[Rezension] „Loving“ von Katrin Bongard

 
Ella ist anders als viele ihrer Mitschüler. Sie geht nicht gerne auf Partys und verbringt lieber viel Zeit mit ihren Büchern und ihrem Buchblog. Durch ihre Brille und wie sie sich anzieht, wirkt sie eher unscheinbar und an Jungs hatte sie noch nie viel Interesse. Doch dann muss sie zusammen mit
Luca, dem Mädchenschwarm schlechthin, ein Schulprojekt zum Thema
„Stolz und Vorurteil“ bearbeiten und obwohl sie ihn vorher nicht
leiden kann, verändert sich ihre Einstellung zu ihm und auf einmal
schwärmt sie für den beliebten Jungen, der fast jedes Mädchen
haben kann. Und schon nehmen die Probleme ihren Lauf…

 
Obwohl ich selten reine Liebesgeschichten lese, konnte mich diese hier neugierig machen. Schon alleine, weil die Protagonistin Ella eine Buchbloggerin ist und gerne liest, konnte ich mich recht schnell mit ihr identifizieren und wollte mehr über ihre Liebesgeschichte zu Luca dem oberflächlichen und beliebten Jungen erfahren.
Der Einstieg ins Buch ist sehr leicht möglich und man lernt zunächst Ella näher kennen.
 
Ella macht in dem Buch eine ziemliche Wandlung durch, die damit anfängt, dass ihr Geburtstagsgeschenk ihrer Eltern dafür sorgt, dass Ella nie wieder eine Brille braucht. Sie lässt sich die Augen lasern und fängt an sich weniger zu verstecken. So werden auch die Jungs auf sie aufmerksam und da die siebzehnjährige sehr unerfahren ist, gibt es einige Stellen, die
mich haben schmunzeln lassen.
Luca dagegen ist erfahren und manchmal etwas anstrengend, weil er hin und wieder seine wahren Gefühle versteckt und wirklich oberflächlich wirkt, dabei hat er auch eine ganz andere Seite.
Insgesamt sind die Handlungen der beiden Protagonisten nicht immer unbedingt nachvollziehbar, aber doch realistisch und für Teenager in dem Alter auf jeden Fall möglich.
Deshalb finde ich die Charaktere überzeugend ausgearbeitet.
 
Allerdings habe ich wohl den Punkt verpasst, an dem Ella sich in Luca verliebt hat. Erst hat sie nur über ihn gelästert und auf einmal ist sie verliebt. Da fehlten mir irgendwie die Gefühle, die erst im Laufe des Buches richtig auftreten und mich dann fesseln konnten. Es ist eine süße
Liebesgeschichte voller Missverständnisse, mit einem seichten Plot.
Von daher ist es die ideale Lektüre für zwischendurch zum Abschalten und
Träumen.
 
Der Schreibstil ist sehr einfach gehalten und leicht und locker zu lesen. Die Sprache ist angemessen und passt zu der Altersklasse der Protagonisten. Alles wird aus der Ich-Perspektive von Ella geschildert, was ich bei einem Liebesroman immer sehr passend finde.
 
Das Ende ist etwas vorhersehbar und auch manche Wendungen, aber dennoch konnte mich „Loving“ gut unterhalten. Ich denke aber, dass es vor allem für die gedachte Zielgruppe das Richtige ist, denn mir hat das Besondere an dem Buch gefehlt. Dennoch kann ich es insgesamt empfehlen.
 

„Loving“ ist eine süße Liebesgeschichte für zwischendurch mit einem eher seichten Plot voller Missverständnisse. Vor allem die Zielgruppe des Buches dürfte ihren Spaß an der romantischen Geschichte haben und wer
selber Buchblogger ist, muss Ella einfach lieben. Insgesamt fühlte
ich mich gut unterhalten und auch wenn das Buch für mich nicht perfekt
war, kann ich es auf jeden Fall weiterempfehlen.

3 Replies to “[Rezension] „Loving“ von Katrin Bongard”

    1. Huhu Ela,
      vielen Dank. Ich denke schon, dass ich irgendwann den 2. Band lesen werde. Ich möchte schon wissen, wie es mit Ella und Luca weitergeht. Nur muss ich dafür auf einen Liebesroman Lust haben, weil ich so was echt selten lese. ;)
      Liebe Grüße
      Mandy

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