[Rezension] „Siren“ von Kiera Cass

Im Jahre 1933 stirbt Kahlens gesamte Familie bei einem Schiffsunglück. Doch sie selbst hat die Wahl, denn sie wird von Sirenen gerettet. Entweder sie stirbt mit ihrer Familie oder sie tut alles um am Leben zu bleiben. Sie entscheidet sich für das Leben und wird eine Sirene. Von nun an dient sie hundert Jahre der See und jeder der ihre Stimme hört, muss sterben. So schweigt sie die meiste Zeit, außer sie ist mit den anderen Sirenen zusammen. Mit ihrem Leben ist sie nicht wirklich zufrieden. Erst als Akinli in ihr Leben tritt, ändert sich das und sie riskiert alles für ihn.


Ich bin zwar kein riesen „Selection“-Fan, aber insgesamt mochte ich die Reihe der Autorin und so war ich auch sehr gespannt auf ihr neues Werk „Siren“. Denn für mich klang es märchenhaft und nach etwas völlig anderem. Doch leider wurde ich hier mehr als enttäuscht.

Den Beginn fand ich noch vielversprechend. Man begleitet Kahlen bei ihrem Schiffsunglück und erfährt wie sie eine Sirene wird und was ab da von ihr erwartet wird. Anschließend gibt es einen Zeitsprung und die Handlung geht achtzig Jahre später weiter.
Kahlen musste zusammen mit den anderen Sirenen schon viele Menschen in die See locken und leidet darunter. Deshalb sammelt sie Informationen zu den Toten, was sie mir irgendwie sympathisch gemacht hat, da sie nichts gegen ihr Schicksal als Sirene unternehmen kann. Sie achtet sorgsam darauf, dass niemand ihre Stimme hört und führt im Gegensatz der anderen Sirenen eher ein zurückgezogenes Leben. Ich muss gestehen, dass mir die Figuren insgesamt aber zu blass geblieben sind.

Der Plot an sich konnte mich bis auf die Grundidee und den Anfang eigentlich gar nicht fesseln. Ich hatte irgendwie etwas ganz anderes erwartet. Mit Sirenen verbinde ich, dass sie im Meer leben und alles magisch ist und fantasylastig. Dieses Buch war mir einfach zu normal, auch wenn Kahlen und die anderen Menschen in den Tod befördern und mit der See kommunizieren können. Sie leben ansonsten ganz normal unter Menschen, nur ohne zu sprechen.
Auch hat es mich irritiert, dass die ganze Zeit die Sprache von die See und nicht das Meer war und dass es keine Erklärung gibt, wieso die See sich denn von Menschen ernähren muss. Es wird nur erwähnt, dass es so ist.

Der Schreibstil war durchaus ansprechend und man konnte darin Kiera Cass ansatzweise wiedererkennen. Alles ist leicht und locker geschrieben, aber es fehlt das Atmosphärische und Fesselnde, das man sonst von ihr gewohnt ist. Der Plot wird aus Kahlens Ich-Perspektive geschildert, was ich passend finde.

Ansonsten dreht sich das ganze Buch fast nur um Kahlens
Selbstmitleid, ihren Liebeskummer, es passiert fast nichts und es ist schlichtweg langweilig. Am Ende gibt es für mich unlogische und komplett an den Haaren herbeigezogene Wendungen, die vielleicht schön gemeint waren, aber so für mich einfach nicht zusammenpassten. Außerdem war mir die Liebesgeschichte zu lieblos und oberflächig erzählt, so dass bei mir kaum Emotionen ankamen und ich ab einem bestimmten Punkt nur noch genervt war.
Das Buch hätte so gut sein können, aber leider war es überhaupt nichts für mich.


Leider war „Siren“ für mich nicht das Richtige. Ich mag die Idee dahinter und den Anfang des Buches, aber ansonsten konnte es mich nur wenig unterhalten. Ich fand es schlichtweg langweilig, nervig und es war mir zu normal, da der Fantasyaspekt ziemlich in den Hintergrund rückt. Die Idee hat Potenzial, das hier meiner Meinung nach einfach nicht genutzt wurde. So kann ich das Buch auch leider nicht empfehlen.

8 Replies to “[Rezension] „Siren“ von Kiera Cass”

  1. Hey =)

    Dieses Buch hat schon so einige Kritik einstecken müssen und ich hatte so viel Hoffnung auf eine interessante Geschichte. =( Nach deiner Rezi wird es wohl nun meine Wuli endgültig verlassen müssen. Schade eigentlich, aber danke für die ehrliche Meinung.

    Ganz liebe Grüße
    Katie♥

  2. Schade, dass das Buch so wenig ansprechend war. Da ich die Selection-Reihe auch ganz gut fand, hatte ich schon überlegt ob ich mir das Buch auch zulegen soll, aber ich hatte schon vorher gehört dass das Buch bei einigen nicht ganz so gut ankommt und spätestens nach deiner Rezension denhke ich, dass mir das Buch wohl auch nicht gefallen würde.

    Liebe Grüße
    Jenny

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