[Rezension] „Die Vertriebenen- Flucht aus Camp Eden“ von Kevin Emerson

 
Owen Parker hat kein leichtes Leben. Durch die Klimaerwärmung ist ein Großteil der Welt unbewohnbar und Owen ist in einer Höhle aufgewachsen. Sein Vater möchte ihm die Chance auf ein Feriencamp unter einer Kuppel geben, auch wenn Owen da gar nicht hinmöchte. Als Owen dann tatsächlich für das Feriencamp einen Platz bekommt, bleibt ihm nichts anderes übrig und er nimmt daran teil. Doch dann hat er einen Schwimmunfall und anstatt zu ertrinken, geschieht etwas Unglaubliches mit ihm, das er zuerst nicht begreift. Zusammen mit seiner Schwimmlehrerin Lilly begibt er sich auf die gefährliche Suche nach Antworten…

Da ich immer wieder gerne Dystopien und Endzeitromane lese, war ich sehr neugierig auf das Buch. Leider konnte es mich nicht überzeugen. Den Anfang fand ich noch recht gut. Man begleitet Owen dabei, wir er ertrinkt und auch wenn seine Art alles darzustellen, etwas seltsam ist, gefiel es mir gut. Danach lernt man ihn und die Welt in der er lebt besser kennen. Die Darstellung der Klimaerwärmung und dessen Folgen finde ich authentisch und gut dargestellt.

Doch nach einiger Zeit langweilte mich das Buch ziemlich. Man erfährt zwar, dass Owen komische Wunden am Hals hat, aber dann geht erst mal das normale Campleben weiter. Ich hatte das Gefühl, dass ewig nichts passiert und ich konnte mir auch schon schnell denken, wieso er nicht wirklich ertrunken ist.
Es passiert lange Zeit wirklich nicht viel und erst auf den letzten ca. 100 Seiten konnte mich das Buch richtig fesseln, denn da gibt es spannende Wendungen, es passiert unglaublich viel und man erfährt mehr über die Wunden an seinem Hals und was es mit allem auf sich hat. Wäre das ganze Buch so gewesen, wie der letzte Teil, dann hätte es mir deutlich besser gefallen, denn die Idee dahinter mag ich sehr.

Was mir jedoch gut gefallen hat, war, dass hier ein männlicher Protagonist im Vordergrund steht. Owen ist ein ziemlicher Außenseiter und manchmal ein echter Waschlappen, aber dennoch ist er sehr sympathisch und er macht eine tolle Entwicklung durch.
Lilly konnte mich von Anfang an überzeugen, auch wenn sie zuerst sehr geheimnisvoll bleibt. Irgendwie konnte ich aber zu keinem von beiden so einen wirklich Zugang bekommen, sodass mich die für Jugendbücher typische Liebesgeschichte nicht wirklich berührt hat.

Der Schreibstil ist leicht und locker zu lesen und konnte mich an sich überzeugen, auch wenn er nichts Besonderes ist. Alles wird aus Owens Ich-Perspektive geschildert, was ich sehr passend finde.

„Die Vertriebenen- Flucht aus Camp Eden“ ist ein Buch mit guten Ansätzen, aber leider wurde das Potenzial der guten Idee nicht wirklich ausgenutzt. Das Ende bietet einen guten Abschluss und macht neugierig auf den Folgeband, allerdings bin ich noch unsicher, ob ich diesen lesen werde.


„Die Vertriebenen- Flucht aus Camp Eden“ hat einige gute Ansätze und ich mag die Idee dahinter. Doch leider fand ich einen Großteils des Plots einfach nur langweilig, sodass ich dem Buch nur knappe 3 Sterne gebe. Dennoch könnte das Buch so manchem Dystopie- und Endzeitfan, der Campgeschichten mag, gefallen.

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