[Rezension] „Bestickt mit den Tränen des Mondes“ von Elizabeth Lim

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Maia Tamarin ist es tatsächlich gelungen die drei legendären Kleider Amaras zu schneidern und somit darf sie am Hof des Kaisers als Scheiderin bleiben. Doch der Preis für diese Kleider war hoch. Um Eden, den ehemaligen Hofmagier und die Liebe ihres Lebens zu retten, hat sie ihre Seele geopfert und wird nun nach und nach zum Dämon. Als er davon erfährt, zögert Eden keine Sekunde und versucht ihr zu helfen, doch A’landi droht im Krieg zu versinken und Maia scheint die einzige Hoffnung für ihr Land zu sein.

Der erste Band dieser Dilogie war für mich ein echtes Highlight und so konnte ich diese Fortsetzung gar nicht erwarten. Doch diese Fortsetzung ist anders, düsterer, melancholischer und weniger märchenhaft als der erste Band. Der Anfang erscheint zunächst schleppend und es passiert gar nicht so viel. Aber ich muss gestehen, dass ich diesen ruhigen Einstieg perfekt fand, um zu verdeutlichen, wie Maia sich nach und nach verändert und sie immer mehr zur Dämonin wird. Die alte Maia verschwindet zuerst ganz subtil und im Laufe des Buches wird klar, inwieweit sie sich verändert.

Auch die Auswirkungen von Edens Verschwinden und die Macht der Kleider Amaras, sowie die politischen Machenschaften werden so nach und nach verdeutlicht. Im Laufe des Buches nimmt der Plot dann Fahrt auf. Es droht Krieg und Maia muss sich entscheiden welchen Weg sie geht.

Ich mochte sie als Protagonistin sehr gerne und fand es spannend, wie sie trotz der Veränderungen versucht an ihrem alten Selbst festzuhalten und wie sie weiter für ihr Land kämpft. Sie ist eine sehr starke Protagonistin, die weiß was sie will. Aber auch die anderen Figuren konnten mich überzeugen und ich finde es toll, dass Maia sogar Freunde gefunden hat, die zu ihr halten, selbst als sie sich verändert. Zudem mochte ich die Liebesgeschichte und somit die Beziehung zwischen Eden und Maia sehr.

Die Autorin schreibt unglaublich emotional und dabei sehr atmosphärisch. Ich hatte beim Lesen das Gefühl hautnah mit dabei zu sein und konnte gar nicht anders als mit Maia zu fühlen. Alles wird aus Maias Ich-Perspektive geschildert, was meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte passt.

Das letzte Drittel wird dann sehr actionreich und es passiert unglaublich viel. Der Plot entwickelte sich für mich teils sehr überraschend und so war ich gespannt, wie Maias Geschichte zu Ende gehen wird. Ich liebe das asiatische Setting und die Mythologie dahinter und auch das Ende war nach meinem Geschmack. Deshalb war diese Fortsetzung trotz des ruhigeren Anfangs für mich erneut ein echtes Highlight.

Diese Fortsetzung ist anders als der erste Band, aber für mich war sie dennoch ein Highlight. Ich mochte das Setting und die Mythologie sehr, aber auch Maia als Protagonistin und ihre Entwicklung hat es mir angetan. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

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