[Hörbuch-Rezension] „Elanus“ von Ursula Poznanski

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Der
hochbegabte Jona bekommt mit 17 Jahren ein Stipendium an einer
Elite-Universität. So intelligent er jedoch ist, so fehlt es ihm an
sozialer Kompetenz. Schnell macht er sich bei Mitschülern unbeliebt und
auch in seiner Gastfamilie fühlt er sich alles andere
als wohl. Obendrein betreibt er ein eher verwerfliches Hobby: mittels
Handynummern, Spyware und einer selbst gebauten Drohne spioniert er
seine Mitmenschen aus und gerät darüber in ernste Probleme, als einer
seiner Dozenten verstirbt.

Die
Geschichte um Jona beginnt mit der Ankunft in der neuen Gastfamilie.
Schnell merkt man, dass der Junge zwar wirklich sehr intelligent ist,
jedoch mit seinen Mitmenschen nicht besonders leicht zurecht kommt.
Schnell lässt er den Klugscheißer raushängen oder provoziert seine
Mitmenschen mit voller Absicht. Das macht den Charakter nicht nur
interessant, es erklärt auch, warum er keine Skrupel hat, seine
Mitmenschen mit Hilfe seiner Drohne auszuspionieren. Die anderen
Charaktere empfand ich nun als eher langweilig und recht klischeelastig.
Mit Ausnahme von Marlene. Auch sie hat ihre Eigenarten und ist kein
Charakter, den man in einer solchen Form schon aus zig anderen Büchern
kennt.
Aber
auch wenn viele der Charaktere schnell in Schubladen einzusortieren
sind, so hat mich die Story an manchen Stellen doch noch etwas
überrascht. Es bleibt bis zum Ende spannend. 

„Elanus“
ist ein weiterer Thriller von Ursula Poznanski, in dem sie aktuelle
Themen verarbeitet. Dieses Mal greift sie das Thema der mittlerweile
überall kaufbaren Drohnen auf und so wie auch bei ihren vorigen Büchern
stellt sie mit einer sehr gut geschriebenen Story die Gefahren der neuen
Technik dar. Vor einigen Jahren wäre das Buch vermutlich noch als
Science Fiction einzuordnen gewesen, heute ist es topaktuell (wobei sich
mir die Frage stellt, ob es in 10 Jahren dann vielleicht veraltet sein
wird). Die Technik, von der im Buch die Rede ist, existiert bereits,
auch wenn sich der Großteil der Menschen vermutlich der Gefahren gar
nicht bewusst ist. Hier setzt „Elanus“ an und schildert, wie
erschreckend einfach man von einer fremden Person heutzutage
ausspioniert werden kann. Dabei geht das Buch aber auch nicht zu sehr
auf die Technik sein, als dass man hier wieder davon gelangweilt sein
könnte. Die Fragen, die ich mir als Technikfan während des Hörens
stellte – zum Beispiel was für eine Reichweite solch eine Drohne hat
bzw. wie die Drohne überträgt – wurden nicht geklärt. 
Soviel zum technischen Aspekt.
Jens
Wawrczeck hat mich bereits bei „Layers“ als Sprecher überzeugt und auch
hier leistet er wunderbare Arbeit. Er schafft es wieder sehr gut die
verschiedenen Personen in ihrere Sprechweise zu differenzieren, so dass
man meist nicht einmal erklärende Worte benötigt, wer da nun welchen
Dialog führt. Und auch wenn ich zeitweise immer wieder an den kleinen
Kumpel (bin gerade zu faul den Namen zu googlen) bei „King of Queens“
denken muss, so höre ich seiner Stimme gerne zu.

 
Ich
gebe Elanus 4 1/2 von 5 Punkten. Es ist auf jeden Fall ein gute Hörbuch
mit einem super Sprecher, konnte mich nun aber nicht so sehr fesseln,
als dass ich 5 Punkte geben würde. Dennoch meine ganz klare
Kaufempfehlung!
 

  • Hierbei handelt es sich um einen Einzelband.
  • Eine Hörprobe findet ihr hier: Klick
  • Über die Autorin erfahrt ihr hier mehr: Klick
  • Hier ist ihre Homepage zu finden: Klick
  • Über den Sprecher erfahrt ihr hier mehr: Klick 

2 Replies to “[Hörbuch-Rezension] „Elanus“ von Ursula Poznanski”

  1. Ich habe das Hörbuch jetzt auch vor kurzem beendet und muss in den nächsten Tagen noch eine Rezension auf meinem Blog schreiben. Mir hat das Buch eigentlich auch gut gefallen.
    Doch ich habe auch nur 4 von 5 Sternen gegeben, da ich Jona eher unsympathisch fand.
    LG Melie

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