[E-Book-Rezension] “Someday, Someday” von Emma Scott

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim LYX Verlag.

Vor sieben Jahren ging das Leben von Max in die Brüche. Sein Vater konnte nicht akzeptieren, dass sein Sohn schwul ist und so musste Max sich auf der Straße durchkämpfen und hat dabei beinahe verloren. Doch er ist dem Sumpf entkommen, hat sich ein Leben aufgebaut und arbeitet nun als Pfleger. Als er das Angebot bekommt für den Pharma-Mogul Edward Marsh zu arbeiten, kann er sein Glück kaum fassen, bis er auf Silas trifft, der sein Leben erneut ordentlich durcheinander bringt.

Da ich die Bücher der Autorin sehr mag, war ich gespannt auf ihr neues Buch, das sich dieses Mal mit einem homosexuellem Paar befasst. Max mochte ich schon im zweiten Band und so war ich gespannt auf seine eigene Geschichte. Allerdings muss ich sagen, dass für meinen Geschmack hier zu viele Themen in einem Buch zusammengefasst wurden.

Denn diese Geschichte dreht sich nicht nur um das Thema Homosexualität und Outing, sondern auch um die Konversionstherapie, Multiple Sklerose, Autismus, aber auch Obdachlosigkeit, Prostitution und Drogenmissbrauch. Für mich war das etwas zu viel, auch wenn ich zugeben muss, dass die Autorin alles sehr authentisch dargestellt hat und das Buch durchweg fesselnd war.

Neben diesen schweren Themen geht es aber auch um die Liebe, Vergebung und Familie, was mir sehr gefiel. Ich mochte die Dynamik zwischen Max und Silas, auch wenn beide viel Leid erleiden mussten und Silas dadurch zuerst kalt und herzlos wirkt.

Der Schreibstil ist gewohnt emotional und großartig. Ich erlebte hier ein Wechselbad der Gefühle. Der Plot wird abwechselnd aus der Ich-Perspektive von Silas und Max geschildert, was das Ganze noch greifbarer machte.

Das Ende hat mich dann zwiegespalten zurückgelassen. Denn auch, wenn ich da Ende mochte, erschien mir die Lösung des Ganzen doch etwas zu leicht für die Tragweite der Probleme. Und dennoch war das Buch intensiv und auf jeden Fall empfehlenswert.

“Someday, Someday” ist intensiv und die Themen des Buches sind heftig. Dennoch beweist die Autorin, dass sie auch im LGBTQIA+ Genre zu überzeugen weiß und so kann ich die Geschichte von Silas und Max trotz kleinerer Kritik definitiv empfehlen.

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