[Rezension] Aimée Carter- Die unsterbliche Braut

 
 

Titel: Die unsterbliche Braut
Originaltitel: Goddess Interrupted
Autor: Aimée Carter
Genre: Fantasy
Verlag: Mira Taschenbuchverlag (Oktober 2012)

ISBN: 978-3862784790

Broschierte Ausgabe: 304 Seiten

Preis: 9,99 €


Kurzbeschreibung:
Die Götter haben ihren Prinzen entführt. Nur wenn es Kate gelingt,
Henrys Vergangenheit und Zukunft zu vereinen, kann sie ihn retten – und
sich selbst.
Endlich hat Kate die Unsterblichkeit erlangt und steht
kurz davor, zur Königin der Unterwelt gekrönt zu werden. Aber sie fühlt
sich isoliert wie nie zuvor. Denn je größer ihre Liebe zu Henry wird,
dem Herrscher dieser Welt, desto distanzierter gibt er sich. Da wird
Henry mitten in der feierlichen Krönungszeremonie vom König der Titanen
entführt. Nur Kate kann ihn aus den tiefsten Höhlen des Tartarus
befreien. Doch um ihren Weg durch das Labyrinth zu finden, braucht sie
die Hilfe ihrer größten Feindin: Persephone, Henrys erste Frau!
Quelle: Verlag

Rezension

 

Die Geschichte:
Nachdem Kate die Prüfungen überstanden hat, Henrys Frau geworden ist und die Unsterblichkeit erlangt hat, hat sie ein halbes Jahr ohne Henry verbracht. Es steht ihr zu in den Sommermonaten zu machen, was sie möchte. So hat sie mit James ein halbes Jahr in Griechenland Urlaub gemacht und kehrt nun zu Henry zurück um die Königin der Unterwelt zu werden. Sie hat ihn vermisst, doch er begegnet ihr distanziert. Henry hat alle Hände voll zu tun, da sich der König der Titanen Kronos, der eingesperrt in der Unterwelt lebt, sich befreien möchte. Schließlich wird Henry zusammen mit einigen anderen Göttern entführt und Kate macht sich auf ihn zu finden.Der Einstieg in das Buch ist mir sehr leicht gefallen. Es schließt nach einem halben Jahr an der Handlung des ersten Buches an und Kate kehrt nach Eden Manor zurück.
Ich finde es zwar etwas irritierend, dass die Götter modernere Namen haben, aber da weiter hinten steht, welcher Gott, welchen Namen trägt, bin ich da schnell wieder reingekommen.
Dieses Buch hat auch deutlich mehr mit der griechischen Mythologie zu tun, als der Vorgänger. Alleine schon dadurch, dass Kate über alles Bescheid weiß und in die Unterwelt geht. Aus diesem Grund hat mir „Die unsterbliche Braut“ noch besser gefallen, als „Das göttliche Mädchen“. Generell mag ich sehr gerne Bücher, die Mythologien aufgreifen.
Die ganze Handlung hat mich unglaublich fasziniert. Denn obwohl das Buch nicht vor Spannung überläuft, habe ich es in eins durchgelesen. Ich konnte es nicht mehr weg legen und die Seiten sind nur so an mir vorbeigeflogen. Die Unterwelt ist durch detaillierte Beschreibungen vor meinem Auge lebendig geworden.
Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und gerade das Ende hat mich sehr überrascht, so dass keine Langeweile aufkommen konnte.
Dabei nimmt einen Großteil des Plots die Liebesgeschichte um Hades/Henry und Kate ein, was für viele ein Kritikpunkt sein könnte. Diese wirkt aber nicht kitschig, sondern authentisch und liebenswert, so dass mich der Aspekt in keinster Weise gestört hat. Ich konnte gar nicht anders, als mit Kate zu fühlen.
 
Die Protagonisten:

Kate ist mir schon im Vorband ans Herz gewachsen. Sie ist einfach liebenswert und tut für ihre Ideale einfach alles. Als sie dann zu Henry zurückkehrt und nur auf Distanziertheit trifft, tat es mir in der Seele weh. Irgendwie mag ich Geschichten, wo nicht gleich die große Liebe da ist, sondern Probleme und Zerrissenheit auftritt. Und dieser Aspekt hat wohl auch den Hauptreiz der Handlung für mich ausgemacht.
Henry kommt relativ wenig in dem Buch vor, da er sehr distanziert und zurückhaltend ist, aber dennoch mag ich ihn. Man erfährt mehr über seine Vergangenheit und kann so sein Verhalten recht gut nachvollziehen.
Dass Persephone in dem Teil vorkommt, habe ich als sehr interessant empfunden. Das hat der ganzen Geschichte noch etwas mehr Würze verliehen, obwohl sie mir im Grunde unsympathisch ist.
Alles in allem sind hier viele der Protagonisten besser ausgearbeitet als bei dem Vorband, was mir sehr gut gefällt.
 
Der Schreibstil:

Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen, einfach und locker gehalten, so dass sich das Buch zügig lesen lässt. Gefühle werden ausdrucksstark dargestellt und durch faszinierende Beschreibungen, die nicht zu viel Überhand nehmen, mag er zu fesseln.

Erzählt wird die Geschichte aus der Perpektive von Kate (Ich-Erzähler), was mir ihre Emotionen sehr nahe gebracht hat und dafür gesorgt hat, dass ich permanent mit ihr mitgefiebert habe

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover passt zu der Reihe und die antike Schrift wirkt ansprechend und sehr passend. Das Mädchen auf dem Cover ist deutlich ansprechender, als beim Vorband und alles in allem sind die Farben und die Gestaltung stimmig. Der Titel passt ebenfalls und verrät nicht allzu viel.

Fazit: 

Wer Band eins gemocht hat, wird nicht darum rumkommen dieses Buch zu lesen. Die ganze Reihe übt auf mich eine starke Faszination aus.
Ich habe das Buch an einem Tag gelesen und freue mich schon auf den nächsten Band. Wer allerdings ein Buch sucht mit einer actionreichen Handlung und ohne viel Liebe, der sollte vielleicht doch besser die Finger davon lassen.


 

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