[Rezension] “Cinderella ist tot” von Kalynn Bayron

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Heyne Verlag.

Zweihundert Jahre nachdem Cinderella ihren Prinzen gefunden hat, muss jedes Mädchen ab dem 16. Lebensjahr auf den Ball gehen. Außerdem müssen sie in der dritten Ballnacht einen Mann finden, ansonsten werden sie ausgestoßen. Für Sophia ist diese Tradition der Horror, denn sie möchte keinen Mann, da sie ihre Freundin Erin liebt. Doch ihr bleibt keine Wahl, außer sie versucht zu fliehen…

Da ich Märchenadaptionen sehr liebe, war ich unglaublich gespannt auf dieses Buch, zumal es auch noch eine queere Liebesgeschichte beinhaltet, was ich sehr gut finde. Sophia lebt in einer Welt, in der Cinderella einst ihren Prinzen gefunden hat, doch die Mädchen und Frauen werden unterdrückt und zu einer Hochzeit gezwungen. Die Konsequenzen sind schrecklich.

Sophia versucht also eine Lösung zu finden, zumal sie Erin liebt. Allerdings entwickelt sich die Liebesgeschichte ganz anders als ich erwartet hätte, was ich einerseits gut fand, andererseits auch etwas übereilt. Im Laufe des Buches entwickelt Sophia sich sehr weiter und mir gefiel, wie sie aktiv wird um ihr Schicksal zu ändern.

In “Cinderella ist tot” muss Sophia sich mit schrecklichen und “bösen” Männern herumschlagen, die dank ihrer Erziehung und dem, was in der Gesellschaft üblich ist, Frauen unterdrücken und auch zu Gewalt greifen. Doch es gibt auch “gute” Männer, die mit dem, was passiert nicht einverstanden sind. Im Laufe des Buches erfährt man als Leser*in dann, was dahinter steckt und diese Auflösung konnte mich definitiv überzeugen.

Der Plot dreht sich allerdings zeitweise etwas im Kreis. Aber dank des sehr angenehmen Schreibstils, war das nicht so gravierend. Zudem empfand ich das Buch als sehr emotional und das Ende war meiner Meinung nach unglaublich spannend und interessant. Alles in allem gefiel mir das Buch doch sehr, zumal die Idee mal etwas anderes ist.

Alles in allem konnte mich “Cinderella ist tot” richtig gut unterhalten, denn vor allem die Auflösung hinter dem Ganzen gefiel mir sehr. Die Idee ist mal etwas anderes und die Umsetzung empfand ich insgesamt als gelungen.

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