[Hörbuch-Rezension] “The Stories we write” von Olivia Dade

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Argon Hörbuch Verlag.

April ist ein absoluter Gods-of-the-Gates-Fan und schreibt Fan-Fictions. Vor ihrem Umfeld versteckt sie ihr Hobby, denn obwohl sie sich auch unglaublich gerne als ihre Lieblingfigur des Gods-of-the-Gates-Universums verkleidet, hat sie Angst vor negativen Reaktionen. Denn auch wenn sie sich mittlerweile in ihrem Körper und ihrer Plus-Size-Figur wohl fühlt, könnte das Umfeld es anders sehen. Markus dagegen ist der Star der Gods-of-the-Gates Serie. Doch er hasst den Serienverlauf und schreibt lieber seine eigenen Fan-Fictions. Allerdings darf das keiner wissen, dann wäre seine Karriere hinüber. Eines Tages teilt April ein Foto ihres Kostüms und das mit ungeahnten Folgen. Ausgerechnet Markus bittet sie um ein Date.

Auf dieses Hörbuch hatte ich mich unglaublich gefreut, denn vor allem das Thema Body Positivity, das hier thematisiert wird, finde ich unglaublich wichtig und toll. Zudem habe ich selbst schon mal als meine Lieblingsfiguren verkleidet und konnte mich somit wunderbar in April hieinversetzen, da mir die ganze Fankultur alles andere als fremd ist.

Bis zum Date mit Markus gefiel mir das Hörbuch auch noch richtig gut, denn ich finde es toll, dass Markus sich für April einsetzt und nicht darauf achtet, dass sie in den Augen vieler Menschen nicht die richtige Figur hat. Er sieht in ihr eine wunderschöne Frau und versucht sie zu verstehen. April allerdings ging mir ab einem gewissen Punkt auf die Nerven. Denn auf mich wirkte sie nicht, als ob sie in ihrem Körper glücklich wäre, auch wenn sie das behauptet. Sie erwartet von ihrem Umfeld vollkommene Akzeptanz und Toleranz und das obwohl sie sich oft sehr engstirnig benimmt.

Zwar konnte ich sie bis zu einem gewissen Punkt verstehen, aber hätte sie einmal mit Markus offen über alles geredet, wäre vieles gar nicht passiert. Denn er ist absolut verständnisvoll, empathisch und eigentlich zu gut. Ich glaube nicht, dass es in der Realität wirklich so einen Mann gibt.

Dafür gefiel mir aber der Schreibstil und die Sprecherin und insgesamt war es ein nettes Hörbuch, das aber leider meine Erwartungen nicht erfüllt hat. Der Plot ist definitiv interessant und hat Potenzial. Doch leider konnte mich Aprils Verhalten nicht überzeugen, sodass ich auch die weiteren Bände nicht hören oder lesen werde.

Die Geschichte hat definitiv Potenzial, aber da ich mit April als Protagonistin nicht klar gekommen bin, gibt es von mir hier nur eine ganz knappe drei Sterne Bewertung.

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