[Rezension] Yelena Black- Dance of Shadows: Tanz der Dämonen

 
 

Titel: Dance of Shadows- Tanz der Dämonen
Originaltitel: Dance of Shadows
Autor: Yelena Black
Genre: Jugendbuch (vom Verlag empfohlenes Alter: ab 14 Jahre)
Verlag: bloomoon (Februar 2013)
ISBN: 978-3760799148
Gebundene Ausgabe: 384 Seiten
Preis: 17,99 €


Kurzbeschreibung:

Die New Yorker Ballettakademie bedeutet für Tanzbegeisterte die
Erfüllung aller Träume – für die junge Vanessa ist sie allerdings noch
mehr als das: Dort tritt sie als Schülerin in die riesigen Fußstapfen
ihrer älteren Schwester Margaret, einer Ausnahmetänzerin, die vor drei
Jahren spurlos verschwand. Vanessa ahnt nicht, dass er begonnen hat, der
Tanz auf dem Vulkan…

Wo andere Tanzschüler technischer Perfektion nacheifern, liegt
Vanessas Tanz etwas besonderes inne: Rückhaltlos verliert sie sich in
den Bewegungen – ohne zu ahnen, wie gefährlich das ist. Als sie die
Aufmerksamkeit dreier Männer auf sich zieht und die Titelrolle im „Danse
du Feu“, dem Feuertanz, bekommt, zeigt sich, welche Kräfte die
richtigen Schritte mit dem richtigen – oder dem falschen – Partner
freisetzen können: Sie öffnen das Tor in eine andere Welt. Ein Tor, das
besser verschlossen bleibt …


Die Handlung:
Vanessa hat es geschafft und wurde an der New Yorker Ballettakademie
aufgenommen. Nur wenige Mädchen haben die Chance dort zur Schule zu
gehen und sich ihren Traum als Ballettänzerin zu erfüllen.
Doch Vanessa hat sich nicht dazu entschlossen an die Balletakademie zu gehen um berühmt zu werden. Sie möchte ihre verschwundene Schwester Margaret finden, die genau wie sie die New Yorker Ballettakademie besucht hatte und dann auf einmal spurlos verschwunden ist. Vanessa glaubt, dass sie noch lebt und versucht den Geheimnissen auf den Grund zu gehen.
Als sie die Hauptrolle in dem Stück bekommt, dass auch ihre Schwester hätte tanzen sollen, begibt sie sich zunehmend in Gefahr. Denn das Tanzen
weckt seltsame Stimmen, lässt sie Gestalten sehen und bald denkt sie,
dass sie verrückt wird…
 

Meine Meinung:

Bevor ich die Leseprobe gelesen hatte, war ich sehr skeptisch, ob ich
das Buch überhaupt lesen möchte. Doch diese hatte mich überzeugt, da sie
sehr mysteriös klang. Doch meine anfängliche Begeisterung legte sich
schnell.
Der Großteil des Buches handelt von Vanessas Ballettproben und ihren
Problemen mit Jungs. Erst ganz zum Schluss baut sich zunehmend Spannung auf und es werden nach und nach die Geheimnisse gelüftet. Dabei verrät der Klappentext eigentlich schon viel zu viel, was ich sehr schade finde. Eigentlich war mir vieles schon vor dem Ende klar und es gab nur wenige Überraschungen für mich.
Der Anfang ist einfach zu langatmig und wohl nur etwas für Balletfans,
zu denen ich nicht gehöre. Es werden nämlich auch immer wieder
Ballettbegriffe benutzt, mit denen ich so nichts anfangen konnte. Da
diese auch nicht weiter erläutert wurden, konnte ich mir die
Ballettszenen auch nur schwer vorstellen.
Die Idee, dass durch man durch das Tanzen ein Tor in die Dämonenwelt
öffnen kann, gefällt mir dagegen sehr gut. Die Idee ist neuartig und
hebt sich etwas aus dem sonstigen Jugendbuchbereich ab.
Etwas stört mich auch die Logik des Buches. Seit Jahren verschwinden
immer wieder Schüler von der Schule. Diese sind dann spurlos
verschwunden und es wird nur eine Weile nach ihnen gesucht. Es gibt kaum Ermittlungen. Ich halte das für etwas Unglaubhaft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass wirklich so viel vertuscht werden könnte, wie es in dem Buch der Fall ist. Und das ist nicht die einzige Stelle, die mir als nicht ganz stimmig erschien. So wirkt die Handlung im Großen und Ganzen
etwas oberflächig und hätte besser durchdacht sein können.
Die Handlung ist in sich abgeschlossen, das Ende weist aber auf weitere Bände hin, da noch vieles ungeklärt und offen ist.

Die Protagonisten:

Vanessa ist eine liebenswerte Protagonistin, die ihren ganz eigenen
Charme hat und mir schnell ans Herz gewachsen ist. Sie wirkt insgesamt
noch etwas naiv, ist aber erstaunlich diszipliniert und zielstrebig und
ich finde es toll, dass sie herausfinden möchte, was mit ihrer Schwester
passiert ist. Als Leser kann man sich gut mit ihr und ihren Handlungen
identifizieren, so dass mich ihre Naivität kaum gestört hat.
Sie verliebt sich in Zep, der der beste Ballettänzer an der Akademie ist
und sehr gut aussieht. Das wirkt auf mich etwas oberflächig, aber ihre
Gefühle sind gut dargestellt.
Zep ist sehr geheimnisvoll und als Leser hat man schnell das Gefühl, dass mehr hinter ihm steckt.
Alle Protagonisten sind authentisch und liebevoll ausgearbeitet und
haben dazu geführt, dass mir das Buch besser gefallen hat, als man bei
meinen Kritikpunkten meinen könnte.

Der Schreibstil:
 

Der Schreibstil ist, wie für ein Jugendbuch typisch in Jugendsprache
gehalten und einfach und locker zu lesen. Yelena Black schreibt sehr
fesselnd, so dass sich auch die langatmigen Stellen schnell lesen
lassen. Dabei schreibt sie bildhaft und ausdrucksstark. Die Handlung wird  aus Vanessas Sicht geschildert (personaler Erzähler), was gut umgesetzt ist.

Das Cover/der Buchtitel:

Das Cover ist ein Traum. Es sticht direkt ins Auge und vor allem das
rote Kleid hebt sich sehr darauf ab. Es ist ein wahrer Blickfänger, sehr
atmosphärisch und passt ausgesprochen gut zum Inhalt. Ebenso der Titel.
Er macht neugierig und ist sehr passend.

 
Fazit: 

Für mich war „Dance of Shadows“ ein eher mittelmäßiges Lesevergnügen, da es einige Logiklücken hat, es viele langatmige Ballettproben gibt und
dabei viele Fachwörter benutzt werden. Magie und Spannung gibt es erst
ziemlich zum Schluss.
Ballettfans könnten aber viel Spaß an dem Buch haben.


9 Replies to “[Rezension] Yelena Black- Dance of Shadows: Tanz der Dämonen”

  1. Hallo Mandy,

    da habe ich mein Glück bei vorablesen versucht , aber ohne das nötige Glück. Nun so ein Renner scheint das Buch ja nicht wirklich zu sein.

    So wünsche ich dann einfach einen schönen Sonntag.
    LG..Karin..

  2. Ich fand die Leseprobe auch interessant, aber nachdem ich jetzt schon so viele mittelmäßige Rezensionen gelesen habe, bin ich ganz froh, dass ich das Buch nicht gewonnen hatte :)

    Liebe Grüße
    Chimik

  3. Huhu Mandy,

    also ich bin mir bei dem Buch noch total unschlüssig. Viele Rezensionen liegen im Mittelmaß, aber trotzdem reizt die Geschichte so sehr. Schlecht scheint es ja nicht zu sein, doch das Wahre war es ja nicht… Ich denke ich werde noch eine Weile warten und das Buch vielleicht mal über einen Tausch ergattern. Schöne Rezi!

    Liebe Grüße,
    Lilienlicht =(^-^)=
    aka Diana

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