[Rezension] „All that’s left“ von Sarah Raich

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim ivi Verlag.

Im Jahre 2059 ist die Erde am Ende. Der Klimawandel war nicht mehr aufzuhalten und die letzten Menschen kämpfen ums Überleben. Marianas Vater hat das Ende hervorgesehen und in München ein Haus gebaut, in dem man überleben kann. Doch als ihre Eltern verschwinden, ist Mariana ganz alleine und obwohl sie versucht alles aufrecht zu erhalten, kommt sie an ihre Grenzen und möchte nur noch aufgeben. Doch dann bricht Ali bei ihr ein und rettet Mariana aus ihrer Verzweiflung. Die beiden werden Freunde, allerdings hält Ali es nicht ewig in dem Haus aus und reist weiter. Kurz entschlossen verlässt auch Mariana das Haus und bricht in die unwirtliche Außenwelt auf mit dem Ziel Ali wiederzufinden…

Früher habe ich sehr viele Dystopien gelesen. In letzter Zeit hat zwar meine Begeisterung für das Genre nachgelassen, aber dieses Buch konnte meine Neugierde wecken. Denn es ist hochaktuell. Schon jetzt merken wir die Auswirkungen des Klimawandels und das Buch zeigt, wie sich alles weiterentwickeln könnte und das nicht zum Positivem. Es rüttelt auf und regt zum Nachdenken an, sorgte bei mir aber auch für Beklemmungen. Dadurch ist es ein Buch das nachklingt.

Zudem spielt es in Deutschland, was mal eine schöne Abwechslung zu den ganzen anderen Dystopien ist. Das Setting konnte mich faszinieren und besonders die Darstellung von Marianas Haus, das ganz autark funktioniert, konnte mich faszinieren. Allerdings hätte ich mir zur Außenwelt ein paar mehr Informationen gewünscht und auch zur eigentlichen Katastrophe hätte ich gerne mehr Details erfahren.

Dennoch konnte mich das Buch fesseln, was vor allem an dem eindringlichem, eindrucksvollem und besonderem Schreibstil lag. Zu Beginn wird man als Leser direkt angesprochen und da alles aus Marianas Ich-Perspektive geschildert wurde, konnte ich mich wunderbar in sie hineinversetzn und habe mit ihr gefühlt.

Zudem mochte ich sie als Protagonistin sehr. Sie versucht zu überleben und hat Angst vor der Außenwelt, weil ihr das von ihren Eltern so beigebracht wurde. Doch ihre Eltern haben sie verlassen. Da aber kein Mensch auf Dauer ganz alleine bleiben kann, verlässt sie schließlich ihr sicheres zu Hause um Ali zu finden und damit beginnt ein Kampf um Überleben.

Mich konnte das Buch sehr gut unterhalten, doch das Ende war nicht ganz mein Fall, da mir da alles zu schnell ging und ich das Gefühl hatte, das hier schnell ein Abschluss gefunden werden sollte. Dennoch kann ich das Buch jedem Dystopiefan ans Herz legen.

Wer eine eindringliche und hochaktuelle Dystopie lesen möchte, die nachklingt und in Deutschland spielt, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen. Mich konnte „All that’s left“ sehr gut unterhalten und so kann ich es definitiv empfehlen.

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