[Rezension] “Hey, Kiddo: Wie ich meine Mutter verlor, meinen Vater fand und mit Drogensucht in meiner Familie klarkommen musste” von Jarrett J. Krosoczka

Das Copyright und die Bildrechte vom Cover liegen beim Loewe Verlag.

Eine “normale” Familie kennt Jarrett nicht, denn er wächst bei seinen Großeltern auf. Seinen Vater kennt er nicht und seine Mutter ist irgendwann auch nicht mehr für ihn da. Die Gründe versteht er zuerst nicht und er fragt sich, wieso bei ihm alles so anders ist. So versucht er nach und nach die Wahrheit über seine Familie herauszufinden.

Tatschächlich war ich skeptisch, ob mich diese Gaphic Novel überzeugen können wird, da ich die Zeichnungen zuerst nicht mochte. Aber da mich das Thema interessierte, wollte ich diesem autobiografischem Buch eine Chance geben. Und was soll ich sagen? Dieser Comic ist unglaublich gut und wertvoll. Auf den ersten Blick wirkt alles sehr düster und deprimierend, doch Jarrett hat Menschen an der Seite, die zu ihm stehen und ihm gut tun.

Dennoch werden hier auch die schlimmen Themen, wie Drogenmissbrauch geschildert und das Thema Sucht wird definitiv nicht beschönigt. Dadurch, dass der Autor hier seine Gefühle als Kind schildert, erlebt man das Ganze aber aus einer unglaublich wichtigen Perspektive. Auch bei seinen Großeltern ist nicht alles optimal und dennoch merkt man, wie sie Jarrett bestärken. Trotz der Hoffnungslosigkeit der Geschichte, gibt es so viele hoffnungsvolle Momente, die dafür sorgten, dass das Buch nie zu deprimierend wurde.

Ich mochte die Umsetzung tatsächlich sehr und auch, wenn ich die Zeichnungen zuerst nicht mochte, muss ich zugeben, dass sie perfekt zu der Geschichte passen. Zudem finde ich das monochrome Farbschema unglaublich passend. Denn das Buch ist fast komplett in grau gehalten, es gibt aber auch leichte Braun-/Orangeabstufunngen, um dem Ganzen noch mehr Tiefe zu verleihen.

Zudem finde ich die Darstellungen der Figuren toll, da sie facettenreich dargestellt werden und niemand perfekt ist. Dieser Comic ist schonungslos ehrlich unf einfach unglaublich authentisch. Die Geschichte verläuft eher ruhig, dafür aber mit sehr viel Gefühl. Für mich war Jarretts Geschichte auf jeden Fall ein echtes Highlight, das ich wirklich empfehlen kann.

Vor dem Lesen war ich skeptisch, ob diese Graphic Novel etwas für mich ist. Jetzt nach dem Lesen, kann ich das Buch absolut empfehlen. Denn Jarretts Geschichte ist schonungslos ehrlich, authentisch und überraschend hoffnungsvoll.

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