[Rezension] Isabell Pfeiffer- Im Jahr des Skorpions

Im Jahr des Skorpions
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Titel: Im Jahr des Skorpions
Autor: Isabell Pfeiffer
Genre: Kinder- und Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter 12-15 Jahre)
Verlag: Dressler (Februar 2011)

ISBN: 978-3791516479

Gebundene Ausgabe: 348 Seiten 
Preis: 15,95 €

Kurzbeschreibung:

Geboren, um den Tyrannen zu besiegen! Endlich frei! Um ihrer lieblosen
Tante zu entfliehen, schließt Eleni sich dem Gaukler Bertot an und
erlebt mit ihm die unbeschwerteste Zeit ihres Lebens. Das ändert sich,
als sie die Hauptstadt erreichen: Hier herrscht der Tyrann Galeazzo,
genannt der Skorpion. Mit Erschrecken erkennt Eleni, dass Bertot auf
Seite der Rebellen kämpft. Als er gefangen wird, muss auch sie fliehen
und findet Unterschlupf bei Zigeunern. Dort lernt sie nicht nur Janosch
kennen, sondern auch seine Mutter Alix, die behauptet, Eleni sei dazu
ausersehen, dass Land von der Tyrannei des Skorpions zu befreien. Zwar
ist Eleni im Jahr des Skorpions geboren, aber verbindet sie das mit dem
grausamen Fürsten? Ein packendes Abenteuer in einer fiktiv-historischen
Welt, das alle Sinne anspricht – rund um Flucht, Tyrannei, Rebellion,
Zigeuner und eine starke Heldin. 
Quelle: Verlag 

Über die Autorin
Isabell Pfeiffer, Jahrgang 1961, ist Ärztin und hat drei Kinder. Mit
ihrer Familie lebt sie in der Nähe von Tübingen. „Im Jahr des Skorpions“
ist ihr erstes Jugendbuch. Bei Wunderlich veröffentlichte sie den
historischen Roman „Die Puppennäherin“ (2009). Unter dem Pseudonym Elsa
Schöner hat sie bereits weitere historische Romane im Rowohlt
Taschenbuch Verlag veröffentlicht.
Quelle: Verlag

Rezension 

Die Geschichte:
Der Leser wird direkt in das trostlose Leben von der vierzehnjährigen Eleni hineingezogen und erfährt ihre Hintergründe und dass sie ohne Vater aufgewachsen ist. Sie hat sechs Zehen und wird permanent als Aussätzige behandelt. Als ihre Mutter stirbt, wird sie von ihrer Tante aufgenommen und folgt schließlich Bertot ohne Fragen zu stellen, um ihrem Leben zu entfliehen. So nimmt die Geschichte ihren Lauf. Es wird aus ihrer Sicht berichtet, wie sie durch’s Land zieht. Bis zur Mitte des Buches ist es relativ langweilig und es geschieht einfach nicht viel, so dass ich Mühe hatte das Buch weiter zu lesen. Die meiste Zeit habe ich mich gefragt, was die Ereignisse mit Elenis Aufgabe zu tun haben und wann man mehr darüber erfährt. Der Leser wird sehr lange im Dunkeln gelassen.

Ab der Mitte beginnt sich mehr Spannung aufzubauen und die Thematik der Rebellion und Sklaverei wird sehr anschaulich und mitreißend beschrieben. Dieser Teil hat mir sehr gut Gefallen.
Sie trifft auf Janosch, einem blinden Jungen und Alix und erfährt, was Alix von ihr erwartet. Doch ist sie dazu fähig? Ihr innerer Konflikt ist sehr gut dargestellt und ihre aufkeimenden Gefühle zu Janosch gefielen mir sehr gut.
Dennoch habe ich irgendwie mehr von dem Buch erwartet und zu keinem Zeitpunkt der Geschichte, hatte ich das Gefühl, das Buch nicht aus der Hand legen zu können. Mir fehlte das gewisse Etwas.
Auch das Ende hat mich nicht so ganz überzeugt. Es ist nicht spannend, sondern sickert so vor sich hin.

Die Protagonisten:
Mit Eleni hatte ich zu Anfang diverse Probleme. Irgendwie hatte ich beim Lesen immer ein neunjähriges Kind vor Augen und musste mich immer wieder daran erinnern, dass sie ja schon vierzehn ist. Im Lauf des Buches änderte sich das und sie wurde zunehmend erwachsener und übernimmt zum Schluss für ihre Entscheidungen die Verantwortung. Sie lernt viel über die Sklaverei und die Unterdrückung von Menschen und lernt dadurch.
Zum Schluss ist sie mir sehr sympatisch.
Bertot ist eine tolle Person und wirkt für Eleni wie der Vater, den sie nie hatte.
Janosch ist sehr jähzornig, was aber wohl daran liegt, dass er als blinder Junge immer von den andern Zigeunern verspottet wurde. Dennoch wird er mir im Laufe der Geschichte immer sympatischer und ich bewundere ihn, wie er mit der Blindheit zurecht kommt
Der Skorpion wirkt wie der typische Bösewicht.
Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist flüssig zu lesen und man kommt mit dem Gelesenen gut mit. Unbekannte Begriffe werden gut erklärt. Spannung wird allerdings nur wenig aufgebaut.
Das Cover:
Das Cover ist ansprechend und zeigt unter anderem einen Skorpion, der in dem Buch allgegenwertig ist.
Der Buchtitel:
Der Buchtitel passt zu der ganzen Geschichte, da Eleni im Jahr des Skorpions geboren ist und im Jahr des Skorpions nach 15 Jahren auf  Galeazzo trifft, der von allen, der Skorpion genannt wird. 
Fazit:
Mir hat das Buch nur mittelmäßig gefallen. Es hat schöne Ansätze, aber das gewisse Etwas fehlt mir.

                                

[Rezension] Annette Curtis Klause- Blood and Chocolate

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Titel: Blood and Chocolate
Autor: Annette Curtis Klause
Genre: Jugendbuch (vom Hersteller empfohlenes Alter 12-15 Jahre)
Verlag: Heyne Verlag  (November 2010)
ISBN:  978-3453266919
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten 
Preis: 14,99 €

Kurzbeschreibung:

Kannst Du mich lieben, so wie ich bin?

Nur bei Mondschein fühlt
sich die sechzehnjährige Vivian ganz in ihrem Element. Dann verwandelt
sich das schöne und leidenschaftliche Mädchen in einen Wolf und streift
gemeinsam mit ihrem Rudel durch die Wälder Marylands. Doch seit dem Tod
ihres Vaters ist das Rudel ohne Anführer, und fünf junge Männer, rau und
unberechenbar, kämpfen um ihr Herz. Als Vivian sich eines Tages in
Aiden, einen Menschen, verliebt, muss sie eine schicksalhafte
Entscheidung treffen …

Kannst Du mich lieben, so wie ich bin?
Für die sechzehnjährige Vivian ist diese Frage mehr als ein Spiel. Denn
das schöne und mutige Mädchen verbirgt ein Geheimnis: Nachts verwandelt
sie sich in einen Wolf. Vivian liebt das wilde Streifen durch die
mondbeschienenen Wälder Marylands, sie ist gern Teil ihres Wolfsrudels.
Doch wie gefährlich dieses Anderssein ist, erfährt sie, als ihr Vater
von aufgebrachten Menschen getötet wird und das Rudel fortan ohne
Anführer ist. Während sich eine Gruppe von fünf jungen Männern,
unberechenbar in ihrer Lust nach Blut, um Vivian bemühen, zieht es ihr
Herz immer stärker zu ihrer menschlichen Seite. Eines Tages findet sie
in ihrer Highschool ein Gedicht über Wölfe. Tief berührt von der
Schönheit der Worte, macht Vivian den Verfasser der Zeilen ausfindig. Es
ist Aiden, einer ihrer Mitschüler. Zwischen beiden entspinnt sich eine
tiefe Liebe, doch als der sensible Aiden ihr wahres Wesen erkennt,
scheint alles verloren. Kann er seine Furcht überwinden? Und kann Vivian
die Wölfe ihres Rudels in Schach halten?
Quelle: Verlag 

Über die Autorin
Annette Curtis Klause wurde in Bristol, England, geboren und kam als
Teenager in die USA. Mit fünfzehn Jahren schrieb sie Vampir-Gedichte,
die sie dann auch zu ihrem ersten Roman inspirierten. Sie lebt mit ihrem
Mann und ihren Katzen in Hyattsville, Maryland, und leitet als
Bibliothekarin die Kinderbuchabteilung der Aspen Hill Community Library
in Montgomery County. 
Quelle: Verlag

Rezension

Die Geschichte:
Die Geschichte ist aus Vivians Sicht, einer Loup-Garou (einem Werwolf), geschrieben. Zusammen mit ihrem Rudel und ihrer Mutter ist sie nach einem furchtbaren Brand, bei dem auch ihr Vater ums Leben kam, in die Stadt gezogen. Nach dem Schicksalsschlag ist nichts mehr, wie bisher. Ihr Rudel ist zerrissen, sie streitet sich nur noch mit ihrer Mutter und kann nichts mit den gleichaltrigen Werwölfen anfangen, die sie alle nur als Weibchen betrachten und sie oft vulgär ansprechen. 
Sie fühlt sich oft einsam und sich nirgendwo zugehörig. Da liest sie ein Gedicht, das von Werwölfen erzählt und verliebt sich in dessen Verfasser Aiden. Doch Liebe zu einem Menschen ist ihr nicht gestattet und sollte er ihr Geheimnis erfahren, muss sie ihn töten. Er scheint allerdings anders zu sein und liebt das Übernatürliche und so hofft Vivian, dass sie sich vor ihm nicht verstecken muss.

Die Geschichte hat mich direkt mitgerissen und auch manchmal überrascht, da ich eine typische Liebesgeschichte erwartet hatte. Doch dem ist nicht so. Zwar steht auch die Liebe zwischen dem Menschen Aiden und der Werwölfin Vivian im Vordergrund, doch tritt sie neben der Frage „Wo gehöre ich hin?“ stark in den Hintergrund. Vivian muss sich selber finden und sich als das anerkennen, was sie ist. Dieser Verlauf hat mir sehr gut gefallen. 
Das Buch ist mal etwas anderes.

Die Protagonisten:
Der Hauptcharakter Vivian hat mir sehr gut gefallen. Sie ist ein starker, wilder, selbstbewusster und von sich überzeugter Charakter, dennoch hat sie oft Selbstzweifel und fühlt sich einsam, da sie ihrer Meinung nach nirgendwo richtig dazu gehört. Sie möchte menschlich sein und Aiden einfach nur lieben, kann aber ihre tierische Seite nicht verleugen. Ich konnte beim Lesen sehr mit ihr mitfühlen und musste bei einigen Stellen richtig weinen. Die Autorin schafft es Werwölfe als das darzustellen, was ich mir darunter vorstelle und vergisst die animalischen, teils auch grausamen Seiten nicht.
Die Werwölfe sind als das beschrieben, was sie sind, teils Tier, teils Mensch, mal besser beherrscht, mal schlechter.
Aiden selber ist mir etwas zu engstirnig. Einerseits sagt er, er ist für alles offen und liebt das magische, anderseits glaubt er nicht wirklich dran. Er ist sehr sanft und geht Schwierigkeiten eher aus dem Weg. Seine Reaktionen sind jedoch sehr menschlich.

Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist einfach und in jugendlicher Sprache gehalten. Man ist direkt im Geschehen drin und kann die Zusammenhänge gut verstehen. Dennoch gibt es die eine oder andere Wendung, mit der ich nicht gerechnet hatte und die mich mitfiebern lies. Die Geschichte ist aber auch an manchen Stellen sehr witzig und das Ende ist meiner Meinung nach überraschend.
Das Cover:

Das Cover zeigt vermutlich Vivian, die einen nachdenklichen, traurigen Blick hat. Ich finde das Cover sehr schön und ansprechend.

Der Buchtitel:
Bei dem Titel dachte ich erst, es würde sich um einen Vampirroman handeln, da ich den Klappentext erst später gelesen habe. In einem Teil des Buches isst Vivian Schokolade und denkt über ihr Wolfdasein und Blutdurst nach. Den Teil habe ich mit dem Titel in Verbindung gebracht und musste ziemlich schmunzeln.
Fazit:
Hierbei handelt es sich um ein tolles Buch, was ich unbedingt empfehle. Es hat einen guten Spannungsbogen, Dramatik und ein überraschendes Ende.

                      

[Rezension] Sandra Melli- Stern der Göttin

(c) Dromer Knaur
Titel: Stern der Göttin
Autor: Sandra Melli
Genre: Fantasy
Verlag: Knaur TB (Dezember 2011)
ISBN: 978-3426504161
Broschiert: 512 Seiten 
Preis: 14,99 €

Rezension:

Die Geschichte:

In dem Buch geht es um das Katzenmädchen Laisa, das als Findelkind bei Karavanenwächtern aufwächst. Sie fühlt immer, dass sie nicht wirklich dahin gehört. Sie unterscheidet sich sehr von den anderen Katzenmenschen und das nicht nur im Aussehen, sondern auch in ihren Fähigkeiten.
Eines Tages trifft sie eine Frau mit goldenen Augen und gelangt in eine völlig andere Welt, die Dämmerlande, in der Magie alltäglich ist.
In dieser Welt werden sechs verschiedene Götter angebetet, die alle von einer verschiedenen Farbe repräsentiert werden. Die Menschen schmieden Intrigen und es droht ein großer Krieg auszubrechen, obwohl die Götter vor langer Zeit Frieden geschlossen haben.
So macht Laisa sich auf, die fremde Welt zu entdecken, neue Freunde zu finden und ihr Schicksal zu erfüllen.

Mich hat das Buch direkt sehr fasziniert. Das Autorenpaar hat eine völlig neue, sehr ausgeklügelte Welt geschaffen. Es gibt verschiedenste Wesen, wie die Bärenmenschen und Eigenarten, so dass Lebewesen, die einer bestimmten Farbe zugeordnet sind, in andersfarbigen Regionen Schmerzen oder zumindest Unwohlsein empfinden können. Mir hat es sehr gefallen zu lesen, wie Laisa nach und nach die neue Welt kennenlernt und versteht und auch ihre Fähigkeiten entdeckt. Allerdings hatte ich ziemliche Probleme, die einzelnen Namen, die nicht direkt mit Laisas Reisegruppe zu tun haben, zuzuordnen und bin öfters durcheinander gekomen. Da hat mir sehr der Anhang geholfen und mit der Zeit ist es mir leichter gefallen die Zusammenhänge zu verstehen.
Das Abenteuer um den „Stern der Göttin“ finde ich spannend erzählt und auch die langen Erzählungen zu den historischen Hintergründen der Dämmerlande, konnten mein Lesevergnügen nur wenig abschwächen. Dennoch ist das Ende irgendwie zu lange hingezogen und es fehlt etwas an Spannung.

Die Protagonisten:
Laisa ist eine wunderbare Protagonistin und hat viel zu meinem Lesevergnügen beigetragen. Sie ist genau so, wie ich mir ein Katzenmädchen vorstellen würde. Mutig, verspielt, leicht reizbar, aber treu und geschickt. Sie reagiert oft nicht, wie ein Mensch und das finde ich sehr interessant.
Die anderen Charaktere sind leider etwas zu kurz gekommen. Man erfährt wenig über die Hintergründe und warum Laisas Freunde überhaupt bei ihr bleiben. Diese rücken hinter den ganzen geschichtlichen Begebenheiten etwas in den Hintergrund.

Der Schreibstil: 
Der Schreibstil ist sehr komplex, aber gut nachvollziehbar. Die wichtigsten Begriffe werden gut erklärt. Zeitweise gelingt es dem Autorenpaar jedoch nicht so ganz die Spannung aufrecht zu erhalten und es wird sehr zäh.
Das Cover:
Das Cover zeigt eine Frau mit einem Katzenauge und roten Haaren. Bevor ich das Buch gelesen habe, dachte ich, dass das Laisa, das Katzenmädchen wäre. Da sie aber nicht, wie ein Mensch aussieht, sondern Fell, Katzenohren und Schnurrhaare hat, passt das nicht. Auch sonst habe ich in dem Buch keinen Charakter gefunden, auf den das Bild zutrifft. 
Es würde höchstens passen, wenn Laisa die Fähigkeit hätte sich zu verwandeln, was sie bisher aber nicht kann. Vielleicht ändert sich das noch, wenn es weitere Bücher geben sollte, doch so passt es nicht so recht.

Der Buchtitel:
Der Titel passt zum Kernpunkt des Buches, da es da um den Stern der Göttin geht und passt zum Genre Fantasy.
Fazit:
Dieses Buch beinhaltet eine nette Idee, die zeitweise sehr spannend ist, aber sich zum Schluss leider in die Länge zieht.

                      

[Rezension] Claudia Gray- Evernight: Gefährtin der Morgenröte

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Titel: Evernight- Gefährtin der Morgenröte
Originaltitel: Afterlife
Autor: Claudia Gray
Genre: Fantasy
Verlag: Penhaligon Verlag (27. Februar 2012)
ISBN: 978-3764530549
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Preis: 17,99 €
Kurzbeschreibung: 
Noch nie war die Barriere zwischen Bianca und ihrem geliebten Lucas
größer. Denn während sie nun ein Geist ist, wurde Lucas von einem Vampir
in einen Blutsauger verwandelt. Diese beiden Völker jedoch sind nur
durch ihren Hass aufeinander verbunden. Nun wird Lucas nicht nur von
seiner Familie gejagt, die sich ganz dem Töten von Vampiren verschrieben
hat. Er muss auch lernen, seinen Blutdurst zu bezwingen. Da entdeckt
Bianca, dass sie als Geist doch nicht so machtlos ist, wie alle
behaupten. Im Gegenteil! Es scheint sogar einen Weg zu geben, um Lucas
zu erlösen – wenn Bianca bereit ist, sich für ihn zu opfern … 
Quelle: Verlag 
Über die Autorin:
Bevor Claudia Gray sich ganz dem Schreiben widmete, arbeitete sie als
Anwältin, Journalistin und DJ. Seit ihrer Kindheit interessiert sie sich
für Filmklassiker, die Stile vergangener Epochen und Architektur. Ihr
dadurch erworbenes Wissen ließ sie sanft in die Welt von „Evernight“
einfließen und erschuf so eine unverwechselbare Stimmung. 
Quelle: Verlag
Rezension:

Die Geschichte:
Das Buch beginnt an der Stelle, an der der dritte Band „Evernight-Hüterin des Zwielichts“ aufhörte. Man wird direkt in die Wandlung von Lucas in einen Vampir hineingezogen und sieht, wie er damit umgeht.
Bianca ist zwar ein Geist, aber nicht irgendeiner. Da sie als Tochter von zwei Vampiren mit Unterstüzung der Geister geboren wurde, stehen ihr mehr Möglichkeiten offen, als den meisten anderen Geistern. So schafft sie es sich schon schnell zu materialisieren und bei ihren Freunden zu sein. In ihr stecken noch viel mehr verborgene Fähigkeiten, von denen sie keine Ahnung hat und die sie im Laufe des Buches entdeckt.
So dümpelt die Geschichte vor sich hin. Es gibt nicht viel neues und seitenlang passiert nichts Spannendes und auch die Liebesgeschichte zwischen Bianca und Lucas konnte mich nicht überzeugen.
Die Geschichte ist meiner Meinung nach sehr vorausschaubar und mir fiel es schwer weiter zu lesen. 
Bei den Vorgängern hatte es Claudia Gray immer noch geschafft, mich zu überraschen, aber bei dem Teil war mir das Ende schon ziemlich schnell klar und ich langweilte mich beim Lesen.

Die Protagonisten:
Die Charaktere haben ebenfalls sehr nachgelassen.
Bianca ist nur an sich und an Lucas Wohlergehen interessiert und kümmert sich nicht darum, dass sie andere Menschen/Vampire verletzt. Sie ist eigensinnig und naiv. Naiv war sie zwar immer schon, aber seit dem ersten Band sind ein paar Jahre vergangen und man müsste doch meinen, dass sie sich etwas weiter entwickelt hat… Aber nein, sie sieht der Wahrheit nicht ins Gesicht und immer wieder fallen Sprüche wie : „Wenn Lucas und ich zusammen sind, wird alles gut.“ Das hat sie sich auch beim dritten Band versucht einzureden, was zur Folge hatte, dass sie gestorben ist und zum Geist wurde. Wieso sollte es also jetzt klappen?
Das Einzige was ich an ihr mag, ist ihre unsterbliche Liebe zu Lucas und dass sie am Ende doch mal erwachsen wird und sich entwickelt hat.
Lucas selber wiederspricht in dem Band völlig seinen Prinzipien, da er versucht sein Vampirdasein zu akzeptieren. Er hasst es und würde es beenden, wenn Bianca nicht wäre. Die meiste Zeit leidet er und ist einfach nur unglücklich, was ja verständlich ist, aber dennoch nervt das irgendwann.
Balthazar stellt sich als echter Freund heraus und ist immer für Lucas und Bianca da und das obwohl Bianca ihm das Leben nicht leicht macht.
Mrs. Bethany hat mir in diesem Band neben Balthazar richtig gut gefallen. Man erfährt ihre Hintergrundgeschichte und nach und nach fällt es leichter sie zu verstehen und ihre Handlungsweisen im Ansatz nachzuvollziehen.
Der Schreibstil:
Der
Schreibstil ist flüssig und man kommt gut mit. Dennoch fehlt mir einfach die Spannung und die Geschichte konnte mich nicht mitreißen.

Das Cover:
Das Cover ist typisch für die Reihe und zeigt ein Mädchengesicht. Was auch sonst? In letzter Zeit erscheinen so viele Cover in dem Stil, dass ich es einfach nicht mehr sehen kann und es mir auch nicht mehr gefällt. 
Der Schriftzug allerdings ist schön und ansprechend.
 

Fazit: 
Die Geschichte konnte mich nicht so recht überzeugen. Es ist ein schöner Abschluss, wenn man wissen möchte, wie es mit Lucas und Bianca ausgeht. Dennoch fehlen einfach überraschende Wendungen und die Spannung.           

                          

[Rezension] Nina Blazon- Faunblut

Titel: Faunblut
Autor: Nina Blazon
Genre: Fantasy (vom Hersteller empfohlenes Alter: 13-16 Jahre)
Verlag: cbt (Dezember 2010)
ISBN: 978-3570160091
Broschiert: 480 Seiten
Preis: 12,99 €
Kurzbeschreibung:
Sie hat zwei Seelen, eine muss er töten.

Eine Metropole am Rande der Zeit. Eine Herrschaft im Zeichen der Gewalt. Und eine Liebe wider jede Vernunft.
Als
Jade, das Mädchen mit den flussgrünen Augen, den schönen und
fremdartigen Faun kennenlernt, ist ihre Welt bereits am Zerbrechen.
Aufständische erheben sich gegen die Herrscherin der Stadt und die
sagenumwobenen Echos kehren zurück, um ihr Recht einzufordern, Jade
weiß, auch sie wird für ihre Freiheit kämpfen, doch Faun steht auf der
Seite der Gegner …

Quelle: Verlag
Über die Autorin:
Nina Blazon, geboren 1969 in Koper bei Triest, aufgewachsen in Neu-Ulm,
las schon als Jugendliche mit Begeisterung Fantasy-Literatur. Selbst zu
schreiben begann sie während ihres Germanistik-Studiums – Theaterstücke
und Kurzgeschichten –, bevor sie den Fantasy-Jugendroman Im Bann des Fluchträgers schrieb,
der 2003 mit dem Wolfgang-Hohlbein-Preis und 2004 mit dem Deutschen
Phantastik-Preis ausgezeichnet wurde. Seither haben Nina Blazons Bücher
zahlreiche Auszeichnungen erhalten. Die erfolgreiche Jugendbuchautorin
lebt in Stuttgart.
Quelle: Verlag

Rezension:
Die Geschichte:
Man wird direkt in das Leben von Jade hineingezogen. Man merkt, dass es Geheimnisse in ihrer Vergangenheit gibt, erfährt aber erst ganz zum Schluss, was es wirklich mit ihr auf sich hat. Meine Vermutungen diesbezüglich bewahrheiteten sich nicht. Nina Blazon schafft es immer mich zu überraschen.
Die Liebsgeschichte zwischen Faun und Jade ist zwar wichtig, aber rückt öfters in den Hintergrund. Dies hat mich allerdings nicht gestört. Ganz im Gegenteil, denn die Geschichte hat so viel mehr zu bieten und es gibt so viele interessante Geheimnisse und Wendungen, so dass ich es gar nicht abwarten konnte das Buch zu Ende zu lesen. Vor allem die Echos haben mich fasziniert und ich habe mich immer wieder gefragt, was es wohl mit denen auf sich hat.
Das Buch wird von Seite zu Seite spannender und sehr mitreißend. Die Geschichte hat alles, was eine Geschichte braucht Liebe, Spannung, Witz und Tragik.
Die Protagonisten:
Die Charaktere sind sehr ausdrucksstark.
Jade ist mir persönlich zwar etwas zu aufbrausend, aber da kommt sie ganz nach ihrem Vater. Mir hat es sehr gefallen, wie sie sich im Laufe des Buches gewandelt und ihren Platz in der Welt gefunden hat. Zum Schluss riskiert sie alles, um ihre Ideale zu verfolgen.
Faun ist sehr geheimnisvoll und ich habe mich immer gefragt, was hinter seiner Fassade steckt. Er versucht Jade zu beschützen und darf nur Nachts seine Liebe zeigen. Er ist ein toller Charakter der schon sehr viel durchmachen musste, aber trotzdem nicht aufgibt.
Auch die anderen Charaktere sind eindrucksvoll. Jeder hat seine Geschichte. Es wirkt aber nicht überladen, wenn Nina Blazon auf die einzelnen Charaktere eingeht, sondern sehr passend.
Der Schreibstil: 
Der
Schreibstil ist detailliert und mitreißend und die Geschichte nicht voraussehbar. Nina Blazon schafft es immer die Leser auf die Folter zu spannen und spannend zu schreiben.
Das Cover:
Mir gefällt das Cover sehr gut. Das Auge erinnert an das eines Faues und wirkt stimmig und anziehend.
 
Der Buchtitel:

Der Buchtitel passt meiner Meinung nach sehr gut zu der Geschichte und dem Geheimnis, was sich hinter Faun verbirgt.

 
Fazit:
Ich konnte nicht die Finger von dem Buch lassen und habe es in einer Nacht durchgelesen. Es ist mitreißend und entführt einen in eine fremde, interessante Welt.
Es ist absolut Lesenswert.