[Rezension] Annette Eickert- Sträflingskarneval

 
 
Titel: Sträflingskarneval
Autor: Annette Eickert
Genre: Mystery-Thriller
Verlag: AAVAA Verlag (Februar 2012)
ISBN: 978-3845902449
Taschenbuch: 311 Seiten
Preis: 11,95 €

Kurzbeschreibung:
Mythos und Legenden eines uralten irischen Druidenordens treffen auf die
harte Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts. Gefangen zwischen Intrigen und
Machtkämpfen versuchen vier junge Menschen ihren Platz im Leben zu
finden.
Der neue Großmeister der Druida Lovo ist besessen von absoluter Macht
und sein Weg dorthin ist gepflastert mit Leichen. Ein altes druidisches
Gesetz hilft ihm dabei. Aber noch ist er nicht am Ziel. Das Rätsel eines
uralten Wegweisers verhindert momentan seinen Aufstieg, dessen
Geheimnis er nicht alleine lösen kann. Daher bedient er sich grausamer
Mittel und schreckt selbst vor Gewalt und Erpressung nicht zurück.
Ryan Tavish und seine Freunde stellen sich ihm mutig entgegen, wobei
sie in die Schusslinie des Großmeisters geraten und um ihr Leben
fürchten müssen.
Quelle: Verlag

 


Rezension

Die Geschichte:
Dieses Buch erzählt die Geschichte von Ryan und seines Ordens der Druida Lovo.
Seit Jahrhunderten versuchen die Wiedersacher des Ordens, die Formori, an die Geheimnisse des Ordens zu gelangen. So starten sie einen Angriff auf den Orden und töten dabei Ryans Urgroßvater, der auch gleichzeitig das derzeitige Oberhaupt des Ordens ist.
Aidan, Ryans Mitschüler, wird als Mittäter unter der Führung seines Vaters zu harter Strafarbeit verurteilt und muss fortan als Sklave leben. Der neue Großmeister hat für seine Zwecke extra die alten Gesetze des Ordens aus dem 12. Jahrhundert wieder in Kraft gesetzt.
Ryan, der zuerst Aidan die Schuld an allem gibt, merkt schnell, dass dieser nicht der wahre Übeltäter ist und setzt sich trotz früherer Feindschaft für ihn ein.
Zusammen mit seinen Freunden Kimberly und Gillean versucht er hinter die Geheimnisse zu kommen und so geraten die Vier ins Visier des neuen Großmeisters, der weder vor Mord, Folter, noch Lügen und Intrigen zurückschreckt.Das ganze Buch spielt überwiegend in Irland und zeigt sehr detailliert die Umgebung und auch der Orden wird sehr gut beschrieben, so dass ich schnell in die Geschichte reingekommen bin. Ich liebe Irland und von daher ist das Buch genau nach meinem Geschmack.

Es ist insgesamt spannend geschrieben und sehr rätselhaft. Von Beginn an hatte ich viele Vermutungen und war permanent am miträtseln, aber dennoch gab es immer wieder überraschende Wendungen und Aspekte, so dass die ganze Handlung sehr fesselnd ist.
Der ganze Plot wirkt gut durchdacht und nachdem alles aufgeklärt ist auch sehr logisch.
Besonders gut hat mir hier gefallen, dass zwischen Aiden und Ryan eine zarte Liebesbeziehung entsteht. Eine homosexuelle Beziehung ist in Büchern doch eher selten und bestimmt auch nicht einfach darzustellen. Doch Annette Eickert ist das wunderbar gelungen und gerade der Umschwung vom Erzfeind, zu der Beschützerrolle und dann schließlich zum Partner hat mir sehr gut gefallen. So ist die Geschichte insgesamt auch sehr originell und bietet eine gute Unterhaltung.

Die Protagonisten:

Mit Ryan bin ich am Anfang nicht so ganz warm geworden. Zwar konnte ich seine Wut wegen des Mordes an seinem Urgroßvater nachvollziehen, dennoch hat mir irgendwie der Bezug zu ihm gefehlt. Er wirkt zu Beginn einfach unnahbar und erst nachdem er sich für Aiden eingesetzt hat, bin ich so richtig warm mit ihm geworden. Ab da konnte ich mit ihm mitfiebern und er ist mir richtig ans Herz gewachsen.
Aus Aiden bin ich am Anfang nicht so wirklich schlau geworden, aber nach und nach wurde er mir sympathisch und insgesamt hat er das Buch zu etwas besonderem gemacht.
Insgesamt sind alle Protagonisten sehr gut und detailliert ausgearbeitet und die Enwticklung der Einzelnen, gerade von Ryan, hat mir sehr gut gefallen.
 

Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist flüssig und einfach zu lesen. Die Geschehnisse werden aus verschiedenen Perspektiven geschildert (personaler Erzähler). Das war zeitweise etwas verwirrend, hat aber auch die Gefühle der Einzelnen gut verdeutlicht.
Der Spannungsbogen verlief erst recht flach, aber zum Schluss baut er sich deutlich auf und führt zu einem spannenden und auch interessantem Finale.
Allerdings ist mir der eine oder andere Rechtschreibfehler aufgefallen, der aber meinen Lesefluss nicht gestört hat. 
 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover wirkt mystisch und zeigt unter anderem gefesselte Hände, was sehr gut zu Aidens Situation passt. An sich ist es ein echter Blickfänger.
Den Titel finde ich etwas unglücklich gewählt, da viele Leser bei dem Begriff Karneval erst mal an etwas ganz anderes denken würden, als es tatsächlich in dem Zusammenhang bedeutet, da der Begriff rein gar nichts mit Fasching zu tun hat.
 
Fazit: 
Insgesamt handelt es sich bei Sträflingskarneval um ein spannendes Buch der etwas anderen Art. Es hat mir schöne Lesestunden bereitet.
 

 

[Rezension] Veronica Roth- Die Bestimmung

Bildquelle
Titel: Die Bestimmung
Originaltitel: Divergent
Autor: Veronica Roth
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-15 Jahre)
Verlag: cbt (März 2012)
ISBN: 978-3570161319
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Preis: 17,99 €

 

Kurzbeschreibung:
Altruan – die Selbstlosen. Candor – die Freimütigen. Ken – die
Wissenden. Amite – die Friedfertigen. Und schließlich Ferox – die
Furchtlosen …
Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen
sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt,
wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben
bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als
ihre Familie.
Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere
Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist
eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich.
Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft.
Beatrice
entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen,
und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins
Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all
derer, die sie liebt, bedroht…
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern
University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie
während ihres Studiums den Roman, der später „Die Bestimmung“ wurde, und
mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte. 
Quelle: Verlag
 
Rezension

 

Die Geschichte:

Dieses Buch hat einen wahnsinnig interessanten und neuartigen Plot. In einer dystopischen Welt, muss Beatrice sich entscheiden zu welcher Fraktion sie gehören möchte. Die ganze Gesellschaft ist in fünf Fraktionen unterteilt. Jede Fraktion hat eigene Wertvorstellungen und Grundprinzipien nach denen die Menschen Leben und handeln. Wenn Beatrice sich für eine entscheidet, muss sie sich ebenfalls deren Werte zu Eigen machen. Frei nach dem Motto „Fraktion vor Blut“ muss sie allerdings auch ihre
Familie verlassen, sollte sie sich nicht für die Altruan entscheiden. 
Wie in jeder Gesellschaft, gibt es aber auch eine Randgruppe, hier sind es die Fraktionslosen, die keiner Fraktion angehören und von niederen Arbeiten und in Armut leben.  So will Beatrice auf keinen Fall enden.
Als sie nach ihrem Eignungstest, bei dem kein eindeutiges Ergebnis herauskommt, zu den Ferox wechselt, muss sie sich komplett umgewöhnen und furchtlos werden.
Nach und nach stellt sich heraus, dass nicht mehr alle Menschen an die richtigen Werte glauben und es zu einem großen Konflikt kommt.
Da ich Dystopien sowieso sehr gerne lese, musste ich auch diese lesen. Und schon mal vorneweg, ich liebe das Buch. 
Mir hat es sehr gut gefallen, wie sich Beatrice bei den Ferox eingewöhnen muss und sich zunehmend verändert. Nach und nach findet sie zu sich selbst und findet heraus, was ihr wichtig ist und wo ihre Prinzipien liegen. Sie wird erwachsen und findet ihren Platz in der Welt.
Es ist ein permanenter Spannungsbogen vorhanden, der mich als Leser sehr schnell in den Bann gezogen hat. Dazu geht die Handlung schnell voran und ist sehr emotional gestaltet. An Gefühlen, war bei mir so ziemlich alles dabei. Ich habe permanent mit Beatrice mitgefiebert und war jederzeit mitten im Geschehen. Mir wurde zu keiner Zeit langweilig und obwohl es sich um eine fiktionäre Welt handelt, konnte ich mir diese durch detaillierte Beschreibungen sehr gut vorstellen. Dabei sind die Beschreibungen aber nicht übertrieben ins Detail gegangen, so dass es nicht zu viel wurde.
Die ganze Idee mit den Fraktionen hat mich zeitweise sehr nachdenklich
gemacht, da jede Fraktion eigentlich Grundsätze vertritt, die wichtig
sind. Ich kann es mir allerdings nicht vorstellen, nur einen Grundsatz
zu verfolgen, da man da doch immer auf etwas verzichten müsste. Oft habe ich mich da gefragt, ob so eine
Gesellschaftsstruktur wirklich gut gehen würde und nach und nach zeigt
sich, dass es auf Dauer wohl nicht funktioniert. Menschen bleiben halt
immer Menschen. So wirkt das Buch authentisch und gut überlegt.

Die Protagonisten: 
 

Bei den Protagonisten gefällt es mir besonders gut, dass jeder von ihnen seine Macken hat, keiner ist perfekt. Somit wirken die Protagonisten sehr realitätsnah und sind für mich viel sympathischer als Perfekte es je sein könnten.
Beatrice, die sich bei den Ferox Tris nennt, hat eine starke Persönlichkeit. Zuerst wirkt sie zwar noch unsicher, was sie wirklich will, aber nachdem sie sich entschieden hat, findet sie zunehmend zu sich selbst und entwickelt sich. Sie war mir von Anfang an sympatisch und es hat mir regelrecht Spaß gemacht ihre Entwicklung zu verfolgen. 
Four, der Ausbilder von Beatrice, ist ebenfalls ein toller Protagonist. Zwar wirkt er am Anfang sehr hart und unnahbar, aber im Laufe der Geschichte zeigt er sich sehr vielschichtig, was ihn sehr interessant macht.

Die Liebesgeschichte zwischen Beatrice und Four kommt ohne jeden Kitsch aus und passt einfach zu dem Szenario, das Veronica Roth geschaffen hat.

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist emotional, leicht zu lesen, detailliert, spannend, mitreißend, kurz gesagt: perfekt. 

Der Handlungsverlauf ist so geschrieben, dass das Ende nicht voraussehbar ist. Durch die Wahl des Ich-Erzählers, erfährt man alles aus der Sicht von Beatrice, so dass man als Leser sehr nahe am Geschehen ist.

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist völlig nach meinem Geschmack. Es zeigt das Zeichen der Ferox und passt somit sehr gut zu dem Buch. Es ist farblich stimmig und einfach ein Blickfänger. Und was ganz wichtig ist, darauf ist kein Mädchengesicht zu sehen. Es wurde fast identisch vom Original übernommen.
Der Titel passt ebenfalls gut und hat mich sehr neugierig auf das Buch gemacht, da ich direkt wissen wollte, was sich dahinter verbirgt.
Fazit: 

Mit diesem Buch hat Veronica Roth eine einzigartige Dystopie geschaffen, die durch starke Protagonisten und einer grandiosen Handlung besticht.

Ich kann es gar nicht abwarten Band 2 zu lesen. 

Vielen herzlichen Dank an den cbt-Verlag für dieses wundervolle Rezensionsexemplar!


Hintergrundinformationen:
Das Buch ist der erste Band einer Trilogie.
Der zweite Band ist auf Englisch im Mai 2012 erschienen. Das deutsche Datum ist noch nicht bekannt.
„Summit Entertainment“ hat die Filmrechte dazu gekauft.
Hier gibt es eine Leseprobe: Klick 
Hier findet ihr die Internetseite zu dem Buch: Klick
Und hier könnt ihr das Buch kaufen. ;) Klick

[Rezension] Laura Lay- Das Geheimnis der Flamingofrau

 
 

Titel: Das Geheimnis der Flamingofrau

Autor: Laura Lay
Genre: Erotik 
Verkauf durch: Amazon Media EU S.à r.l.
ASIN: B007ECZ06G
Seitenzahl der Print-Ausgabe: 50 Seiten
Preis: 2,79 €
 
Kurzbeschreibung:
Eine geheimnisvolle Domina, die mit ihrer scheuen Gespielin ein Gutshaus
am Stadtrand bezieht. Ein Junglehrer, der in eine erotische Falle
gerät. Und eine anonyme Sammlerin von Erotika, die die Notlage eines
Schriftstellers ausnutzt und pikante Erzählungen von ihm erpresst, deren
Richtung sie Folge für Folge bestimmt …
Laura Lay nimmt ihre Leser in eine Doppelwelt mit, wo Versuchung und Intrige Hand in Hand gehen, wo Erpressung zur Verführung wird, wo die erotische Erfindung langsamins Reale greift.
Quelle: von der Autorin erhalten
 

Rezension

Die Geschichte:

Bei dieser Geschichte handelt es sich um eine Geschichte in der Geschichte. Ein Schrifsteller am Rande seiner Existens bekommt eine anonyme Anfrage ein Buch nur für die zahlende Frau zu schreiben. So kommt es, dass man als Leser seine Erotikgeschichte zu lesen bekommt. Dieser Wechsel war sehr faszinierend und hat mir gut gefallen. 
Insgesamt finde ich es schon erstaunlich, wie Laura Lay es geschafft hat in nur 50 Seiten eine recht gute Handlung unterzubringen. Dabei wirkt der Plot nicht gezwungen, sondern passend.  Laura Lay zeigt hier, dass eine erotische Erzählung auch ein hohes Niveau haben kann und auch ohne Sex und Obszönität auskommen kann.
Einzig die extreme Dominanz in der Geschichte des Schriftstellers gefällt mir nicht so gut, aber so etwas ist einfach Geschmackssache.
 
Die Protagonisten: 
 

Die Protagonisten sind für so eine kurze Geschichte sehr gut ausgearbeitet. Man bekommt als Leser ein klares Bild von ihnen und versteht gut, wie alles zusammenhängt.
 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist bildhalft und locker zu lesen. Durch die kurzen Kapitel mit Cliffhangern, kann man gar nicht mehr aufhören zu lesen. Die Geschehnisse werden aus der Sicht des Schriftstellers beschrieben (personeller Erzähler).

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover wirkt für eine Erotikgeschichte auf den ersten Blick sehr unscheinbar, passt aber so gut zum Titel und  zu dem Ort, wo der Schrifsteller schreiben soll, dass es mir sehr gut gefällt.
 
Fazit: 
 
Das Geheimnis der Flamingofrau ist eine gute Erotikgeschichte auf hohem Niveau, ohne Obszönität und mit einer guten Hintergrundgeschichte. Es bot mir einen guten Einblick in ein für mich unbekanntes Thema.
 
 
 

[Rezension] Alexandra Monir- Timeless

 
 

Titel: Timeless

Originaltitel: Timeless
Autor: Alexandra Monir
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: Heyne (Juni 2012)
ISBN: 978-3453267589
Gebundene Ausgabe: 352 Seiten
Preis: 14,99 €
 
Kurzbeschreibung:
Nacht für Nacht hat die 17-jährige Michele denselben Traum: In einem
Spiegelsaal steht sie einem jungen Mann mit saphirblauen Augen,
rabenschwarzen Haaren und einem geheimnisvollen Lächeln gegenüber. Kurz bevor sie erwacht, sagt der Fremde stets: »Ich warte auf dich.« Aber als ein furchtbares Unglück Micheles Leben für immer verändert, begegnet
sie dem Mann ihrer Träume plötzlich in der Wirklichkeit …
Als die Mutter der 17-jährigen Michele Windsor bei einem Unfall ums Leben kommt, verliert Michele auf einen Schlag alles, was ihr lieb war: ihre
Familie, ihre Freunde, ihre gewohnte Umgebung. Denn sie muss zu ihren
Großeltern, die sie nie kennengelernt hat, nach New York ziehen. In
deren luxuriösem Appartement fühlt Michele sich verloren – bis sie bei
ihren Streifzügen durch die mit Antiquitäten vollgestellten Räume auf
das Tagebuch eines ihrer Vorfahren stößt. Was Michele nicht ahnt: Das
Tagebuch ist ein magisches Portal in die Vergangenheit. Ehe sie sichs
versieht, findet sie sich plötzlich auf einem Maskenball im New York des
Jahres 1910 wieder. Dort begegnet sie einem jungen Mann, den sie nur zu
gut kennt. Nacht für Nacht blickt sie in seine tiefblauen Augen, ist
gebannt von seinem umwerfenden Lächeln – in ihren Träumen. Dass Michele ihm jetzt leibhaftig gegenübersteht, verändert alles. Sie begibt sich
auf eine abenteuerliche Reise zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um
eine unmögliche Liebe wahr werden zu lassen. 
Quelle: Verlag
Rezension

 

Die Geschichte:
 
Die Geschichte ist insgesamt sehr seicht. Michele wird von ihren Großeltern adpoptiert und muss alles aufgeben, was sie kennt. Die Idee der Zeitreise und das nur vereinzelte Menschen sie da sehen können, darunter Philiip, der junge Mann aus ihren Träumen, fasziniert mich. Auch wie sie in die Vergangenheit eingreift, um ihren Verwandten zu helfen oder ihre Liebe zu Philip gefallen mir gut. Dazu ist das New York des Jahres 1910 wunderbar beschrieben, mit viel Liebe ins Detail. Das wirkt alles sehr gut rechercheriert. 
 
Doch meine Begeisterung hält sich in Grenzen. Es ist eine nette Geschichte für zwischendurch, aber nicht mehr. Es fehlt der Tiefgang und Spannung. 
Vom Plot her passiert nicht so wahnsinnig viel und auch nicht viel Dramatisches. Michele schafft, was sie will und das ohne große Schwierigkeiten, außer vielleicht etwas Hausarrest oder das sie nicht genau dann in der Vergangenheit landet, wenn sie es will oder zu früh in die Gegenwart zurückkehrt.
Sie schafft es meiner Meinung nach viel zu schnell, dass alle in der Vergangenheit sie akzeptieren und sie da etwas bewirken kann. Überraschende Wendungen kommen so gut wie gar nicht vor und selbst das Ende ist voraussehbar. Alexandra Monir hätte so viel mehr aus ihrer guten Grundidee machen können.
 
Die Protagonisten: 
 
Mit Michele bin ich recht schnell warm geworden. Sie ist sympatisch und nach dem Tod ihrer Mutter, habe ich mit ihr gelitten. Ihre ehrliche Liebe zu Philip und wie sie seine Bedürfnisse über ihre stellt, ist niedlich und passt zu einem Roman für die Altersklasse.
Philip ist ein kreativer, junger Mann, der eigentlich in der falschen Zeit lebt, da seine Denkweise schon recht fortschrittlich ist, nur in seiner Zeit keinen Anklang findet.
Michele schreibt Texte für Lieder, Philip komponiert sie und die Liebe zu der Musik verbindet die Beiden. An sich eine sehr romantsiche Idee.
Doch leider bleiben hier alle Protagonisten etwas flach, es fehlt an Tiefe und prägnanten Charakterzügen. Die meisten Personen wirken sehr ähnlich.

 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist einfach und locker zu lesen. Die Geschichte ist aus der personalen Erzählperspektive geschrieben, was Micheles Gefühl etwas weniger zugänglich macht. Ansonsten schreibt Alexander Monir detailliert, aber mit fast gar keinem Spannungsbogen.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover gefällt mir eigentlich gar nicht. Es wurde von dem Originalcover übernommen und das Mädchen darauf guckt seltsam. Dazu kommen die unscheinbaren Farben, die keinen Blickfänger bieten. 
Der Titel wurde ebenfalls übernommen und passt zu einem Zeitreiseroman.
 

Fazit: 

Timeless ist ein nettes Buch für zwischendurch, aber nicht mehr. Es fehlt an Tiefgang, einem spannenden Plot und ausgereiften Protagonisten. Einzig die Idee und die Detailverliebtheit kann wirklich überzeugen.

 

 

 

[Rezension] Joss Stirling- Finding Sky: Die Macht der Seelen

Bildquelle

Titel: Finding Sky. Die Macht der Seelen

Originaltitel: Finding Sky 
Autor: Joss Stirling
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter: 14-16 Jahre)
Verlag: deutscher Taschenbuch Verlag (Mai 2012)
ISBN: 978-3423760478
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Preis: 16,95 €

 

Kurzbeschreibung:
Kein Wunder, dass die 16-jährige Sky Bright Neuanfänge hasst – zu oft
wurde sie in ihrem Leben schon entwurzelt. Ihre Begeisterung hält sich
daher in Grenzen, als sie mit ihren Adoptiveltern von London nach
Colorado ziehen muss und wieder einmal die Neue ist. Doch wider Erwarten
wird sie an der Wrickenridge High freundlich aufgenommen. Von fast
allen. Denn einer bleibt unnahbar: Zed Benedict, der mit seiner
Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn außer Sky offenbar sogar
Lehrer und Mitschüler einschüchtert.
Die Macht der Seelen führt sie zusammen.
Auch wenn sie es sich erst nicht eingestehen will, fühlt Sky sich
trotz allem zu dem geradezu unverschämt gut aussehenden Zed stark
hingezogen. Und dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf …
und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin steif und fest
behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein
Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm
kein Wort. Und will ihm auch glauben – denn tief in ihr drinnen rührt
sich eine Fähigkeit, die sie für längst verschüttet hielt und vor der
sie eine Höllenangst hat …
Quelle: Verlag

Über die Autorin:

Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und war schon immer von
der Vorstellung fasziniert, dass es im Leben mehr gibt, als man mit
bloßem Auge sehen kann. Um für den vorliegenden Roman zu recherchieren,
unternahm sie eine ausgedehnte USA-Reise von den Rocky Mountains bis
nach Las Vegas.
Quelle: Verlag
 
Rezension

 

Die Geschichte:

Die Kurzbeschreibung ist eigentlich schon recht aussagekräftig, deshalb werde ich auf den Inhalt nur am Rande eingehen.
In dieses Buch bin ich am Anfang so gar nicht reingekommen. Es fing wieder so typisch an. Mädchen zieht um, kommt an eine neue Schule, interessiert sich für den finstersten Typen der ganzen Stadt und dann verbindet die Beiden irgendwas. Also wieder nichts Neues. 
Interessant wird es dann erst, wenn die Idee der Savants aufkommt und Zed und Sky sich über Telekinese unterhalten können. Zuvor haben mich nur Skys Tagträume hin und wieder belustigt, bei denen sie Personen aus ihrer Umgebung in Superhelden-/-schurkenrollen hineindichtet.
Die Idee mit den Savants finde ich an sich gut, aber da fehlen mir die Details. Irgendwie wird das recht kurz abgearbeitet und da fehlt mir das gewisse Etwas. 
Ab Mitte des Buches ist dann endlich mal ein Spannungsbogen sichtbar und je mehr ich die Protagonisten kennengelernt habe, desto besser bin ich damit klar gekommen und zum Schluss, war der Plot sogar recht interessant. Befeindete Savants bekämpfen sich quasi und Sky gerät dazwischen. Zwar auch im Prinzip nichts Neues, aber der Teil ist einfach besser ausgearbeitet und hat mir beim Lesen mehr Spaß gemacht.
Der Anfang ist einfach sehr langweilig geschrieben und es passiert nicht viel.
Die Protagonisten: 
 
Sky ist ein sehr schüchternes Mädchen, was in ihrer Vergangenheit ein schweres Trauma erlebt hat und sich an ihre ersten Lebensjahre nicht mehr erinnern kann. Am Anfang ist sie sehr unnahbar, was es mir schwierig gemacht hat, mich in sie hineinzuversetzten und sie zu verstehen. Im Laufe der Geschichte bekomme ich dann aber doch Zugang zu ihr und ab da hat das Lesen auch mehr Spaß gemacht und ich konnte mit ihr mitfiebern.

Zed ist erst der typische „Bad-Boy“, den ich so gar nicht leiden konnte. Doch nachdem man ihn näher kennenlernt, wird schnell klar, wieso er so ist. Im Laufe des Buches wird er mir zunehmend sympathisch, womit ich im Leben nicht gerechnet hätte.

Diese beiden Hauptprotagonisten sind detailliert ausgearbeitet und zeigen einige interessante Entwicklungen.
Alle anderen Protagonisten bleiben allerdings etwas schwammig beschrieben und da fehlt es mir an Tiefe um voll und ganz in die Geschichte einsteigen zu können. 

 

Der Schreibstil:  

Der Schreibstil ist durchweg einfach gehalten und flüssig zu lesen. Sprachlich nicht besonders schwierig. Zu Anfang fehlt leider ein deutlicher Spannungsbogen, der ab Mitte des Buches dann doch zu sehen ist.

Die Geschichte wird aus Skys Perspektive (Ich-Erzähler) beschrieben, was Sky nach und nach für mich zugängllicher gemacht hat. 

 

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist traumhaft. Ich liebe solche Cover und die Verschnörkelungen glänzen schön silbern. Es ist ein blickfänger und besticht durch sein Einfachheit. 
Der
Buchtitel passt sehr gut und macht neugierig. Immerhin muss Sky ihre
Erinnerungen wieder finden und somit zu sich selber zurückfinden.
Fazit: 

Alles in allem ist dieses Buch eher gutes Mittelmaß. Die Grundidee ist gut, aber an der Umsetzung mangelt es etwas, da es gerade am Anfang sehr langweilig zu lesen ist und ich lange brauchte, um mich mit dem Plot anzufreunden.