der Autorin sehr. Das Buch ist vielfältig, komplex und hat seinen ganz eigenen Charme, was durch den atmosphärischen und bildgewaltigen, aber nicht ganz einfachen Schreibstil, perfekt ergänzt wurde. Mich konnte das Buch alles in allem in seinen Bann ziehen, was nicht zuletzt an den interessanten Figuren gelegen hat. Diese sind facettenreich und wurden detailliert dargestellt, sodass ich gar nicht anders konnte als mit ihnen zu fühlen.

Am Ende fügt sich dann alles zusammen, sodass meiner Meinung nach ein stimmiges Ganzes entsteht. Das Buch ist spannend und abwechslungsreich und hält so einige Überraschungen bereit, sodass ich das Buch jedem Dark Fantasy Fan empfehlen kann.

Alles in allem konnte mich dieses Buch wunderbar unterhalten. Vor allem der Weltenentwurf und die starken Frauenfiguren haben es mir angetan. Zwar wurde ich von der Masse der Figuren und Perspektivwechsel erschlagen, aber ich finde, dass es sich lohnt durchzuhalten, sodass ich das Buch insgesamt empfehlen kann.

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