[Rezension] „Die Shannara-Chroniken- Elfensteine“ von Terry Brooks

Vor langer Zeit wurde der Ellcrys, der heilige Baum der Elfen, erschaffen um die Dämonen aus der Welt der Sterblichen zu verbannen. Doch nun stirbt der Ellcrys und mit ihm wird der Bann immer schwächer und die ersten Dämonen können ihrem Gefängnis entfliehen.
Die Tochter des Elfenkönigs Amberle ist die einzige die den Ellcrys retten kann. Zusammen mit dem Heiler Wil begibt sie sich auf eine gefährliche Reise durch den Wildewald. Doch die Dämonen wissen von ihrer Aufgabe und versuchen alles um diese zu verhindern…


Bisher kannte ich keines der Bücher von Terry Brooks, doch durch die Fernsehserie in der dieser Roman umgesetzt wurde, wurde ich neugierig darauf und habe mich dem Buch „Die Shannara-Chroniken- Elfensteine“ gewidmet.
Ich mag die Idee dahinter. In einer untergegangenen Welt gibt es Dämonen, Elfen, Trolle und andere Fantasywesen, sowie Magie und einen magischer Baum, der die Welt vor Dämonen beschützt.

Als dieser Baum stirbt ist es die Aufgabe der Elfe Amberlie und dem Heiler Wil mit seinen Elfensteinen das Samenkorn des Ellcrys zum Leben zu erwecken. So beginnt ein spannendes Abenteuer durch eine gefährliche Welt. Was mir beim Weltenentwurf allerdings etwas gefehlt hat, waren mehr Informationen, wie aus unserer Welt eine Welt entstehen konnte, in der es Fantasywesen gibt und wieso unsere Welt untergegangen ist. Dennoch mag ich den Weltenentwurf sehr.

Wie es öfters bei solchen Büchern der Fall ist, ist auch hier der Schreibstil teilweise etwas ausschweifend und detailreich. Hin und wieder verliert sich der Autor in langweilige Reisebeschreibungen und Darstellungen der Landschaft. Dennoch konnte mich der Schreibstil in seinen Bann ziehen, denn obwohl man merkt, dass es schon einige Zeit her ist, dass das Buch
geschrieben wurde, ist der Schreibstil leicht zu lesen und kann fesseln. Der Plot wird als auktorialer Erzähler geschildert, was ich hier sehr passend finde.

Die Protagonisten konnten mich komplett überzeugen. Wil ist ein sympathischer junger Mann, der alles dafür tut um ein Heiler zu werden. Allerdings ist er kein Kämpfer und wirkt manchmal etwas überfordert. Dennoch mochte ich ihn.
Amberle war mir ebenfalls gleich sympathisch. Zu Beginn ist sie zwar noch etwas zickig, naiv und ängstlich, entwickelt sich aber im Laufe des Buches positiv weiter und wächst an ihrer Aufgabe.
Neben den beiden fand ich noch Eretria, die später zu ihnen stößt sehr faszinierend, da sie mit ihrer sehr speziellen und listigen Art frischen Wind in den Plot bringt.
Die anderen Figuren des Buches bleiben zwar etwas blass, passen aber gut zum Plot.

Der Plot an sich schwankt zwischen Spannung, starken Gefühlen und Langeweile. Zeitweise passiert gefühlt nichts, dann überschlagen sich wieder die Ereignisse. Manches ist vorhersehbar, anderes wiederum konnte mich überraschen. Es ist ein Buch, das einiges zu bieten hat und auch wenn mir längst nicht alles gefallen hat, fand ich es alles in allem
doch wirklich gut. Vor allem das Ende konnte mich überzeugen, da ich
mit so einem Ausgang der Geschehnisse nicht gerechnet hätte.


Obwohl ich einges an dem Buch zu kritisieren habe, fand ich es wirklich gut und unterhaltsam und vergebe knappe 4 Sterne. Ich kann das Buch jedem Fantasyfan empfehlen, denn die Idee dahinter ist wirklich sehr gelungen und ich werde bestimmt auch noch andere Bücher des Autors lesen, denn die von ihm erschaffene Welt ist nach meinem Geschmack.

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