[Rezension] “Das Pferd ist ein Hund” von Tamara Bach

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Carlsen Verlag.

Luze vermisst ihren besten Freund und zieht sich immer mehr zurück. Doch dann findet sie einen unsichtbaren Hund und blüht sichtlich auf. Als es dann so kalt wird, dass die Schule ausfällt, freut sich Luzes Schwester Clara zuerst, doch die Situation sorgt für viele Spannungen in ihrer Familie. Als Vincent die Zeit bei Claras Familie verbringen soll, freut ich Clara aber sehr, denn er ist für sie der schönste Junge der Welt und sie möchte ihn so gerne zum Lachen bringen, was leider gar nicht so einfach ist…

Da ich schon so viel Gutes von den Büchern der Autorin gehört hatte, war ich sehr gespannt auf ihr neues Buch, das sehr vielversprechend klang. Schon als ich mit dem Lesen begann, wurde mir klar, dass ich hier wirklich ein besonderes Buch erwischt habe und ich konnte verstehen, wieso so viele Leser*innen von ihren Büchern schwärmen.

Was mir direkt positiv auffiel war, dass das ganze Buch aus Claras Ich-Perspektive geschildert wurde und zwar so, dass man wirklich das Gefühl hatte, dass die Geschichte ein Kind erzählt und nicht ein Erwachsener, der sich einfach in die Perspektive hineingedacht hat, was den Schreibstil für mich zu etwas besonderem machte. Die Umsetzung war meiner Meinung nach wirklich perfekt gelungen und so konnte ich mich wunderbar in Clara hineinversetzen.

So war Clara wirklich eindrucksvoll und authentisch dargestellt. Doch auch Luze und Vincent konnten mich überzeugen und besonders Luze mit ihrem unsichtbaren Hund konnte mich faszinieren. Vincent dagegen gibt erst nur wenig von sich preis, aber hier entsteht eine besondere Freundschaft.

Das Buch dreht sich um die Themen Verlust und Familie, aber auch Isolation und ebend ganz viel um das Thema Freundschaft. Das Buch erinnert an die Lockdown-Zeit, die wir vor kurzem erlebten, in der Kinder Homeschooling hatten, Eltern schauen mussten, wie sie Kinder und Beruf unter einen Hut bekommen und Kinder nicht mehr ihren gewohnten Umgang haben und drohen sich zu langweilen. So ähnlich ergeht es hier auch Clara, Luze und Vincent, die zum Glück einander haben und zudem in einem spannenden Mietshaus leben.

Zwar ist der Plot etwas ruhiger und die actionreichen und spannenden Wendungen bleiben aus, doch es passiert hier so viel zwischenmenschliches und die Entwicklung der Figuren ist großartig. Man sieht wie Kinder lernen mit Verlust umzugehen und die Kraft der Fantasie dabei helfen kann. Mir hat das Buch unglaublich gut gefallen und ich werde definitiv noch die anderen Bücher der Autorin lesen.

“Das Pferd ist ein Hund” ist ein besonderes Kinderbuch, das sich mit dem Themen Verlust, Freundschaft und Familie befasst. Für mich war es ein Highlight und so kann ich es jedem empfehlen, der auch mal ruhigere Bücher lesen möchte, die zeigen wie viel die Fantasie eines Kindes bewirken kann.

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