[Rezension] „Kolibrifarben“ von Patricia Renoth

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen bei der Autorin.

Lauras Leben hat sich für immer verändert. Seitdem ihr Mann vor zwei Jahren bei einem Unfall ums Leben gekommen ist, fehlen ihr die Farben und ihre Trauer hat sie fest im Griff. Erst als ihr bester Freund und Rockstar Cosmo sie überredet an der Mission Kolibrifarben teilzunehmen, ändert sich etwas. Laura begleitet ihn und seine Band quer durch Europa und geht damit den ersten Schritt zurück ins Leben.

Nachdem der erste Band dieser Reihe für mich ein absolutes Highlight war und mich das Ende ziemlich zerstört zurückgelassen hat, habe ich sehnsüchtig auf diese Fortsetzung gewartet. Allerdings muss ich gestehen, dass ich skeptisch war, ob sie mich überzeugen wird. Mit einer Freundin hatte ich schon spekuliert, in welche Richtung diese Geschichte gehen wird, da uns beiden klar war, dass Laura sich wieder verlieben wird. Und der Gedanke, dass Laura wieder etwas mit Cosmo anfängt, mit dem sie ja schon quasi ihren Mann betrogen hatte, gefiel mir nicht.

Doch die Autorin belehrte mich eines Besseren und erschuf eine authentische, emotionale und so überzeugende Geschichte, dass ich gar nicht anders konnte als das Buch zu lieben. Zu Beginn steckt Laura noch mitten in ihrer Trauer fest. Seit dem Ende des ersten Bandes sind zwei Jahre vergangen und Laura fehlt die Energie richtig zu leben. Sie hat die Farben in ihrem Leben verloren und weiß nicht, wie sie das ändern soll.

Als Cosmo dann die Mission Kolibrifarben ins Leben ruft, ändert sich das nach und nach und das auf eine realistische Weise. Die Mission hilft Laura wieder zu Lächeln und die Trauer Stück für Stück zu bewältigen. Sie findet die Farben in ihrem Leben wieder, findet neue Freunde und lernt wieder neu zu leben, auch wenn sie ihren Mann dennoch liebt und vermisst.

Die Mission Kolibrifarben gefiel mir unglaublich gut und ich war absolut begeistert davon, wie sehr Cosmo sich dafür einsetzt Laura zu helfen, so dass er sich schnell einen Platz in meinem Herzen sicherte. Er nutzte Lauras Liebe zu den Kolibris, ohne dabei zu weit zu gehen. Die hier dargestellten Figuren konnten mich allesamt überzeugen und so konnte ich gar nicht anders als das Buch in kürzester Zeit zu lesen.

Die Emotionen waren für mich stets greifbar und so erlebte ich ein Wechselbad der Gefühle, was durch die gewählte Ich-Perspektive noch zusätzlich verstärkt wurde. Zudem wurde alles unglaublich bildhaft dargestellt und ich hatte das Gefühl hautnah mit dabei zu sein. An manchen Stellen im Buch, gibt es eine Songempfehlung, die man sich an der Stelle anhören sollte und ich muss gestehen, dass ich diese musikalische Untermalung perfekt fand.

Für mich war diese Fortsetzung ein absolutes Highlight und damit hatte ich zuvor nicht gerechnet. Das Ende passt perfekt zu Cosmos und Lauras Geschichte und ich bin froh, dass es noch zwei weitere Bände dieser Reihe geben wird, denn die Reihe hat schon jetzt einen festen Platz in meinem Herzen.

Ich hätte zuvor nicht erwartet, dass mir diese Fortsetzung so gut gefallen würde, doch es ist für mich ein echtes Herzensbuch, das ich nur jedem empfehlen kann. Ich lese tatsächlich immer noch nur wenige Bücher von Selfpublishern*innen, aber wenn mich jemand fragt, welche ich empfehlen würde, gehört diese Reihe definitiv dazu.

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