[Rezension] „It’s okay not to be okay“ von Matt Haig, Emilia Clarke uvm.

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Ein Mutmacher für alle, denen es gerade nicht gut geht. 

Psychische Gesundheit geht uns alle an. Trotzdem trauen sich die wenigsten, offen darüber zu sprechen. Die britische Aktivistin Scarlett Curtis hat es sich zu ihrer Mission gemacht, dieses gesellschaftliche Tabu zu brechen, und gefragt: Was bedeutet psychische Gesundheit für dich? Mehr als 30 inspirierende Menschen teilen in dieser Anthologie ihre ganz persönliche Geschichte. Die Texte sind aufrüttelnd, lustig, schonungslos, poetisch und tröstend. Sie sind wie ein Zuruf, ein lautes Signal, das alle da draußen wissen lässt: Du bist nicht allein! Egal, was du gerade durchmachst – es ist okay. 

Quelle: Carlsen Verlag

It’s okay not to be okay“ ist ein unglaublich wichtiges Buch über psychsiche Gesundheit, aber auch emotional nicht einfach zu lesen. Es zeigt Betroffenen, dass sie nicht alleine mit ihren Problemen sind, kann aber auch Angehörigen oder Bekannten helfen die Betroffenen mit psychischen Problemen besser zu verstehen. Es zeigt auf eine authentische Art, dass es okay ist, wenn man Hilfe braucht oder einfach nicht so kann wie man möchte. Alles ist okay und keiner muss immer „funktionieren“.

Jeder Text ist ehrlich und schonungslos und so gibt es zu Beginn eine Triggerwarnung, die unglaublich wichtig ist. Denn jeder muss für sich entscheiden, ob er bereit ist, dieses Buch zu lesen. Es ist nicht einfach zu verkraften, aber so, so wichtig. Die einzelnen Texte sind sehr unterschiedlich. Manche sind sehr eindringlich und schon fast deprimierend, andere sehr humorvoll geschrieben, doch jeder einzelne geht unter die Haut und kann auch eine helfende Wirkung haben.

Beim Lesen hatte ich oft Tränen in den Augen und konnte gar nicht anders als mit den Verfassern*innen mitzufühlen. Die einzelnen psychischen Probleme unterscheiden sich in ihrer Ausprägung und es gibt nie DEN Auslöser und genau die gleichen Symptome und das wird hier eindrucksvoll dargestellt. Die Texte befassen sich aber hauptsächlich mit Depressionen und Angststörungen.

Ich finde es toll, dass es ein Buch gibt, das sich mit der psychischen Gesundheit auseinandersetzt, weil gerade in Deutschland ist das ja leider immer noch ein Tabuthema und trifft auf viel Unverständnis. Ich habe die Hoffung, dass sich das durch solche Bücher vielleicht irgendwann ändert und Betroffene sich frühzeitig Hilfe holen und egal, was derjenige braucht, dass es okay ist. Das sollte jedem bewusst sein.

Die Originalausgabe soll meines Wissens noch etwas anders sein, weil Texte im Deutschen ausgetauscht wurden, ob das nun besser oder schlechter ist, kann ich nicht beurteilen, doch ich weiß, dass mich die deutsche Ausgabe tief bewegt und nachhaltig beschäftig hat. Von mir gibt es eine ganz, ganz große Leseempfehlung.

It’s okay not to be okay“ ist ein unglaublich wichtiges Buch über psychische Gesundheit. Es geht unter die Haut und ich hoffe, dass durch solche Bücher das Thema psychische Gesundheit irgendwann kein Tabuthema ist. Ich kann dieses Buch wirklich jedem ans Herz legen und bin froh, dass ich es gelesen habe, auch wenn es emotional nicht ganz einfach zu lesen war.

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